Reverse: 1999
- Bewertung
- 4,2
- Downloads
- 1.000.000+
- Alter
- USK ab 12 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- Reverse: 1999
- Kategorie
- Rollenspiele
- Paketname
- com.bluepoch.m.en.reverse1999
- Entwickler
- Bluepoch Co.,Ltd.
- Bewertung
- 4,2
- Version
- 3.7.0
Analysiert von Appcrazy
Schon nach den ersten Minuten wirkt Reverse: 1999 nicht wie ein gewöhnliches Rollenspiel für zwischendurch. Die Bilder, die Dialoge und die seltsam elegante Stimmung greifen sofort ineinander: Man reist durch eine Welt, in der Zeit nicht bloß ein Hintergrundthema ist, sondern die Wahrnehmung der gesamten Geschichte bestimmt. Ich habe selten ein Mobile-RPG erlebt, das seine Atmosphäre so konsequent über Bildsprache, Musik und Erzähltempo aufbaut.
Gleichzeitig ist das Spiel kein interaktiver Roman mit ein paar Kämpfen am Rand. Hinter der auffälligen Inszenierung steckt ein rundenbasiertes System, in dem die Auswahl und Kombination von Karten entscheidend sind. Wer nur eine schöne Geschichte erwartet, wird sich an den taktischen Abschnitten möglicherweise stärker festbeißen als gedacht. Wer dagegen strategische Entscheidungen mit einer ungewöhnlichen Präsentation verbinden möchte, bekommt hier ein kostenloses Spiel von Bluepoch Co.,Ltd., das deutlich eigenständiger wirkt als viele bekannte Vertreter des Genres.
Ein ungewöhnlicher Einstieg zwischen Zeitreise und Taktik
Die erste Wirkung entsteht vor allem durch den Kontrast. Das Spiel präsentiert eine Welt des 20. Jahrhunderts, die vertraut und gleichzeitig verschoben erscheint. Kleidung, Architektur, Sprache und technische Details erinnern an unterschiedliche Epochen, doch nichts fühlt sich wie eine einfache historische Nachbildung an. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass die Zeit selbst aus den Fugen geraten ist und verschiedene Stimmungen übereinanderliegen.
Ich finde diesen Einstieg besonders gelungen, weil das Spiel nicht sofort versucht, jede Regel vollständig zu erklären. Es lässt zunächst Fragen offen und baut dadurch Neugier auf. Das kann allerdings auch eine kleine Hürde sein. Wer eine geradlinige Handlung mit klaren Erklärungen bevorzugt, muss sich auf die ungewöhnliche Erzählweise einlassen. Die Geschichte verlangt Aufmerksamkeit, denn Namen, Begriffe und Zusammenhänge werden nicht immer so beiläufig vermittelt, wie man es von leichteren Mobile-Spielen kennt.
Als strategisches Zeitreise-RPG verbindet der Titel zwei Erwartungen, die nicht immer problemlos zusammenpassen: eine stark inszenierte Handlung und regelmäßige taktische Kämpfe. In meiner Erfahrung funktioniert diese Mischung dann am besten, wenn ich nicht versuche, die Dialoge schnell zu überspringen. Viele Szenen leben von Tonfall, Pausen und der Art, wie Figuren miteinander umgehen. Wer nur möglichst rasch zum nächsten Kampf möchte, verliert einen Teil dessen, was dieses Spiel besonders macht.
Der Einstieg eignet sich deshalb vor allem für Spieler, die ein langsameres Kennenlernen akzeptieren. Das Spiel möchte nicht nur zeigen, welche Figuren verfügbar sind, sondern auch, wie seine Welt denkt und spricht. Diese Geduld zahlt sich aus, sobald die einzelnen Elemente ein gemeinsames Bild ergeben. Der Preis dafür ist ein Anfang, der nicht jedem sofort zugänglich sein wird.
Die Welt erzählt über Stil statt über Erklärungen
Die visuelle Gestaltung ist für mich der stärkste Grund, länger dranzubleiben. Die Figuren sind nicht einfach austauschbare Einheiten mit unterschiedlichen Werten. Ihre Kleidung, Animationen und Auftritte tragen viel zur Wahrnehmung ihrer Persönlichkeit bei. Besonders auffällig ist, dass das Spiel nicht durchgehend auf grelle Fantasy-Optik setzt. Es arbeitet häufig mit einer gedämpften, fast theatralischen Bildsprache, die seine Zeitreise-Idee glaubwürdiger macht.
Diese Gestaltung hilft auch im Kampf. Karten, Charaktere und Effekte bleiben in einer gemeinsamen ästhetischen Sprache, statt wie getrennte Menüs zu wirken. Selbst wenn mehrere Fähigkeiten nacheinander ausgelöst werden, bleibt der Eindruck einer inszenierten Szene erhalten. Das macht die Auseinandersetzungen lesbarer und gibt ihnen mehr Gewicht, als es eine rein funktionale Benutzeroberfläche schaffen würde.
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Die Welt wirkt außerdem nicht deshalb interessant, weil jede Ecke mit Informationen gefüllt wird. Vieles entsteht durch Andeutungen: eine ungewöhnliche Umgebung, ein bestimmter Ausdruck oder eine Figur, deren Verhalten nicht sofort einzuordnen ist. Ich mag diese Zurückhaltung, weil sie Raum für eigene Vermutungen lässt. Gleichzeitig kann sie frustrierend werden, wenn man gerade eine eindeutige Erklärung erwartet.
Ein nützlicher Tipp für neue Spieler ist, die Dialoge nicht nur als Pflichtprogramm vor den Kämpfen zu betrachten. Ich achte inzwischen stärker auf wiederkehrende Begriffe und auf die Unterschiede zwischen den Figuren. Dadurch verstehe ich später besser, warum bestimmte Begegnungen emotional funktionieren. Wer die Geschichte nebenbei laufen lässt, wird zwar vorankommen, aber wahrscheinlich nicht die volle Wirkung der Welt erleben.
Auch die Bedienoberfläche passt grundsätzlich zur Inszenierung, obwohl sie anfangs etwas dicht wirken kann. Es gibt mehrere Ebenen für Figurenentwicklung, Fähigkeiten und Kampfvorbereitung. Ich würde neuen Spielern empfehlen, nicht sofort jede Option optimieren zu wollen. Erst wenn die Grundzüge der Kämpfe sitzen, lohnt es sich, die feineren Verbesserungen und Zusammenstellungen genauer zu prüfen. Das verhindert, dass die vielen Menüs den eigentlichen Spielfluss überdecken.
Musik und Dialogtempo tragen die Stimmung
Die akustische Seite wird leicht unterschätzt, ist aber entscheidend für den Charakter des Spiels. Die Musik begleitet die Szenen nicht bloß, sondern verstärkt den Eindruck von Fremdheit, Melancholie und gelegentlicher Unruhe. In ruhigeren Momenten lässt sie der Handlung Raum; wenn die Spannung steigt, verändert sich auch das Gefühl der Szene. Dadurch wirken manche Abschnitte länger nach, als es ihre eigentliche Handlung vermuten lässt.
Ich schätze besonders, dass das Spiel nicht jede Situation mit maximaler Lautstärke oder ständigem Effektfeuerwerk markiert. Die Atmosphäre entsteht oft durch Zurückhaltung. Das passt zum Erzähltempo und verhindert, dass die Zeitreise-Idee wie ein beliebiger visueller Vorwand wirkt. Selbst einfache Übergänge fühlen sich dadurch stärker mit der Welt verbunden an.
Die Dialoge spielen dabei eine ähnlich wichtige Rolle. Figuren sprechen nicht alle gleich, und ihre Eigenheiten werden nicht ausschließlich über Kampffähigkeiten erklärt. Der Ton kann zwischen trockenem Humor, ernster Bedrohung und beinahe surrealen Momenten wechseln. Diese Mischung ist reizvoll, verlangt aber eine gewisse Offenheit. Wer ausschließlich nüchterne Fantasy-Erzählungen mag, könnte den Stil gelegentlich als überladen empfinden.
Das Tempo ist insgesamt bewusst wechselhaft. Es gibt längere Gesprächsphasen, danach folgen Kämpfe, Menüs und Entscheidungen. Für mich funktioniert das am besten in kurzen, konzentrierten Sitzungen, etwa während einer Pause oder am Abend mit Kopfhörern. Wenn ich dagegen nur fünf Minuten habe und sofort eine abgeschlossene Herausforderung suche, fühlt sich der erzählerische Anteil manchmal zu schwer an.
Genau hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen mobilen Rollenspielen: Der Titel möchte nicht jede freie Minute mit Belohnungen und schnellen Reizen füllen. Er baut Stimmung auf und erwartet, dass man sich darauf einlässt. Das ist eine Stärke für Spieler, die Atmosphäre suchen, aber eine Schwäche für alle, die ein möglichst schnelles Nebenbei-Spiel bevorzugen.
Das Kampfsystem belohnt Planung statt bloßes Tippen
Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab und drehen sich um Karten, die den Figuren zugeordnet sind. Auf den ersten Blick wirkt das zugänglich: Karten auswählen, Aktionen auslösen und die Runde abschließen. Mit zunehmender Schwierigkeit wird jedoch deutlich, dass die Reihenfolge und Kombination der Aktionen wichtiger sind als bloßes Klicken auf die stärkste Fähigkeit.
Ein konkreter Kniff ist das Zusammenführen gleicher Karten. Dadurch können stärkere Varianten entstehen, doch diese Entscheidung kostet oft eine andere mögliche Aktion. Ich muss also abwägen, ob ich sofort Schaden verursache, eine Karte verbessere oder auf eine passendere Runde warte. Diese kleine Entscheidung verleiht den Kämpfen mehr Tiefe, als die einfache Oberfläche zunächst vermuten lässt.
Auch die Position der Karten und ihre zufällige Verteilung beeinflussen die Planung. Dadurch fühlt sich nicht jede Runde identisch an. Gute Entscheidungen bleiben wichtig, aber ich kann nicht immer exakt dieselbe Abfolge wiederholen. Das sorgt für Abwechslung und verhindert, dass das System ausschließlich aus einer festgelegten optimalen Lösung besteht.
Mein wichtigster Tipp lautet deshalb: Nicht jede Runde muss mit maximalem Schaden enden. Manchmal ist es sinnvoller, eine Karte für eine stärkere Kombination aufzuheben oder eine defensive Fähigkeit im richtigen Moment einzusetzen. Gerade bei schwierigeren Begegnungen entscheidet häufig nicht die stärkste einzelne Figur, sondern der Umgang mit den verfügbaren Karten.
Die Teamzusammenstellung ist ebenfalls relevant. Figuren unterscheiden sich nicht nur durch ihre Angriffe, sondern auch durch ihre Rollen und die Art, wie ihre Fähigkeiten zusammenwirken. Ich würde neuen Spielern empfehlen, nicht ausschließlich nach Seltenheit oder offensichtlicher Stärke aufzustellen. Ein weniger spektakulärer Charakter kann nützlich sein, wenn seine Fähigkeit eine bestimmte Kombination ermöglicht oder die Gruppe stabiler macht.
Das bedeutet nicht, dass jede Niederlage durch bessere Planung vermeidbar ist. Entwicklungsstand, Ausrüstung und Verbesserungen spielen ebenfalls eine Rolle. Wenn ein Kampf deutlich zu schwer wirkt, hilft es oft mehr, die vorhandenen Figuren sinnvoll weiterzuentwickeln, als zehnmal dieselbe Runde zu erzwingen. Diese Grenze zwischen taktischem Fehler und fehlender Vorbereitung ist nicht immer sofort klar, kann aber mit etwas Erfahrung besser eingeschätzt werden.
Fortschritt, Sammeln und die richtige Erwartung an ein kostenloses Spiel
Das Spiel ist kostenlos erhältlich und richtet sich klar an Spieler, die langfristig Figuren sammeln und ihre Gruppe ausbauen möchten. Die kostenlosen Inhalte ermöglichen einen Einstieg ohne Kauf, trotzdem sollte man sich auf typische Entscheidungen eines mobilen Sammel-RPGs einstellen. Es geht nicht nur darum, eine Handlung zu erleben, sondern auch darum, Teams zu entwickeln und mit vorhandenen Ressourcen sorgfältig umzugehen.
Die möglichen Käufe reichen bei Abrechnung über Google Play von 0,95 € bis 95,90 €. Für mich ist das ein Grund, das eigene Budget vor dem Spielen festzulegen. Wer sich leicht von zeitlich begrenzten Angeboten oder neuen Figuren verleiten lässt, sollte besonders aufmerksam bleiben. Das Spiel macht das Sammeln attraktiv, und genau darin liegt sowohl ein Teil seines Reizes als auch sein größtes finanzielles Risiko.
Ich würde nicht behaupten, dass man automatisch bezahlen muss, um Freude daran zu haben. Wer langsam spielt, Aufgaben gezielt auswählt und seine vorhandenen Charaktere versteht, kann viele Systeme sinnvoll nutzen. Allerdings ist die Erfahrung nicht dieselbe wie bei einem vollständig bezahlten Einzelspieler-RPG. Fortschritt, Auswahl und langfristige Planung gehören hier zum Modell dazu.
Für den Alltag ist das durchaus praktisch. Ich kann eine kurze Kampfrunde spielen, später die Figuren verbessern und mich dann wieder der Geschichte widmen. Gleichzeitig sollte man nicht erwarten, jede Sitzung völlig frei planen zu können. Manche Fortschritte hängen davon ab, welche Ressourcen gerade verfügbar sind und welche Aufgaben sich anbieten. Das Spiel passt daher besser zu regelmäßigen kurzen Besuchen als zu einem einzigen langen Durchlauf.
Die aktuelle Version 3.7.0 zeigt außerdem, dass der Titel als fortlaufendes Spiel gedacht ist. Für mich bedeutet das vor allem: Der Umfang und die Systeme können sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln, und der Einstieg in ein bestehendes Spiel kann komplexer wirken als der ursprüngliche Anfang. Wer lieber ein abgeschlossenes Abenteuer mit einem festen Ende kauft, ist mit einem klassischen Premium-RPG wahrscheinlich besser bedient.
Für wen sich das Spiel lohnt und wer lieber weiterzieht
Ich empfehle Reverse: 1999 besonders Spielern, die drei Dinge miteinander verbinden möchten: eine ungewöhnliche Welt, starke audiovisuelle Gestaltung und taktische Rundenkämpfe. Wer gerne Dialoge aufmerksam liest, Figuren über ihre Eigenheiten kennenlernt und bei Kartenentscheidungen nicht immer die offensichtlichste Option wählt, findet hier viel Substanz.
Auch Fans von atmosphärischen Rollenspielen, die nicht ausschließlich auf schnelle Action setzen, dürften sich wohlfühlen. Die Präsentation ist eigenständig genug, um nicht wie eine bloße Kopie bekannter Fantasy-Sammelspiele zu wirken. Gerade die Verbindung aus historischem Gefühl, Zeitreise-Motiv und surrealer Erzählweise gibt dem Spiel eine klare Identität.
Weniger geeignet ist es für Spieler, die sofort verständliche Geschichten, kurze automatische Kämpfe oder ein vollständig lineares Fortschrittssystem suchen. Auch wer mit zufallsabhängigen Karten und Sammelmechaniken grundsätzlich nichts anfangen kann, wird sich vermutlich nicht dauerhaft wohlfühlen. In diesem Fall wäre ein klassisches Rollenspiel mit direkter Steuerung und einmaligem Kauf die bessere Wahl.
Ein realistischer Alltagseinsatz sieht für mich so aus: Ich starte das Spiel nicht unbedingt, um eine komplette Handlungseinheit zu beenden, sondern um eine taktische Begegnung zu lösen, Ressourcen zu verwalten oder eine Figur gezielt weiterzuentwickeln. Wenn ich mehr Zeit habe, lasse ich mich auf die Dialoge und die Musik ein. Diese flexible Nutzung ist eine echte Stärke, solange man akzeptiert, dass die erzählerischen Abschnitte nicht immer in kleine, völlig unabhängige Häppchen zerfallen.
Für die technische Einstiegshürde reicht ein Gerät mit Android 8.0 oder neuer. Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 12 Jahren. Diese Angaben sind besonders für Familien relevant, ersetzen aber nicht den Blick darauf, wie stark das Spiel mit dramatischen Situationen, düsteren Motiven und emotional aufgeladenen Figuren arbeitet. Es ist kein kindliches Fantasy-Abenteuer, auch wenn die stilisierte Gestaltung auf den ersten Blick weich wirken kann.
Mein Urteil zur geschlossenen Atmosphäre
Was bei mir am längsten hängen bleibt, ist die Konsequenz, mit der alle Ebenen zusammenarbeiten. Die Bilder erzeugen eine fremde historische Stimmung, die Musik hält sie zusammen, die Dialoge geben den Figuren einen eigenen Rhythmus und die Kartenkämpfe übersetzen dieses Gefühl in konkrete Entscheidungen. Nichts davon ist völlig frei von Reibung, aber gerade die Verbindung macht den Titel unverwechselbar.
Die größte Stärke liegt nicht in einer einzelnen Mechanik. Sie liegt darin, dass das Spiel seine Welt nicht nur erzählt, sondern auch spielbar macht. Das Zusammenführen von Karten, das Warten auf den richtigen Moment und die Entscheidung zwischen sofortigem Nutzen und späterer Kombination passen erstaunlich gut zu einer Geschichte über Zeit und Veränderung.
Die Einschränkungen sollte man trotzdem ernst nehmen. Der Einstieg kann erklärungsbedürftig sein, das Erzähltempo ist nicht immer schnell, und das kostenlose Sammelmodell verlangt einen bewussten Umgang mit Käufen. Wer sich von diesen Punkten stören lässt, wird die schöne Oberfläche allein wahrscheinlich nicht lange tragen. Für mich überwiegt jedoch der Eindruck eines Rollenspiels, das eine klare künstlerische Richtung besitzt und seine taktischen Systeme nicht völlig von der Atmosphäre trennt.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 bei über 85.000 Bewertungen und mehr als einer Million Installationen hat das Spiel bereits ein großes Publikum erreicht. Diese Zahlen sind kein Ersatz für den eigenen Geschmack, passen aber zu meinem Eindruck: Es handelt sich nicht nur um einen kurzlebigen Blickfang, sondern um ein ausgebautes Mobile-RPG mit einer deutlich eigenen Stimme.
Mein abschließender Rat ist deshalb einfach: Gib dem Spiel Zeit, bevor du entscheidest. Spiele nicht nur die ersten Kämpfe, sondern achte darauf, ob dich die Sprache der Welt, die Musik und das langsamere Tempo ansprechen. Wenn du diese Stimmung annimmst, können die Kartenkämpfe überraschend viel Tiefe entwickeln. Wenn du dagegen möglichst direkte Action oder ein unkompliziertes Einzelspieler-Erlebnis suchst, gibt es passendere Alternativen. Für mich bleibt Reverse: 1999 gerade wegen seiner ungewöhnlichen Mischung empfehlenswert: ein atmosphärisches Rollenspiel, dessen Mechanik die Stimmung nicht unterbricht, sondern sie spielbar macht.
Vorteile
- Starke Sprachausgabe mit mehreren Sprachoptionen
- Atmosphärische Musik und detailreiche Soundeffekte
- Rundenbasierte Kämpfe belohnen taktische Planung
- Regelmäßige Events erweitern die Inhalte
- Charaktere besitzen unterschiedliche Rollen und Synergien
Nachteile
- Viele Menüs und Systeme wirken anfangs überladen
- Neue Figuren können ohne passende Teams wenig überzeugen
- Höhere Schwierigkeitsstufen erfordern gezieltes Ressourcenmanagement
- Lange Dialogpassagen sind nicht für jeden Spielertyp geeignet
- Einige Inhalte werden erst nach längerem Fortschritt freigeschaltet
Häufig gestellte Fragen
Was ist Reverse: 1999 und welches Spielprinzip erwartet mich?
Reverse: 1999 ist ein storyorientiertes rundenbasiertes Rollenspiel für Android und iOS. Im Mittelpunkt steht die Zeitwächterin Vertin, die eine mysteriöse Katastrophe überlebt und durch verschiedene Epochen reist. Neben umfangreichen Dialogen und Zwischensequenzen bietet das Spiel taktische Kämpfe, Charakterentwicklung, Sammelmechaniken und eine atmosphärische Präsentation mit historischem und übernatürlichem Einschlag.
Ist Reverse: 1999 kostenlos spielbar oder entstehen wichtige Kosten?
Das Spiel kann grundsätzlich kostenlos heruntergeladen und gespielt werden. Es enthält jedoch optionale In-App-Käufe, mit denen sich unter anderem Spielwährung, Beschwörungen und bestimmte Pakete erwerben lassen. Auch ohne Geld auszugeben ist der Einstieg gut möglich, allerdings können neue Figuren und Ressourcen durch regelmäßiges Spielen, Events und eine gewisse Geduld freigeschaltet werden. Eine Internetverbindung ist normalerweise erforderlich.
Wie funktionieren die Kämpfe in Reverse: 1999?
Die Gefechte laufen rundenbasiert ab und verbinden klassische Teamzusammenstellung mit einem Karten- beziehungsweise Zauberkartensystem. Jede Figur verfügt über eigene Fähigkeiten, Rollen und Affinitäten. Karten können durch geschicktes Kombinieren aufgewertet werden, wodurch stärkere Effekte entstehen. Wer gegnerische Schwächen berücksichtigt, Aktionen sinnvoll plant und die Fähigkeiten der Gruppe abstimmt, hat deutlich bessere Chancen als mit einfachem, unüberlegtem Angreifen.
Brauche ich Vorkenntnisse oder gute Englischkenntnisse, um Reverse: 1999 zu verstehen?
Vorkenntnisse sind nicht notwendig, da die Handlung die wichtigsten Figuren, Begriffe und Ereignisse schrittweise erklärt. Die Geschichte ist allerdings sehr dialoglastig und verwendet teilweise ungewöhnliche Formulierungen, historische Anspielungen sowie eine bewusst stilisierte Sprache. Ob eine deutsche Lokalisierung verfügbar ist, kann je nach Version und Region abweichen. Vor dem Download sollte deshalb geprüft werden, welche Spracheinstellungen tatsächlich angeboten werden.
Für welche Geräte eignet sich Reverse: 1999 und wie viel Zeit nimmt das Spiel ein?
Reverse: 1999 läuft auf vielen aktuellen Android- und iOS-Geräten, benötigt wegen der aufwendigen Grafik, Sprachausgabe und Zwischensequenzen aber ausreichend freien Speicherplatz. Auf älteren Smartphones können längere Ladezeiten oder eine reduzierte Darstellung auftreten. Für tägliche Aufgaben reichen oft kurze Spielsitzungen, während die Hauptgeschichte deutlich mehr Zeit beansprucht. Wer alle Ereignisse, Charaktere und Herausforderungen erleben möchte, sollte regelmäßig spielen.











