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NV Charts GPS Navigation AIS

Bewertung
4,2
Downloads
100.000+
Alter
USK ab 0 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
NV Charts GPS Navigation AIS
Paketname
com.plongo.nvcharts
Entwickler
NV CHARTS
Bewertung
4,2
Version
2.753.253
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Wer mit einem Smartphone oder Tablet navigieren möchte, erwartet zunächst eine einfache Antwort: App öffnen, Position sehen, Route planen und losfahren. Bei NV Charts GPS Navigation AIS ist die Wirklichkeit etwas nautischer. Die Anwendung von NV CHARTS richtet sich an Menschen, die mit Seekarten des NV Verlags arbeiten wollen, und genau darin liegt ihre Stärke – aber auch der wichtigste Punkt, an dem Einsteiger ins Stocken geraten können. Sie ist keine gewöhnliche Straßenkarten-App, die man ohne Vorbereitung spontan verwendet.

Ich sehe sie vor allem als Werkzeug für die Vorbereitung und Begleitung einer Fahrt auf dem Wasser. Die App gehört zur Kategorie Karten und Navigation, ist kostenlos erhältlich und hat im Google-Play-Umfeld eine durchschnittliche Bewertung von 4,2 bei rund 3.100 Bewertungen. Mehr als 100.000 Installationen zeigen, dass sie nicht nur für eine winzige Gruppe gedacht ist. Trotzdem sollte man mit der richtigen Erwartung an sie herangehen: Der Nutzen hängt stark davon ab, ob die passenden NV-Verlagskarten vorhanden sind und ob das eigene Gerät, die Positionsbestimmung und die persönliche Arbeitsweise zusammenpassen.

Wo die ersten Schwierigkeiten meistens entstehen

Die häufigste Hürde liegt meiner Erfahrung nach nicht in der eigentlichen Kartenansicht, sondern in der Frage, was die App nach der Installation leisten soll. Wer eine komplett fertige Navigation mit sofort sichtbaren weltweiten Karten erwartet, kann enttäuscht sein. Die Anwendung ist auf die Nutzung mit Seekarten des NV Verlags ausgelegt. Deshalb sollte man vor dem ersten Auslaufen klären, welche Kartenregion man benötigt und wie man diese in den eigenen Ablauf einordnet.

Das klingt banal, spart aber später viel Zeit. Bei einer Fahrt ist es unangenehm, erst am Steg festzustellen, dass zwar die App installiert ist, aber die gewünschte Region nicht so bereitsteht, wie man sie für die Planung braucht. Ich würde die Kartenansicht deshalb nicht erst während des Ablegens testen. Besser ist ein ruhiger Check an Land: App starten, die relevante Gegend suchen, den Maßstab verändern und prüfen, ob die Darstellung für die eigene Route verständlich bleibt.

Ein zweiter Stolperstein ist die Verwechslung von Kartenanzeige und zuverlässiger Positionsquelle. Eine Seekarte kann korrekt dargestellt werden, während das Gerät gerade keine brauchbare Position liefert. Umgekehrt kann ein GPS-Signal vorhanden sein, aber die erwartete Karte ist nicht passend vorbereitet. Diese beiden Dinge sollte man getrennt betrachten. Wenn der eigene Standort nicht erscheint, ist nicht automatisch die Karte schuld; wenn eine Region leer oder unvollständig wirkt, muss man nicht sofort das GPS verdächtigen.

Auch die Bezeichnung AIS kann falsche Erwartungen wecken. Ich würde die App nicht als alleinige Sicherheitslösung behandeln. Eine mobile Anwendung kann bei der Orientierung helfen, ersetzt aber weder die Aufmerksamkeit an Bord noch die üblichen nautischen Verfahren und Geräte. Gerade bei schlechter Sicht, dichtem Verkehr oder schwierigen Wetterbedingungen sollte die App nur ein Teil des gesamten Situationsbildes sein.

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Vor der ersten Fahrt die richtige Ausgangslage schaffen

Mein sinnvollster Vorbereitungsschritt ist eine kurze Trockenübung. Ich würde die App an einem Ort öffnen, an dem ich nicht unter Zeitdruck stehe, und den Ablauf einmal vollständig durchgehen: Karte öffnen, die gewünschte Region finden, die Ansicht auf einen brauchbaren Maßstab bringen und die eigene Position beobachten. Dabei merkt man schnell, ob die Bedienung auf dem eigenen Bildschirm angenehm ist oder ob man ständig hinein- und herauszoomen muss.

Für ein Smartphone ist die kleinere Anzeige ein praktischer Vorteil, wenn man nur kurz die Position kontrollieren möchte. Für längere Planung finde ich ein größeres Display angenehmer, weil Küstenlinien, Fahrwasser und sonstige Kartenelemente nicht so gedrängt wirken. Das ist kein Fehler der App, sondern ein typischer Zielkonflikt mobiler Navigation: Ein kleines Gerät ist handlich, ein großes Gerät lässt sich besser lesen.

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Ebenso wichtig ist der Zustand des Geräts. Ein niedriger Akkustand, ein ungünstiger Montageort oder ein schlecht ablesbarer Bildschirm können die Nutzung stärker beeinträchtigen als die App selbst. Wer das Smartphone unter einer Abdeckung oder in direkter Sonne verwendet, sollte die Lesbarkeit vorab prüfen. Ich würde außerdem nicht erst während der Fahrt herausfinden wollen, dass die Bedienung mit nassen Fingern oder in einer Halterung deutlich umständlicher ist.

Die App selbst ist kostenlos, allerdings werden In-App-Käufe über Google Play im Bereich von 0,99 Euro bis 49,99 Euro angeboten. Für mich ist das ein Grund, vor dem Kauf genau zu prüfen, welcher Inhalt tatsächlich benötigt wird. Nicht jeder Nutzer braucht dieselbe Kartenabdeckung, und eine spontane Entscheidung im Hafen ist selten die beste. Die Preisstufen sollte man als Teil der Reiseplanung betrachten, nicht als Nebensache.

Einrichtung ohne unnötige Umwege

Bei der Installation sollte man zuerst darauf achten, dass das eigene Gerät die technischen Voraussetzungen erfüllt. Als Mindestanforderung ist Android 9 genannt. Wer ein älteres Gerät verwendet, sollte daher nicht nur auf den freien Speicher oder den Akkustand schauen, sondern auch auf die Android-Version. Eine nicht passende Systembasis lässt sich nicht durch wiederholtes Installieren beheben.

Danach würde ich die Anwendung einmal vollständig öffnen und ihr Zeit geben, die verfügbaren Inhalte sauber darzustellen. Wenn eine Karte verzögert erscheint, sollte man nicht sofort mehrfach tippen oder die App ständig schließen. Gerade bei mobilen Anwendungen kann hektisches Wechseln zwischen Ansichten den Eindruck erwecken, etwas sei verloren gegangen, obwohl die Darstellung nur noch nicht fertig aufgebaut ist.

Ein nützlicher Test besteht darin, nicht direkt mit der geplanten Hauptfahrt zu beginnen. Ich würde eine bekannte Küstenregion auswählen und dort mehrere Maßstäbe ausprobieren. So erkennt man, wie schnell die Ansicht reagiert und welche Zoomstufe man später für die Übersicht beziehungsweise für die nähere Orientierung verwenden möchte. Die beste Kartenansicht ist nicht automatisch die am stärksten vergrößerte. Für die grobe Planung braucht man Überblick; für die Kontrolle einer engeren Passage braucht man mehr Detail.

Wer die App auf mehreren Geräten verwenden möchte, sollte den eigenen Ablauf vorher festlegen. Ein Gerät kann zur Planung dienen, während ein anderes unterwegs griffbereit bleibt. Entscheidend ist dann, dass man nicht erst im Notfall herausfinden muss, welche Inhalte auf welchem Gerät verfügbar sind. Ich würde die Hauptkarte und die wichtigsten Ansichten auf dem Gerät testen, das tatsächlich an Bord verwendet wird.

Wenn die Position plötzlich nicht mehr stimmt

Ein realistisches Alltagsszenario sieht so aus: Man sitzt vor der Abfahrt im Cockpit, die Karte ist geöffnet, aber der eigene Standort bewegt sich nicht oder erscheint an einer unerwarteten Stelle. Der erste Impuls ist oft, die App als Ursache zu betrachten. Sinnvoller ist eine kurze Reihenfolge von Prüfungen. Zuerst sollte man kontrollieren, ob die Standortbestimmung des Geräts grundsätzlich aktiv ist und ob das Gerät eine freie Sicht beziehungsweise eine günstige Empfangssituation hat.

Danach hilft ein Blick auf die Kartenansicht. Manchmal befindet sich der Standort nicht dort, wo man ihn erwartet, weil die Ansicht verschoben oder stark vergrößert wurde. In diesem Fall ist die Position nicht unbedingt weg; sie liegt nur außerhalb des sichtbaren Ausschnitts. Ich würde deshalb erst die Kartenansicht neu ordnen, bevor ich die Anwendung neu installiere oder Einstellungen zurücksetze.

Bleibt die Position weiterhin aus, sollte man die App schließen und nach kurzer Pause erneut öffnen. Das ist keine elegante Lösung, aber eine vernünftige allgemeine Maßnahme, wenn eine mobile Anwendung den Standortdienst nicht mehr sauber übernimmt. Wichtig ist dabei, nicht gleichzeitig mehrere Dinge zu verändern. Wer App, Geräteeinstellungen und Karteninhalte parallel zurücksetzt, weiß anschließend nicht mehr, welche Maßnahme geholfen hat.

Bei einer Fahrt sollte man sich außerdem nicht auf eine einzige Anzeige verlassen. Wenn die Position unplausibel wirkt, sind Sichtzeichen, Kompass, vorhandene Bordinstrumente und die eigene Navigationserfahrung weiterhin wichtig. Eine Karten-App ist hilfreich, aber sie nimmt einem die Verantwortung für die Kontrolle der tatsächlichen Umgebung nicht ab.

So fängt man sich nach einem Bedienfehler wieder

Ein häufiger Fehler ist, die Karte beim Verschieben aus dem aktuellen Bereich zu bringen und anschließend zu glauben, die Navigation sei unterbrochen. Tatsächlich sieht man dann möglicherweise nur nicht mehr den Ausschnitt, in dem sich das eigene Boot befindet. Mein Vorgehen wäre: zuerst den Maßstab etwas zurücknehmen, die Karte wieder auf die bekannte Region bringen und anschließend die Position erneut suchen.

Wenn eine geplante Ansicht nicht mehr so aussieht wie zuvor, sollte man nicht sofort alle Inhalte löschen. Zuerst lohnt sich ein Neustart der App. Falls das nicht hilft, würde ich das Gerät selbst neu starten und danach nur die grundlegenden Funktionen prüfen. Ein vollständiges Entfernen und erneutes Installieren ist eher der letzte Schritt, weil dabei je nach persönlichem Ablauf zusätzliche Einrichtung nötig werden kann.

Besonders vorsichtig wäre ich bei Änderungen unmittelbar vor dem Ablegen. Eine neue Version kann sinnvoll sein, aber ein Update sollte man nicht zum ersten Mal in einer zeitkritischen Situation testen. Die aktuelle Version ist 2.753.253. Für mich bedeutet das vor allem: Die App wird weiter gepflegt, trotzdem sollte jede Änderung zunächst an Land geprüft werden, bevor sie Teil des eigenen Bordablaufs wird.

Wenn Inhalte nach einem Neustart nicht wie erwartet erscheinen, würde ich zuerst prüfen, ob ich wirklich die richtige Region und den passenden Kartenbereich geöffnet habe. Danach kommt die Verbindung des Geräts infrage. Erst wenn diese einfachen Ursachen ausgeschlossen sind, lohnt sich eine weitergehende Fehlersuche. Diese Reihenfolge klingt unspektakulär, verhindert aber, dass man aus einer falschen Ansicht ein großes technisches Problem macht.

Wann die App nicht die Ursache ist

Bei mobiler Navigation gibt es mehrere Fehlerquellen außerhalb der Anwendung. Ein schwaches oder wechselndes GPS-Signal, ungünstige Bedingungen für das Gerät, ein leerer Akku oder ein schlecht positionierter Bildschirm können die Nutzung beeinträchtigen. Auch die eigene Erwartung kann zum Problem werden: Wer eine Seekarte wie eine automatische Straßenführung bedienen möchte, wird vermutlich mehr manuelle Kontrolle benötigen.

Die Darstellung einer Seekarte verlangt Aufmerksamkeit. Küstenbereiche, Fahrwasser und Navigationshinweise sollte man nicht nur als farbige Fläche betrachten, sondern im Zusammenhang mit der eigenen Route und der tatsächlichen Umgebung lesen. Ich finde gerade darin den Unterschied zu vielen bekannten Karten-Apps für Autos oder Fußgänger. Diese sind oft darauf ausgelegt, einen Nutzer Schritt für Schritt zu führen. NV Charts GPS Navigation AIS wirkt für mich eher wie ein nautisches Arbeitsmittel, bei dem die Entscheidung beim Nutzer bleibt.

Wer ausschließlich eine schnelle Standortanzeige für Spaziergänge, Fahrradtouren oder Straßenfahrten sucht, ist mit dieser Anwendung wahrscheinlich falsch beraten. Ihre Ausrichtung auf NV-Verlagsseekarten macht sie für Landnavigation unnötig spezialisiert. Auch Nutzer, die eine vollständig automatische Routenführung erwarten, sollten vorher prüfen, ob ihre Arbeitsweise zu einer maritimen Karten-App passt.

Umgekehrt ist sie interessant für Freizeitkapitäne, die ihre Fahrt anhand nautischer Karten vorbereiten möchten und nicht alles einer allgemeinen Kartenplattform überlassen wollen. Besonders sinnvoll sehe ich sie für Menschen, die bereits mit dem NV Verlag arbeiten. Dann fügt sich die App eher in einen vorhandenen Karten- und Planungsablauf ein, statt als isolierte Zusatzanwendung auf dem Gerät zu liegen.

Ein Arbeitsablauf, der an Bord wirklich hilft

Ich würde die Nutzung in drei Phasen teilen. Vor der Fahrt geht es um die Auswahl der Region und die grobe Planung. Kurz vor dem Ablegen prüfe ich, ob die Karte geöffnet ist, die Position plausibel wirkt und der Bildschirm gut lesbar bleibt. Während der Fahrt nutze ich die App dann nicht ununterbrochen als einzige Informationsquelle, sondern als regelmäßige Kontrolle innerhalb meiner gesamten Navigation.

Ein nicht sofort offensichtlicher Vorteil dieses Vorgehens ist die geringere Ablenkung. Wer die Karte ständig verschiebt, zoomt und neu sucht, beschäftigt sich schnell mehr mit dem Gerät als mit dem Wasser. Ich würde deshalb für typische Situationen passende Zoomstufen ausprobieren und mir merken, welche Ansicht für den Überblick und welche für die nähere Kontrolle geeignet ist. Das macht die Bedienung unterwegs ruhiger.

Ein weiterer praktischer Tipp ist, die App nicht erst bei einer unbekannten Strecke kennenzulernen. Eine kurze Fahrt in vertrautem Gebiet zeigt, wie sich die Karte bei Bewegung verhält und wie schnell man die eigene Position wiederfindet. Dabei kann man auch feststellen, ob die gewählte Halterung und der Blickwinkel funktionieren. Solche Tests liefern mehr als bloßes Lesen einer Funktionsbeschreibung.

Für längere Fahrten würde ich außerdem einen Plan für den Fall bereithalten, dass das Smartphone ausfällt. Das muss keine komplizierte Technik sein. Eine zusätzliche Orientierungsmöglichkeit, ein geladenes Zweitgerät oder die vertraute nautische Vorbereitung können verhindern, dass ein einzelnes mobiles Gerät zum kritischen Engpass wird. Diese Empfehlung richtet sich nicht gegen die App, sondern entspricht meiner Einschätzung für jede elektronische Navigation.

Für wen sich die Anwendung lohnt

Die App passt gut zu Nutzern, die mit NV-Verlagsseekarten navigieren möchten, eine mobile Darstellung bevorzugen und bereit sind, die Einrichtung vor der Fahrt selbst zu prüfen. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn man Kartenplanung und Positionskontrolle auf einem Android-Gerät zusammenführen möchte. Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 0 Jahren, was die Anwendung formal für alle Altersgruppen offen macht; die verantwortungsvolle Nutzung auf dem Wasser hängt natürlich von Erfahrung und Ausbildung ab.

Ich würde sie auch Personen empfehlen, die eine allgemeine Karten-App als zu stark auf Straßen und Wege ausgerichtet empfinden. Der maritime Schwerpunkt ist kein kleines Detail, sondern der Grund, diese Anwendung auszuwählen. Wer dagegen nur gelegentlich einen Punkt auf dem Wasser ansehen möchte und keine NV-Karten verwenden will, sollte den zusätzlichen Einrichtungsaufwand gegen den tatsächlichen Nutzen abwägen.

Die Zahl von mehr als 100.000 Installationen und die vorhandenen Nutzerbewertungen sprechen dafür, dass das Konzept für viele Menschen funktioniert. Sie sind für mich aber kein Ersatz für einen persönlichen Test mit dem eigenen Gerät. Gerade bei Navigation entscheiden Bildschirmgröße, Empfangssituation und vertraute Bedienung stark darüber, ob eine App im Alltag angenehm oder mühsam ist.

Mein praktisches Urteil nach der Nutzung

NV Charts GPS Navigation AIS ist für mich keine App, die man installiert und anschließend ohne Vorbereitung vergisst. Sie verlangt einen kurzen, aber wichtigen Einrichtungsprozess: passende Seekarten auswählen, die Darstellung testen, die Positionsanzeige prüfen und den eigenen Bordablauf festlegen. Wer diese Schritte überspringt, kann die Anwendung unnötig kompliziert finden. Wer sie ernst nimmt, erhält ein spezialisiertes Werkzeug für die mobile Arbeit mit NV-Verlagsseekarten.

Meine Empfehlung fällt deshalb differenziert aus. Für Freizeitsegler und andere Wassersportler, die bereits auf NV-Karten setzen, ist die kostenlose Basis ein guter Einstieg, solange die zusätzlichen Käufe bewusst ausgewählt werden. Für spontane Landnavigation, automatische Alltagsrouten oder Nutzer ohne Interesse an nautischer Kartenarbeit gibt es passendere Alternativen.

Am überzeugendsten finde ich den Ansatz dort, wo die App nicht als magischer Autopilot verstanden wird, sondern als Teil einer durchdachten Navigation. Wer vor der Abfahrt testet und unterwegs nicht nur auf einen Bildschirm vertraut, nutzt ihre Stärken am sichersten. Entwickler ist NV CHARTS; die Anwendung ist seit dem 12. Juni 2013 verfügbar und bleibt mit ihrer aktuellen Version ein klar spezialisiertes Werkzeug statt einer beliebigen Karten-App.

Unterm Strich würde ich sie einem Freund empfehlen, der mit NV-Verlagsseekarten unterwegs ist und eine mobile Ergänzung für Planung und Orientierung sucht. Ich würde ihm aber ebenso sagen, vor dem ersten echten Einsatz eine kurze Testfahrt zu machen, die Kartenregion frühzeitig vorzubereiten und bei Problemen zuerst Gerät, Empfang, Ansicht und Kartenbereich einzeln zu prüfen. Genau diese nüchterne Vorbereitung entscheidet darüber, ob NV Charts GPS Navigation AIS an Bord hilfreich wirkt oder im falschen Einsatzgebiet unnötig frustriert.

Vorteile

  • Detaillierte Seekarten mit vielen nautischen Informationen
  • AIS-Daten verbessern die Übersicht über Schiffsverkehr
  • Routenplanung funktioniert auch ohne permanente Internetverbindung
  • Unterstützt verschiedene Kartenregionen für weltweite Törns
  • Nützliche Zusatzfunktionen für Segler und Motorbootfahrer

Nachteile

  • Viele Karten und Funktionen erfordern kostenpflichtige Abonnements
  • Die App kann auf älteren Geräten spürbar langsam reagieren
  • AIS-Daten sind von Empfang und verfügbarer Netzabdeckung abhängig
  • Die Vielzahl an Optionen wirkt anfangs etwas unübersichtlich
  • Offline-Karten benötigen viel Speicherplatz auf dem Smartphone

Häufig gestellte Fragen

Was ist NV Charts GPS Navigation AIS und für wen eignet sich die App?

NV Charts GPS Navigation AIS ist eine maritime Navigations-App für Segler, Motorbootfahrer und andere Wassersportler. Sie kombiniert elektronische Seekarten, GPS-Positionsanzeige, Routenplanung und AIS-Informationen in einer mobilen Anwendung. Besonders praktisch ist sie als Ergänzung zu einem Kartenplotter an Bord. Vor der Nutzung sollte man prüfen, ob die benötigten Karten für das gewünschte Revier verfügbar sind und ob die App mit dem eigenen Smartphone oder Tablet zuverlässig funktioniert.

Welche Seekarten und Reviere sind in NV Charts verfügbar?

Die App bietet je nach Region unterschiedliche nautische Karten und Revierabdeckungen. Dazu gehören unter anderem Küstenbereiche, Binnengewässer und beliebte Fahrgebiete, wobei der genaue Umfang von den verfügbaren Kartenpaketen und dem jeweiligen Abonnement abhängt. Vor dem Download oder Kauf empfiehlt es sich, die aktuelle Revierliste im App-Store beziehungsweise auf der offiziellen NV-Charts-Webseite zu kontrollieren. Nicht jedes Land und nicht jede Wasserstraße ist automatisch enthalten.

Funktioniert die Navigation auch ohne Internetverbindung?

Ja, die Navigation kann grundsätzlich auch offline verwendet werden, sofern die benötigten Karten zuvor vollständig auf das Gerät heruntergeladen wurden. Das ist für Fahrten auf See besonders wichtig, da dort häufig keine stabile Mobilfunkverbindung vorhanden ist. GPS funktioniert in der Regel unabhängig vom Internet, benötigt aber eine gute Sicht zum Himmel. Nutzer sollten Kartenupdates, Routen und wichtige Hafeninformationen vor der Abfahrt herunterladen und die Offline-Funktion an Land testen.

Was bedeutet die AIS-Funktion und welche Informationen werden angezeigt?

Die AIS-Funktion kann Informationen zu Schiffen in der Umgebung anzeigen, beispielsweise deren Position, Kurs, Geschwindigkeit, Name und teilweise weitere Identifikationsdaten. Voraussetzung ist jedoch eine passende AIS-Datenquelle, etwa ein kompatibler AIS-Empfänger an Bord oder eine unterstützte Internetverbindung. Die App ersetzt kein Radar und kann nur Schiffe darstellen, die AIS-Signale senden und von der verwendeten Quelle empfangen werden. AIS-Daten sollten daher immer mit Sichtkontrolle und anderen Navigationsmitteln abgeglichen werden.

Kann NV Charts GPS Navigation AIS einen Kartenplotter oder eine professionelle Navigation ersetzen?

Die App ist eine hilfreiche Navigationsunterstützung, sollte aber nicht als alleinige Sicherheits- oder Navigationslösung betrachtet werden. Ein Smartphone oder Tablet kann durch leeren Akku, Überhitzung, Feuchtigkeit, technische Fehler oder eingeschränkte GPS-Genauigkeit ausfallen. Für verantwortungsvolle Törns gehören deshalb aktuelle Papierkarten oder ein zweites Navigationssystem, Kompass, ausreichende Stromversorgung und nautische Grundkenntnisse weiterhin zur Ausrüstung. Vor der Fahrt sollten außerdem Kartenstand, Routenplanung und Geräteeinstellungen sorgfältig überprüft werden.

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