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Mindustry

Bewertung
4,6
Downloads
5.000.000+
Alter
USK ab 6 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
Mindustry
Kategorie
Action
Paketname
io.anuke.mindustry
Entwickler
Anuken
Bewertung
4,6
Version
8-official-159.7
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Ich habe Mindustry nicht als kurzes Actionspiel erlebt, das man startet, ein paar Gegner besiegt und wieder schließt. Es ist eher ein konzentriertes Aufbau- und Verteidigungsspiel, in dem jede Entscheidung zwei Aufgaben erfüllt: Meine Basis muss Angriffe überstehen, während gleichzeitig eine Fabrik Rohstoffe verarbeitet und Nachschub produziert. Genau diese Verbindung macht den Titel von Anuken interessant, verlangt aber auch Geduld.

Der Einstieg wirkt zunächst überschaubar. Ich sammle Material, platziere Förderbänder, versorge Maschinen und errichte Verteidigungsanlagen. Doch schon bald muss ich Wege, Energie, Munition und Produktionsketten gemeinsam planen. Eine Wand schützt nur dann zuverlässig, wenn die Geschütze dahinter versorgt werden. Eine größere Fabrik hilft nicht, wenn der Rohstofffluss an einer kleinen Engstelle stockt. Mindustry belohnt nicht hektisches Klicken, sondern sauberes Denken unter Druck.

Das Spiel ist kostenlos und gehört auf Android in den Bereich der Actionspiele, obwohl seine stärksten Momente eindeutig aus dem Aufbau stammen. Die Altersfreigabe lautet USK ab 6 Jahren. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 bei rund 138.000 Bewertungen und mehr als 5 Millionen Installationen hat es eine große Spielerschaft erreicht. Für mich erklärt sich das vor allem dadurch, dass es ein ungewöhnliches Paket anbietet: Fabrikplanung, Kartenkontrolle und Verteidigung greifen ständig ineinander.

Wie sich der aktuelle Spielablauf anfühlt

Der erste Kontakt mit Rohstoffen und Verteidigung

Am Anfang habe ich nicht versucht, sofort eine perfekte Anlage zu bauen. Das wäre ein Fehler, weil die Oberfläche und die Produktionslogik erst einmal verstanden werden müssen. Stattdessen habe ich eine kurze Förderstrecke eingerichtet, eine einfache Verarbeitung angeschlossen und anschließend geprüft, ob die Verteidigung tatsächlich mit dem benötigten Material versorgt wird. Diese Reihenfolge klingt banal, verhindert aber viele typische Anfängerprobleme.

Die zentrale Frage lautet nicht nur: „Was kann ich bauen?“ Viel wichtiger ist: „Was muss zuerst zuverlässig funktionieren?“ Wenn die Basis angegriffen wird, hilft mir eine beeindruckende Fabrik wenig, wenn die Geschütze leer bleiben. Umgekehrt kann eine starke Verteidigung die Niederlage nur hinauszögern, wenn ich keine Rohstoffe für Reparaturen und Erweiterungen nachproduziere. Ich plane deshalb lieber in kleinen, stabilen Abschnitten als in einer riesigen Anlage, die auf dem Papier effizient aussieht.

Die Actionseite bleibt dabei präsent. Angriffe unterbrechen den ruhigen Aufbau und zwingen mich, Prioritäten neu zu setzen. Ich kann nicht jede Produktionslinie gleichzeitig optimieren. Manchmal muss ich eine geplante Erweiterung abbrechen, um eine zusätzliche Schutzschicht zu errichten. In anderen Situationen ist es klüger, einen riskanten Bereich zunächst nicht auszubauen und stattdessen einen sicheren Rohstofffluss zu etablieren.

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Warum die Fabrik mehr als Dekoration ist

Viele Spiele setzen auf eine Basis, die hauptsächlich als Kulisse für Kämpfe dient. Hier ist das anders. Die Fabrik ist mein eigentliches Werkzeug. Förderbänder, Verarbeiter und Verteidigungsanlagen bilden ein zusammenhängendes System. Jede Umleitung kann die gesamte Versorgung verändern, und eine neue Maschine braucht oft mehr Platz, als ich zunächst vermutet habe.

Ein nützlicher Arbeitsablauf besteht darin, die wichtigsten Wege nicht direkt an die Kartenränder zu quetschen. Ich lasse bewusst etwas Raum für spätere Abzweigungen. Das kostet am Anfang Fläche, spart später aber viel Umbauarbeit. Besonders bei längeren Partien ist dieser Abstand wertvoll, weil eine zusätzliche Produktionsstufe sonst schnell die gesamte Linie blockiert.

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Ein zweiter Tipp betrifft die Reihenfolge der Erweiterungen. Ich baue nicht zuerst möglichst viele Maschinen, sondern prüfe, welche Ressource den nächsten Engpass bildet. Wenn das Material am Anfang nicht schnell genug ankommt, bringt eine weitere Verarbeitungsmaschine kaum etwas. Wenn dagegen die Produktion läuft, aber die Verteidigung nicht nachkommt, sollte ich den Nachschub verbessern, bevor ich das Fabrikgelände vergrößere.

Die Karte als taktische Ressource

Die Umgebung ist nicht einfach ein leerer Hintergrund. Platz, Wege und Rohstoffvorkommen bestimmen, wie komfortabel oder riskant meine Anlage wird. Eine kompakte Basis ist leichter zu schützen, kann aber bei der Produktion schnell zu eng werden. Eine weitläufige Fabrik bietet mehr Möglichkeiten, erzeugt jedoch längere Transportwege und zusätzliche Schwachstellen.

Ich achte deshalb früh darauf, welche Bereiche später als Durchgang, Puffer oder Verteidigungslinie dienen könnten. Ein scheinbar nutzloser Streifen kann sich als wichtiger Korridor für Förderbänder erweisen. Wer jeden freien Platz sofort bebaut, verbaut sich oft die beste Lösung für die nächste Ausbaustufe.

Das ist einer der Punkte, an denen sich Mindustry deutlich von gewöhnlichen mobilen Actionspielen unterscheidet. Bei einem klassischen Shooter zählt vor allem die Reaktion im Moment. Hier entscheidet die Vorbereitung oft schon vor dem ersten Angriff, ob ich später ruhig reagieren kann oder nur noch Schäden repariere.

Was die aktuelle Version für den Eindruck bedeutet

Die derzeitige Fassung trägt die Versionsbezeichnung 8-official-159.7. Für mich ist dabei weniger die Nummer selbst entscheidend als der Eindruck eines Spiels, das über Jahre weitergeführt wurde und inzwischen eine klar ausgeprägte Identität besitzt. Es wirkt nicht wie ein unfertiger Prototyp, der erst noch herausfinden muss, ob Aufbau oder Action im Mittelpunkt stehen sollen.

Gleichzeitig würde ich aus einer aktuellen Versionsnummer keine Versprechen über kommende Inhalte ableiten. Wer auf regelmäßige Überraschungen oder eine bestimmte zukünftige Funktion wartet, sollte die Entwicklung nicht mit Erwartungen füllen, die das Spiel selbst nicht garantiert. Ich bewerte lieber das, was jetzt funktioniert: die Verbindung aus Ressourcenplanung, Basisbau und Angriffen.

Für wen sich das Spiel besonders eignet

Mindustry passt gut zu mir, wenn ich gerne Systeme auseinandernehme und wieder zusammensetze. Ich kann mich lange damit beschäftigen, eine ineffiziente Linie zu verbessern, eine Verteidigungszone neu zu ordnen oder eine Basis so umzubauen, dass sie weniger anfällig für Engpässe ist. Auch Spieler, die lieber selbst Lösungen finden als ständig durch Dialoge geführt zu werden, dürften hier viel entdecken.

Für kurze Pausen funktioniert es ebenfalls, allerdings nicht immer auf dieselbe Weise. Ein kleiner Umbau lässt sich gut zwischendurch erledigen. Eine neue Karte oder eine größere Produktionskette verlangt dagegen Konzentration. Ich würde das Spiel deshalb nicht als reine Nebenbei-Unterhaltung empfehlen, bei der man jederzeit ohne Nachdenken einsteigen kann.

Wer schnelle Belohnungen, spektakuläre Animationen oder eine sehr direkte Steuerung wie in einem einfachen Arena-Shooter erwartet, könnte enttäuscht sein. Die Spannung entsteht langsam. Oft freue ich mich nicht über einen einzelnen Treffer, sondern darüber, dass eine komplette Versorgungskette endlich ohne Unterbrechung läuft.

Praktische Situationen im Alltag

Wenn ich nur wenige Minuten habe, öffne ich eine bestehende Basis und suche nach einem konkreten Problem: ein leer laufendes Geschütz, ein überlasteter Abschnitt oder ein Rohstoff, der nicht schnell genug verarbeitet wird. Dadurch kann ich eine kleine Aufgabe abschließen, ohne eine neue Partie zu beginnen. Diese Art des Spielens fühlt sich produktiver an als zielloses Herumprobieren.

Am Wochenende eignet sich Mindustry eher für längere Sitzungen. Dann kann ich eine Karte von Grund auf planen, die erste Verteidigung stabilisieren und anschließend die Fabrik vergrößern. Der Übergang von improvisierten Lösungen zu einem geordneten Netzwerk ist besonders befriedigend. Ich sehe direkt, wie eine kleine Änderung an einer Stelle mehrere Probleme an anderer Stelle löst.

Für gemeinsames Spielen würde ich vorher klären, ob alle Beteiligten Freude an Planung und Ressourcenverwaltung haben. Das Spielprinzip lebt nicht nur vom Kampf. Eine Person, die ausschließlich Action erwartet, könnte sich schnell langweilen, während jemand mit Interesse an Logistik wahrscheinlich genau die Aufgaben übernimmt, die mir manchmal zu viel werden.

Die wichtigsten Kniffe für einen besseren Start

Mein erster konkreter Rat ist, Förderbänder nicht automatisch auf die kürzeste Strecke zu legen. Eine etwas längere, übersichtlichere Route kann später leichter erweitert werden. Besonders hilfreich ist es, Kreuzungen und Engstellen bewusst zu markieren, statt sie zufällig entstehen zu lassen. So erkenne ich schneller, wo eine Produktionskette tatsächlich ausgebremst wird.

Der zweite Rat betrifft Verteidigung. Ich setze sie nicht nur an den äußersten Rand, sondern denke darüber nach, was passiert, wenn eine äußere Linie fällt. Eine zweite, kleinere Sicherung kann wertvoller sein als eine einzige starke Position. Das kostet zusätzliche Ressourcen, gibt mir aber Zeit, einen Fehler zu korrigieren, bevor die gesamte Basis zusammenbricht.

Drittens trenne ich beim Umbau möglichst klar zwischen bestehender Versorgung und neuen Experimenten. Ich verändere nicht gleichzeitig jede Leitung, während ein Angriff läuft. Stattdessen baue ich einen neuen Abschnitt zunächst neben der funktionierenden Anlage auf und ersetze die alte Route erst, wenn der neue Weg zuverlässig arbeitet. Dieser vorsichtige Ansatz wirkt langsamer, verhindert aber Kettenreaktionen.

Ein weiterer fortgeschrittener Gedanke ist die Nutzung von Zwischenlagern als Puffer. Ich verlasse mich nicht darauf, dass jede Maschine permanent mit exakt der richtigen Geschwindigkeit beliefert wird. Ein kleiner Vorrat kann kurze Schwankungen auffangen und verhindert, dass ein Geschütz oder eine Verarbeitungslinie sofort stillsteht. Der Nachteil ist zusätzlicher Platzbedarf, weshalb ich solche Puffer gezielt und nicht überall einsetze.

Wo die Bedienung Geduld verlangt

Auf einem mobilen Bildschirm ist die Übersicht nicht immer so angenehm wie am größeren Monitor. Je dichter die Basis wird, desto schwieriger kann es sein, einzelne Leitungen, Maschinen oder Verteidigungsanlagen sauber auseinanderzuhalten. Ich musste mir angewöhnen, nicht zu schnell zu bauen und nach jedem größeren Abschnitt kurz zu prüfen, ob die Wege noch verständlich sind.

Auch das Platzieren kann sich weniger direkt anfühlen als in einem Spiel, das vollständig für schnelle Touch-Eingaben entwickelt wurde. Kleine Korrekturen benötigen Aufmerksamkeit. Wer häufig zwischen Übersicht, Bauauswahl und laufendem Angriff wechselt, sollte sich Zeit lassen, damit aus einem Bedienfehler kein Produktionsausfall wird.

Diese Reibung ist kein Grund, das Spiel grundsätzlich abzulehnen, aber sie beeinflusst die Gerätewahl. Auf einem größeren Display fällt mir die Planung leichter. Auf einem kleineren Smartphone ist das Spiel weiterhin möglich, doch ich empfinde komplexe Umbauten dort als anstrengender. Für kurze Reparaturen reicht das Telefon, für lange Fabrikprojekte bevorzuge ich mehr Bildschirmfläche.

Vergleich mit typischen Alternativen

Im Vergleich zu einem gewöhnlichen Tower-Defense-Spiel bietet Mindustry deutlich mehr Kontrolle über die Vorbereitung. Ich stelle nicht nur Türme an festen Punkten auf, sondern baue die Versorgung, die Verarbeitung und die Verteidigung als gemeinsames Netzwerk. Das führt zu mehr Freiheit, aber auch zu mehr Verantwortung. Wer eine klare, vorgegebene Lösung bevorzugt, findet klassische Tower-Defense-Titel wahrscheinlich zugänglicher.

Gegenüber reinen Fabrikspielen ist der Unterschied der ständige Druck durch Angriffe. In einem entspannten Automatisierungsspiel kann ich eine ineffiziente Linie oft in Ruhe untersuchen. Hier kann ein Umbau genau dann nötig werden, wenn die Zeit knapp ist. Das macht die Entscheidungen spannender, aber auch weniger gemütlich.

Im Vergleich zu schnellen Actionspielen ist der direkte Kampf weniger der alleinige Mittelpunkt. Meine Reaktion zählt, doch sie kann schlechte Planung nicht dauerhaft ausgleichen. Wenn ich ein Spiel suche, das mich sofort mit kurzen Gefechten beschäftigt, würde ich eine andere Kategorie wählen. Wenn ich dagegen Action mit Logistik verbinden möchte, ist dieser Titel ungewöhnlich konsequent.

Was bestehende Spieler an der Entwicklung merken

Die aktuelle Version wirkt auf mich wie der Stand eines Spiels, das nicht nur auf einen kurzen Ersteindruck ausgelegt ist. Für neue Spieler bedeutet das eine größere Lernkurve, weil mehrere Systeme zusammenkommen. Für erfahrene Spieler ist genau diese Tiefe der Grund, warum sich bekannte Abläufe weiter optimieren lassen.

Wer schon früher gespielt hat, sollte beim Wiedereinstieg nicht blind jede alte Gewohnheit übernehmen. Ich prüfe zunächst die aktuelle Produktionslogik und baue eine kleine Teststrecke, bevor ich eine große Basis nach einem alten Muster errichte. So erkenne ich schneller, ob mein früherer Aufbau noch sinnvoll ist oder ob ich ihn nur aus Gewohnheit wiederhole.

Die Entwicklung hat den Charakter des Spiels nicht in Richtung eines einfachen Gelegenheitstitels gedrängt. Das ist eine Stärke für Fans der Fabrikplanung, kann aber für Rückkehrer ungewohnt sein, die eine sofortige, unkomplizierte Runde erwarten. Ich würde deshalb mit einer überschaubaren Basis neu anfangen, statt direkt das anspruchsvollste Projekt fortzusetzen.

Welche Lücken im Alltag auffallen

Die größte Hürde bleibt die Verständlichkeit für Einsteiger. Das grundlegende Ziel ist schnell klar, aber die Folgen einer falschen Produktionsentscheidung zeigen sich manchmal erst später. Ich musste lernen, Fehler nicht als bloße Niederlage zu sehen, sondern als Hinweis darauf, welche Verbindung in meiner Planung fehlte.

Eine zweite Schwäche ist die mentale Belastung bei großen Anlagen. Je mehr Systeme gleichzeitig laufen, desto weniger genügt ein flüchtiger Blick. Ich kann mich leicht in kleinen Verbesserungen verlieren und dabei übersehen, dass die äußere Verteidigung bereits unter Druck steht. Das Spiel fordert deshalb regelmäßige Kontrollrunden durch die Basis.

Auch die mobile Darstellung kann bei komplexen Konstruktionen an Grenzen stoßen. Das ist nicht nur eine Frage der Leistung, sondern der Lesbarkeit. Wenn viele Elemente dicht nebeneinander liegen, brauche ich mehr Zeit, um Ursache und Wirkung zu unterscheiden. Für Spieler, die lieber mit wenigen klaren Entscheidungen arbeiten, ist das möglicherweise zu kleinteilig.

Ich würde Mindustry außerdem nicht jedem empfehlen, der ein vollständig passives Aufbauspiel sucht. Die Angriffe verändern den Rhythmus und machen eine falsche Priorität spürbar. Wer lieber ohne Zeitdruck dekoriert, optimiert und ausprobiert, findet in ruhigeren Fabrikspielen wahrscheinlich die angenehmere Umgebung.

Worauf ich bei der weiteren Nutzung achten würde

Bei einem Spiel mit dieser Mischung beobachte ich vor allem, ob neue Inhalte die Balance zwischen Zugänglichkeit und Tiefe bewahren. Mehr Möglichkeiten sind nicht automatisch besser, wenn der Einstieg dadurch noch schwerer wird. Für mich wäre eine gute Weiterentwicklung eine, die erfahrenen Spielern neue Planungsaufgaben gibt, ohne Anfänger mit unnötiger Komplexität zu überfordern.

Ebenso wichtig ist die Übersicht bei großen Fabriken. Je länger eine Partie dauert, desto wertvoller werden klare Rückmeldungen über Engpässe, Versorgung und Verteidigung. Ich möchte nicht nur sehen, dass etwas ausfällt, sondern schnell verstehen, an welcher Stelle die Ursache liegt. Das entscheidet darüber, ob ein Problem spannend oder einfach nur frustrierend wirkt.

Von zukünftigen Änderungen erwarte ich keine bestimmte Funktion, die nicht angekündigt wurde. Ich würde vielmehr darauf achten, ob der aktuelle Kern weiterhin sauber zusammenspielt: Rohstoffe müssen sinnvoll in Produktion übergehen, die Basis muss auf Angriffe reagieren können, und Umbauten sollten sich trotz ihrer Komplexität nachvollziehbar anfühlen.

Mein Urteil nach dem Spielen

Mindustry ist für mich ein ungewöhnliches Actionspiel, weil seine besten Momente nicht allein im Gefecht entstehen. Ich erinnere mich eher an die Situation, in der eine chaotische Anlage nach mehreren Umbauten endlich stabil lief und die Verteidigung nicht mehr ständig auf Nachschub warten musste. Dieses Gefühl ist langsam aufgebaut, dafür aber sehr befriedigend.

Der kostenlose Zugang macht den Einstieg leicht. Gleichzeitig sollte niemand erwarten, sofort alles zu verstehen. Ich empfehle, kleine Ziele zu setzen, Produktionswege mit Abstand zu planen und während eines Angriffs nicht die komplette Basis umzubauen. Wer diese Lernkurve akzeptiert, bekommt ein Spiel, das deutlich mehr Tiefe bietet als die kurze Zusammenfassung im Store vermuten lässt.

Für mich ist es besonders stark, wenn ich gerne tüftele und nicht vor Fehlern zurückschrecke. Es ist weniger geeignet, wenn ich schnelle Action ohne Aufbaupausen oder eine komplett entspannte Spielerfahrung suche. Die Version 8-official-159.7 präsentiert einen klar entwickelten Kern, dessen Reiz aus dem Zusammenspiel von Fabrik und Verteidigung kommt.

Mein abschließender Eindruck fällt deshalb positiv, aber nicht blind begeistert aus: Mindustry ist eine gute Wahl für Spieler, die ihre eigene Lösung bauen und unter Druck verbessern möchten. Ich würde es einem Freund empfehlen, der Logistik spannend findet und bereit ist, sich durch die ersten komplizierten Produktionsketten zu arbeiten. Wer dagegen sofortige Übersicht und kurze, unkomplizierte Runden braucht, sollte eher bei einem klassischeren Action- oder Tower-Defense-Spiel bleiben.

Vorteile

  • Komplexe Fabrikplanung bietet langfristig viel kreativen Spielraum.
  • Viele Einheiten und Verteidigungsanlagen sorgen für taktische Abwechslung.
  • Der Karteneditor ermöglicht eigene Szenarien und Spielwelten.
  • Lokaler Mehrspielermodus funktioniert auch ohne dauerhaftes Onlinekonto.
  • Open-Source-Charakter sorgt für transparente Entwicklung und viele Erweiterungen.

Nachteile

  • Die Bedienung auf kleinen Smartphone-Displays kann schnell unübersichtlich werden.
  • Einsteiger werden durch zahlreiche Ressourcen und Produktionsketten gefordert.
  • Lange Partien können auf älteren Geräten die Akkulaufzeit stark verkürzen.
  • Der minimalistische Grafikstil wirkt nicht für jeden Spieler ansprechend.
  • Fortschritte und Strategien erfordern oft viel Zeit und geduldiges Ausprobieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Mindustry und welches Spielprinzip erwartet mich?

Mindustry ist eine Mischung aus Tower Defense, Fabrikaufbau und Echtzeitstrategie. Du sammelst Rohstoffe, errichtest Förderbänder und Produktionsanlagen, stellst Munition sowie Bauteile her und verteidigst deine Basis gegen anrückende Gegner. Der Einstieg wirkt zunächst etwas komplex, weil viele Systeme miteinander verbunden sind. Nach den ersten Missionen wird jedoch klar, wie wichtig Planung, Automatisierung und ein sinnvoll aufgebautes Verteidigungsnetz sind.

Ist Mindustry kostenlos und gibt es In-App-Käufe oder Werbung?

Mindustry ist auf vielen Plattformen als kostenloses Open-Source-Spiel erhältlich und setzt nicht auf ein klassisches Free-to-Play-Modell mit ständig eingeblendeter Werbung. Je nach Store oder Plattform können sich Verfügbarkeit, Preis und Installationsbedingungen unterscheiden. Vor dem Download solltest du deshalb den jeweiligen Eintrag prüfen. Grundsätzlich steht das Spielerlebnis aber nicht im Mittelpunkt eines Systems, das dich regelmäßig zu Käufen drängt.

Benötigt Mindustry eine Internetverbindung zum Spielen?

Die wichtigsten Spielmodi von Mindustry lassen sich offline spielen, darunter Kampagnenmissionen und verschiedene Einzelspieler-Szenarien. Eine Internetverbindung kann jedoch erforderlich sein, wenn du Multiplayer-Partien beitreten, Karten herunterladen oder bestimmte Online-Funktionen nutzen möchtest. Das macht die App besonders praktisch für unterwegs. Für ein vollständig reibungsloses Erlebnis solltest du Inhalte und mögliche Updates möglichst vorher über WLAN laden.

Ist Mindustry für Anfänger geeignet oder zu kompliziert?

Mindustry ist grundsätzlich auch für Einsteiger geeignet, richtet sich aber an Spieler, die Freude an komplexen Systemen und strategischer Planung haben. Zu Beginn musst du dich mit Ressourcen, Energie, Flüssigkeiten, Produktion und Verteidigung beschäftigen. Die Lernkurve ist daher spürbar, aber fair. Wer sich Zeit nimmt und seine Fabrik Schritt für Schritt erweitert, versteht die Abläufe meist schnell und wird mit viel taktischer Freiheit belohnt.

Welche Multiplayer- und Modding-Möglichkeiten bietet Mindustry?

Ein großer Vorteil von Mindustry ist die aktive Community rund um Multiplayer, benutzerdefinierte Karten und Mods. Du kannst je nach Version und Plattform gemeinsam mit anderen spielen oder zusätzliche Inhalte ausprobieren, die neue Einheiten, Ressourcen, Regeln und Szenarien hinzufügen. Die Qualität solcher Erweiterungen kann unterschiedlich ausfallen. Außerdem solltest du bei Downloads aus externen Quellen vorsichtig sein und nur vertrauenswürdige Inhalte verwenden.

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