Oddworld: Stranger's Wrath
- Bewertung
- 3,1
- Downloads
- 100.000+
- Alter
- USK ab 12 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- Oddworld: Stranger's Wrath
- Kategorie
- Action
- Paketname
- com.oddworld.Stranger
- Entwickler
- Oddworld Inhabitants Inc
- Bewertung
- 3,1
- Version
- 1.0.16
Analyse von Appcrazy
Manche Actionspiele beeindrucken mich sofort und verschwinden trotzdem nach wenigen Tagen wieder vom Gerät. Bei Oddworld: Stranger's Wrath war mein Eindruck etwas differenzierter: Der erste Kontakt lebt von einer ungewöhnlichen Welt, einer eigenwilligen Hauptfigur und einem Spielgefühl, das sich nicht wie gewöhnliche mobile Actionkost anfühlt. Gleichzeitig merkt man recht schnell, dass diese Umsetzung Geduld verlangt. Sie möchte nicht nur kurz unterhalten, sondern eine längere Reise sein, bei der Beobachtung, Vorbereitung und ein kontrolliertes Vorgehen wichtiger sind als blindes Dauerfeuer.
Ich habe hier kein kostenloses Zwischendurchspiel vor mir, sondern ein kostenpflichtiges Actionspiel von Oddworld Inhabitants Inc. Der Preis liegt bei 3,09 €, die Altersfreigabe lautet USK ab 12 Jahren. Das ist eine überschaubare Einstiegshürde, aber sie verändert meine Erwartung: Wer bezahlt, möchte nicht nur einen starken ersten Abend, sondern auch einen Grund, das Spiel später wieder aufzurufen. Genau daran messe ich diesen Titel. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht allein, ob die ersten Stunden Spaß machen, sondern ob die Reise nach dem Reiz der Neuheit noch trägt.
Der starke erste Eindruck und die ersten Spielabende
Der erste Woche gehört klar zu den Stärken. Die Welt wirkt sofort anders als die austauschbaren Militär-, Zombie- oder Fantasy-Szenarien, die man im Actionbereich häufig sieht. Oddworld setzt auf eine schräge, stellenweise raue Atmosphäre und auf Figuren, deren Verhalten nicht wie reine Dekoration wirkt. Ich hatte dadurch eher das Gefühl, in eine eigene Welt einzutauchen, statt nur von einem Level zum nächsten geschoben zu werden.
Die Rolle des Stranger gibt dem Spiel zusätzlich eine klare Identität. Er ist kein austauschbarer Held, den man nur wegen seiner Waffen steuert. Sein Auftreten, seine Aufgaben und die Art, wie er mit der Umgebung umgeht, bestimmen den Ton. Gerade am Anfang macht das neugierig: Ich wollte verstehen, wohin die Reise führt, welche Bewohner wichtig sind und wie sich die einzelnen Situationen lösen lassen.
Das Actionfundament ist dabei zugänglicher, als die ungewöhnliche Präsentation zunächst vermuten lässt. Es gibt direkte Auseinandersetzungen, aber der Reiz liegt nicht nur darin, möglichst schnell auf Gegner zu reagieren. Ich musste häufiger überlegen, aus welcher Richtung ich mich nähere, welches Ziel zuerst Aufmerksamkeit verdient und ob ein offener Angriff wirklich die beste Lösung ist. Diese kleine Verzögerung vor dem Kampf ist wichtig, weil sie das Spiel von einem hektischen Schießstand unterscheidet.
Besonders interessant finde ich die eigenständige Waffenidee. Statt einfach eine Reihe bekannter Pistolen und Gewehre abzuarbeiten, baut das Spiel seinen Kampf um ungewöhnliche Munition und eine entsprechend eigenwillige Jagdlogik auf. Dadurch entsteht ein Wechsel zwischen Beobachten, Auswählen und Handeln. Ich habe nicht jede Begegnung gleich behandelt, sondern mich gefragt, welche Möglichkeit gerade sinnvoll ist. Das ist einer der konkreten Gründe, warum die ersten Sitzungen mehr Tiefe haben als ein typisches mobiles Actionspiel.
Für einen freien Abend funktioniert das sehr gut. Wenn ich etwa eine längere Wartezeit überbrücken möchte und nicht nur drei Minuten Ablenkung suche, kann ich mich auf eine Aufgabe konzentrieren, die Umgebung prüfen und anschließend einen Abschnitt abschließen. Das Spiel belohnt dabei eher Aufmerksamkeit als hektische Fingerbewegungen. Wer auf dem Smartphone oder Tablet gern Spiele mit einer richtigen Kampagne statt endloser Kurzrunden spielt, bekommt hier einen deutlich stärkeren Einstieg als bei vielen üblichen Alternativen.
Die Steuerung ist allerdings der Punkt, an dem mein erster Enthusiasmus etwas gebremst wurde. Touch-Bedienung kann direkte Action nie ganz so präzise vermitteln wie ein Controller oder eine Maus. In ruhigen Momenten fällt das kaum auf, doch sobald mehrere Gegner Druck machen, wird die Übersicht anspruchsvoller. Ich musste meine Bewegungen bewusster planen und durfte nicht erwarten, dass jede Eingabe genau so schnell reagiert wie auf einer klassischen Plattform.
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Wer ein kompatibles externes Steuergerät bevorzugt, sollte diese Möglichkeit als praktische Überlegung sehen, nicht als Pflicht. Mit der Bildschirmsteuerung ist das Spiel grundsätzlich erfahrbar, aber die persönliche Toleranz entscheidet viel. Für mich war sie nach einer Eingewöhnung akzeptabel, während ein Spieler, der bei unpräzisem Zielen sofort frustriert ist, wahrscheinlich schneller an Grenzen stößt. Gerade bei einem kostenpflichtigen Titel lohnt es sich, diesen Unterschied vor dem Kauf ernst zu nehmen.
Warum die Kampagne zunächst mehr als bloße Action bietet
Die einzelnen Situationen fühlen sich nicht ausschließlich wie lineare Schießereien an. Ich musste mich mit Wegen, Gegnerpositionen und dem richtigen Zeitpunkt beschäftigen. Das erzeugt kleine taktische Entscheidungen, ohne das Spiel in eine komplizierte Simulation zu verwandeln. Ein nützlicher Ansatz ist, nicht sofort loszustürmen: Erst die Umgebung lesen, dann ein Ziel auswählen und erst danach die Auseinandersetzung beginnen. Dieser Ablauf spart nicht nur Ärger, sondern macht die besondere Struktur des Spiels sichtbarer.
Ein weiterer nicht ganz offensichtlicher Vorteil ist die Abwechslung zwischen ruhigerem Erkunden und intensiveren Momenten. Wenn jede Minute maximal laut wäre, würde die schräge Welt schnell ermüden. Hier entsteht zumindest anfangs ein Rhythmus, in dem ich mich orientieren, sammeln und anschließend wieder handeln kann. Das ist auch der Grund, warum das Spiel nicht nur für Actionfans interessant ist, sondern für Menschen, die gern eine eigenartige Atmosphäre mit spielerischer Planung verbinden.
Die technische Einordnung ist ebenfalls wichtig. Die mobile Fassung erschien am 08.12.2014 und läuft ab Android 4.1; aktuell wird sie als Version 1.0.16 geführt. Das macht sie nicht automatisch modern. Ich würde deshalb keine Erwartungen an die Bedienung oder Präsentation eines aktuellen Smartphonespiels anlegen. Die ältere Herkunft ist spürbar, kann aber auch angenehm sein: Der Titel versucht nicht, mich ständig mit neuen Menüs, täglichen Belohnungen oder aufdringlichen Unterbrechungen zurückzuholen.
Was nach dem ersten Monat übrig bleibt
Nach dem ersten Monat wird die Beurteilung nüchterner. Der große Vorteil ist, dass das Spiel eine abgeschlossene, charaktervolle Erfahrung anbietet, statt seine gesamte Existenz von wiederkehrenden Aufgaben abhängig zu machen. Ich muss nicht jeden Tag einloggen, um den Wert des Spiels zu erhalten. Wenn ich eine Woche Pause mache, verliere ich keinen Fortschritt durch ein verpasstes Ereignis und komme nicht in eine künstliche Rückstandsspirale.
Das ist für mich ein wichtiger Punkt bei langfristiger Nutzung. Viele mobile Actionspiele leben von kurzen täglichen Routinen, die zunächst praktisch wirken, später aber wie eine Pflicht werden. Stranger's Wrath geht einen anderen Weg. Ich starte es dann, wenn ich wirklich Zeit und Lust auf seine Kampagne habe. Diese Freiheit erhöht den dauerhaften Wert, auch wenn sie gleichzeitig bedeutet, dass das Spiel nicht jeden Monat völlig neue Gründe zum Zurückkehren liefert.
Die wiederkehrende Motivation entsteht vor allem aus dem Wunsch, die Reise weiterzuführen und die ungewöhnliche Welt noch etwas länger zu erleben. Wer eine Geschichte mit klarer Richtung mag, kann daraus genug Antrieb ziehen. Wer dagegen nach dem Abschluss dauerhaft neue Herausforderungen, wechselnde Wettbewerbe oder ein ständig wachsendes System erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Das Spiel ist eher eine feste Reise als ein endloser Dienst.
Im Vergleich zu gewöhnlichen mobilen Actionspielen ist das eine Stärke und eine Schwäche zugleich. Gegenüber kostenlosen Titeln mit Werbung, Energiebegrenzungen oder kaufbaren Vorteilen wirkt der Einstieg angenehm konzentriert. Ich kann mich auf das eigentliche Spiel einlassen, ohne dass jede Pause mit einem Angebot verbunden sein muss. Gegenüber einem modernen Konsolenspiel fehlen dagegen Komfort und technische Frische. Die mobile Version gewinnt durch ihre Eigenständigkeit, nicht durch maximale Aktualität.
Für den Monat-zu-Monat-Wert zählt deshalb die eigene Spielweise. Ich empfehle den Titel besonders Menschen, die eine längere Einzelspieler-Erfahrung in kleinen Abschnitten fortsetzen möchten. Ein realistischer Alltagseinsatz wäre für mich: abends nicht die komplette Sitzung erzwingen, sondern einen überschaubaren Abschnitt spielen, an einem schwierigen Bereich aufhören und beim nächsten Mal mit einem neuen Plan zurückkehren. Weil kein täglicher Druck dahintersteht, passt das besser zu wechselnden Arbeitszeiten oder unregelmäßiger Freizeit als ein Spiel mit festen Aufgabenfenstern.
Wer dagegen nur fünf Minuten pro Tag hat, wird den Aufbau möglicherweise nicht zu schätzen wissen. Die Welt und die Aufgaben brauchen Aufmerksamkeit; sie wirken weniger befriedigend, wenn man ständig unterbrechen muss. Für kurze, voneinander unabhängige Runden ist ein klassisches Arcade-Spiel die bessere Wahl. Stranger's Wrath entfaltet seinen Wert eher dann, wenn ich mich für eine Weile auf denselben Ton und dieselbe Reise einlasse.
Die praktische Seite: Installation, Gewöhnung und Pflege
Mit über 100 K Installationen ist die mobile Fassung nicht völlig unbekannt, aber sie gehört auch nicht zu den Titeln, die auf jedem Gerät selbstverständlich präsent sind. Die durchschnittliche Bewertung von 3,1 bei rund 36 K Bewertungen zeigt mir, dass die Erfahrung nicht alle Spieler gleichermaßen überzeugt. Ich lese diese Zahl nicht als pauschales Urteil über die Qualität, sondern als Hinweis auf eine echte Zugangshürde: Steuerung, Alter der Umsetzung und persönlicher Geschmack spielen hier eine besonders große Rolle.
Die Version 1.0.16 ist ein beruhigender praktischer Rahmen, weil ich nicht mit einer ganz frühen Veröffentlichung starte. Trotzdem sollte man sich nach der Installation etwas Zeit für die Bedienung nehmen. Ich würde nicht sofort in der schwierigsten Situation beurteilen, ob das Spiel funktioniert. Erst die Empfindlichkeit, die Kameraführung und die eigene Fingerposition zu verstehen, macht die späteren Kämpfe fairer einschätzbar.
Ein konkreter Tipp ist, das Gerät nicht nur nach Bildschirmgröße, sondern auch nach Haltung auszuwählen. Auf einem größeren Display kann die Übersicht angenehmer sein, während ein kleines Telefon schneller von Fingern und Bedienelementen überladen wirkt. Das ist keine Nebensache: Bei einem Spiel, das genaue Orientierung verlangt, beeinflusst die Ergonomie direkt den Spaß. Wer häufig unterwegs spielt, sollte außerdem bedenken, dass längere Kampagnenabschnitte nicht dieselbe spontane Eignung wie kurze Runden haben.
Der Wartungsaufwand ist angenehm niedrig, solange man das Spiel als Einzelspielerreise betrachtet. Es gibt keine tägliche Routine, die ich pflegen müsste, und keinen sozialen Terminplan, der mich zurückruft. Dadurch bleibt die Entscheidung bei mir. Ich kann den Titel installieren, eine längere Pause einlegen und später wieder einsteigen, ohne dass sich das Spiel wie eine vernachlässigte Aufgabe anfühlt.
Die eigentliche Pflege besteht eher darin, die eigene Erwartung richtig einzustellen. Ich würde vor dem Start akzeptieren, dass eine ältere mobile Umsetzung nicht jede moderne Komfortfunktion bietet und dass Touch-Steuerung eine Lernphase verlangt. Wer diese beiden Punkte ignoriert, schreibt dem Spiel schnell Probleme zu, die eigentlich aus einem unpassenden Vergleich entstehen. Wer sie einkalkuliert, kann seine Zeit besser einschätzen und entscheidet realistischer, ob 3,09 € gut angelegt sind.
Wo die Langzeitmotivation nachlässt
Die größte Ermüdungsquelle liegt für mich in der Wiederholung des Grundrhythmus. Beobachten, vorbereiten, kämpfen und weiterziehen funktioniert lange, aber nicht unbegrenzt. Wenn die Überraschung der Welt nachlässt, treten die wiederkehrenden Abläufe stärker hervor. Das ist bei einer Kampagne normal, doch hier fällt es besonders auf, weil der ungewöhnliche erste Eindruck die Erwartungen hoch setzt.
Auch die Touch-Steuerung kann mit der Zeit mehr Energie kosten als am Anfang. In einer kurzen Sitzung verzeihe ich einen ungenauen Blick oder eine hektische Eingabe. Nach längerer Spielzeit summieren sich solche kleinen Reibungen. Ich merke dann, dass ich nicht wegen der Handlung aufhöre, sondern weil die Bedienung meine Konzentration stärker beansprucht, als ich möchte. Ein Controller kann diesen Eindruck verbessern, sofern die eigene Ausstattung und das Gerät das sinnvoll unterstützen.
Die Altersfreigabe USK ab 12 Jahren passt zur rauen, eigenwilligen Inszenierung, macht das Spiel aber nicht automatisch für jedes jüngere Familienmitglied geeignet. Ich würde die Entscheidung nicht allein an der Zahl festmachen, sondern daran, ob die Person mit der dunkleren Stimmung und den Auseinandersetzungen umgehen kann. Für Erwachsene ist die Freigabe ohnehin weniger ein Kaufargument als eine nützliche Orientierung für Haushalte, in denen mehrere Personen dasselbe Gerät verwenden.
Ein weiterer Ermüdungspunkt ist die fehlende tägliche Struktur für Spieler, die genau solche Routinen mögen. Das mag zunächst widersprüchlich klingen: Die Abwesenheit von täglichen Aufgaben ist für mich ein Vorteil, kann aber für andere wie ein Mangel wirken. Wer durch kurze Ziele, Ranglisten oder regelmäßige neue Inhalte motiviert wird, findet in diesem Titel wahrscheinlich weniger Halt. Hier gibt es keinen Grund, nur aus Gewohnheit zu starten. Man muss die Welt und die Kampagne tatsächlich mögen.
Ich würde das Spiel außerdem nicht als ideale Wahl für Menschen empfehlen, die ausschließlich schnelle, sofort verständliche Action suchen. Die ungewöhnliche Präsentation und die taktischere Herangehensweise verlangen Offenheit. Wer nach wenigen Minuten eine standardisierte Schießmechanik erwartet, könnte die Besonderheiten eher als Umweg empfinden. In diesem Fall ist ein geradlinigeres Actionspiel die bessere Alternative, auch wenn es weniger eigenständig wirkt.
Für wen sich das Dranbleiben lohnt
Langfristig sehe ich drei klare Zielgruppen. Erstens passt es zu Fans der Oddworld-Welt, die eine weitere eigenständige Reise erleben möchten. Zweitens eignet es sich für Actionspieler, die keine Lust auf Werbung, Energiepunkte und ständige Kaufangebote haben. Drittens ist es interessant für Menschen, die auf dem Mobilgerät eine größere Einzelspielererfahrung suchen und bereit sind, sich an eine ältere Steuerung zu gewöhnen.
Weniger passend ist es für Spieler, die ihr Smartphone hauptsächlich für kurze Pausen nutzen oder moderne Komfortfunktionen als selbstverständlich ansehen. Auch wer den größten Teil seines Spaßes aus Online-Wettbewerb und ständig wechselnden Inhalten zieht, wird wahrscheinlich nicht genug dauerhafte Motivation finden. Das ist kein Fehler im engeren Sinn, sondern eine klare Ausrichtung. Der Titel möchte nicht jede Art von Spieler gleichzeitig bedienen.
Ein nicht offensichtlicher Vorteil für Wiedereinsteiger ist, dass Pausen nicht bestraft werden. Ich kann die Kampagne aus eigenem Antrieb fortsetzen, statt erst mehrere verpasste Systeme nachzuarbeiten. Das macht das Spiel besonders für Erwachsene interessant, deren Freizeit nicht jeden Tag gleich aussieht. Umgekehrt sollte man nicht erwarten, dass eine kurze Rückkehr nach langer Pause sofort dieselbe Spannung erzeugt wie der erste Kontakt. Manchmal braucht die eigenartige Welt ein paar Minuten, bis ihre Stimmung wieder greift.
Die Bewertung von 3,1 und die Zahl von rund 36 K Bewertungen würde ich deshalb im Zusammenhang mit dem Produktcharakter lesen. Ein Titel mit so deutlicher eigener Handschrift polarisiert eher als ein glatt poliertes Standardspiel. Für mich ist entscheidend, ob die ungewöhnliche Atmosphäre und die besondere Kampfidee den Bedienungsaufwand überwiegen. Das tut sie, aber nicht in jeder Sitzung und nicht für jeden Spielertyp.
Mein langfristiges Urteil nach dem Reiz der Neuheit
Oddworld: Stranger's Wrath verdient seinen Platz auf dem Gerät nicht, weil es mich täglich zurückruft, sondern weil es eine eigenständige Kampagne anbietet, die sich von gewöhnlicher mobiler Action abhebt. Der erste Eindruck ist stark, die Welt bleibt erinnerungswürdig, und die Idee hinter den Kämpfen gibt dem Spiel mehr Persönlichkeit als eine austauschbare Waffenliste. Für mich reicht das, um den Kaufpreis zu rechtfertigen, sofern ich eine konzentrierte Einzelspielerreise suche.
Sein dauerhafter Wert ist jedoch nicht grenzenlos. Nach dem ersten Staunen werden die wiederkehrenden Abläufe sichtbarer, und die Touch-Steuerung kann längere Sitzungen anstrengend machen. Wer regelmäßige neue Inhalte oder eine tägliche Motivation braucht, sollte sich lieber nach einer anderen Action-Erfahrung umsehen. Ebenso würde ich den Titel nicht empfehlen, wenn ausschließlich kurze, voneinander getrennte Spielrunden gefragt sind.
Meine Empfehlung fällt daher bewusst bedingt aus: Kaufen würde ich ihn für jemanden, der ungewöhnliche Welten, eigenständige Figuren und eine klassische Kampagne schätzt und sich auf eine gewisse Eingewöhnung einlässt. Ich würde vorher klären, ob die Bedienung auf dem eigenen Gerät angenehm wirkt, und die ersten Sitzungen nicht mit aktuellen Hochglanzproduktionen vergleichen. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, bekommt kein beliebiges Handyspiel, sondern eine charaktervolle Reise, zu der ich auch nach einer Pause gern zurückkehre.
Am Ende bleibt für mich genau dieser Unterschied: Das Spiel lebt nicht von Pflege, Sammeldruck oder künstlicher Dringlichkeit, sondern von seiner Atmosphäre und seinem ungewöhnlichen Kern. Das macht es weniger universell, aber nachhaltiger als viele kurzfristig auffällige Alternativen. Seine größte Stärke ist die eigene Identität; seine größte Schwäche ist, dass diese Identität eine gewisse Geduld verlangt.
Vorteile
- Abwechslungsreiche Mischung aus Ego-Shooter und Third-Person-Action.
- Kopfgeldjagd sorgt für klare Ziele und motivierende Belohnungen.
- Kreative Lebendmunition macht die Kämpfe taktisch und ungewöhnlich.
- Atmosphärische Westernwelt mit schwarzem Humor und eigenständigem Stil.
- Für mobile Geräte optimierte Steuerung mit anpassbaren Bedienelementen.
Nachteile
- Die Handlung startet langsam und erklärt manche Zusammenhänge nur zögerlich.
- Einige Areale wirken trotz der abwechslungsreichen Missionen recht linear.
- Die virtuelle Steuerung benötigt Eingewöhnung
- besonders in hektischen Kämpfen.
- Grafik und Animationen wirken im Vergleich zu modernen Spielen teilweise veraltet.
- Längere Spielabschnitte können auf kleineren Smartphone-Akkus deutlich Energie verbrauchen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Oddworld: Stranger’s Wrath und worum geht es im Spiel?
Oddworld: Stranger’s Wrath ist ein storybasiertes Action-Adventure mit Ego- und Third-Person-Perspektive. Du übernimmst die Rolle des mysteriösen Kopfgeldjägers Stranger, der in einer ungewöhnlichen Wildwest-Welt gefährliche Gesetzlose verfolgt. Neben Schusswechseln spielen Erkundung, Gespräche, Kopfgeldjagden und der kreative Einsatz lebender Munition eine wichtige Rolle. Die Handlung verbindet Humor, skurrile Figuren und eine überraschend persönliche Geschichte.
Ist Oddworld: Stranger’s Wrath für Android und iOS geeignet?
Das Spiel ist grundsätzlich für mobile Geräte mit Android oder iOS interessant, allerdings solltest du vor dem Download die Anforderungen im jeweiligen App Store prüfen. Je nach Smartphone oder Tablet können Betriebssystemversion, Prozessor, Arbeitsspeicher und freier Speicherplatz entscheidend sein. Auf leistungsfähigeren Geräten läuft die überarbeitete mobile Version meist flüssiger. Außerdem kann die Steuerung auf kleinen Bildschirmen etwas Eingewöhnung erfordern.
Wie funktioniert die Steuerung auf dem Smartphone oder Tablet?
Oddworld: Stranger’s Wrath wurde für Touchscreens angepasst und bietet virtuelle Bedienelemente für Bewegung, Kamera und Aktionen. Die Steuerung funktioniert nach kurzer Eingewöhnung ordentlich, kann sich bei hektischen Kämpfen aber weniger präzise als mit einem Controller anfühlen. Falls dein Gerät kompatible Gamepads unterstützt, kann ein Controller das Zielen und Bewegen deutlich angenehmer machen, besonders in längeren Spielsitzungen.
Ist Oddworld: Stranger’s Wrath kostenlos spielbar oder gibt es Kosten?
Oddworld: Stranger’s Wrath wird normalerweise als kostenpflichtiges Premium-Spiel angeboten. Das bedeutet, dass du nach dem Kauf die vollständige Kampagne erhältst und im Regelfall nicht ständig durch Werbung oder typische Energiebegrenzungen unterbrochen wirst. Preise und Verfügbarkeit können sich je nach Plattform, Region und Aktionen ändern. Vor dem Kauf solltest du außerdem prüfen, ob dein Gerät unterstützt wird und genügend Speicherplatz frei ist.
Lohnt sich der Download von Oddworld: Stranger’s Wrath heute noch?
Der Download lohnt sich besonders für Spieler, die ungewöhnliche Welten, eine eigenständige Geschichte und abwechslungsreiche Action-Abenteuer mögen. Das Spiel bietet mehr als einfache Schießereien, da du Kopfgeldziele auf unterschiedliche Weise verfolgen und die besondere Munition taktisch einsetzen kannst. Wer moderne High-End-Grafik oder eine sehr kurze Unterhaltung sucht, könnte jedoch enttäuscht sein. Fans kreativer Einzelspieler-Spiele bekommen dagegen ein umfangreiches und charaktervolles Erlebnis.











