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Waze Navigation und Verkehr

Bewertung
4,3
Downloads
500.000.000+
Alter
USK ab 0 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
Waze Navigation und Verkehr
Paketname
com.waze
Entwickler
Waze
Bewertung
4,3
Version
Je nach Gerät unterschiedlich
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Wer im Auto nicht nur eine Route, sondern ein möglichst aktuelles Bild der Straße braucht, findet in Waze Navigation einen sehr eigenständigen Begleiter. Ich habe die App vor allem als tägliches Werkzeug für Pendelstrecken, spontane Fahrten und unübersichtliche Stadtgebiete betrachtet. Ihr Schwerpunkt liegt klar auf Verkehrsinformationen aus der laufenden Fahrt: Staus, gemeldete Hindernisse, Polizeihinweise und andere Situationen sollen nicht erst nach der Ankunft interessant werden, sondern genau dann, wenn ich meine Entscheidung noch ändern kann.

Waze gehört zur Kategorie Karten und Navigation und wird von Waze entwickelt. Die App ist kostenlos erhältlich, für alle Altersgruppen ab null Jahren freigegeben und läuft auf Android ab Version 10. Mit über 500 Millionen Installationen und einer durchschnittlichen Bewertung von 4,3 bei rund 8,8 Millionen Bewertungen ist sie längst kein Nischenwerkzeug mehr. Trotzdem fühlt sie sich anders an als eine klassische Karten-App: weniger wie ein stiller Atlas und mehr wie ein gemeinsamer Funkkanal für Autofahrer.

Wie sich Waze Navigation im Alltag anfühlt

Beim ersten Einsatz fällt mir auf, dass die App nicht versucht, jede denkbare Kartenfunktion gleich stark in den Vordergrund zu rücken. Sie will mich in erster Linie durch den Verkehr bringen. Das ist besonders praktisch, wenn ich morgens eine bekannte Strecke fahre, aber nicht weiß, ob ein Unfall, eine Baustelle oder eine plötzlich langsame Kreuzung den üblichen Weg unbrauchbar macht. Die Anzeige wirkt dabei nicht wie eine reine Straßenkarte, sondern wie eine laufend aktualisierte Verkehrslage.

Der entscheidende Unterschied zu einer herkömmlichen Navigation ist die aktive Gemeinschaft. Nutzer können Ereignisse melden, die andere Fahrer anschließend berücksichtigen. Dadurch entsteht ein Vorteil, den eine statische Karte naturgemäß nicht bieten kann: Ein Problem auf der Straße wird nicht nur als abstrakte Verzögerung sichtbar, sondern kann mit einem konkreten Hinweis verbunden sein. Ich finde das hilfreich, solange ich die Meldungen als Unterstützung und nicht als unfehlbare Wahrheit behandle.

Für eine Fahrt durch eine fremde Stadt ist diese Ausrichtung angenehm. Ich muss nicht selbst jede Seitenstraße kennen, um eine Umfahrung zu prüfen. Gleichzeitig bleibt die App stark auf Autofahrten konzentriert. Wer hauptsächlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, wird mit einem spezialisierten Angebot wahrscheinlich besser bedient. Waze Navigation ist kein universeller Reiseplaner, sondern ein Werkzeug für Menschen hinter dem Lenkrad.

Die Stärke liegt in der gemeinsamen Verkehrslage

Im täglichen Gebrauch ist die Kombination aus Routenführung und Meldungen der interessanteste Teil. Eine normale Karten-App kann eine Straße als befahrbar anzeigen, obwohl sich dort gerade etwas verändert hat. Waze versucht, solche Veränderungen in die Fahrt einzubeziehen. Das macht die App vor allem auf Strecken wertvoll, die ich regelmäßig fahre und bei denen kleine Zeitverluste schnell lästig werden.

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Ein realistisches Beispiel: Ich fahre nach der Arbeit nach Hause und sehe, dass die bekannte Hauptstraße deutlich langsamer wird. Statt blind weiterzufahren, prüfe ich die vorgeschlagene Alternative. Die Nebenroute kann kürzer wirken, aber durch enge Kreuzungen oder viele Ampeln trotzdem anstrengender sein. Hier hilft mir Waze nicht nur mit einer neuen Linie auf der Karte, sondern mit dem Kontext der aktuellen Verkehrssituation. Meine Entscheidung bleibt trotzdem eine menschliche Abwägung.

Gerade bei solchen Situationen sollte man nicht jede Umleitung automatisch übernehmen. Eine Route, die auf dem Bildschirm einige Minuten günstiger erscheint, kann in einer Wohngegend mehr Stress verursachen oder sich durch neue Verkehrslage schnell wieder verschlechtern. Mein praktischer Tipp ist deshalb, vor dem Losfahren kurz die gesamte Strecke anzusehen und nicht erst während der Fahrt auf jede neue Ansage zu reagieren. Das macht die Nutzung ruhiger und verhindert hektische Spurwechsel.

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Bedienung während der Fahrt

Die Navigation ist darauf ausgelegt, dass ich nicht lange mit dem Telefon herumspielen muss. Die wichtigsten Informationen sollten während der Fahrt schnell erfassbar bleiben: Richtung, nächste Entscheidung und mögliche Störungen. Trotzdem hängt viel davon ab, wie ich die App vor dem Start einrichte. Ziel und Route gehören vor dem Losfahren festgelegt; Meldungen oder Änderungen während der Fahrt sollten nur über eine sichere Bedienung erfolgen.

Ich würde Waze daher nicht als Einladung verstehen, ständig auf den Bildschirm zu schauen. Der eigentliche Nutzen entsteht, wenn ich die Hinweise kurz wahrnehme und mich ansonsten auf die Straße konzentriere. Wer eine besonders ruhige, minimalistische Navigation bevorzugt, könnte die vielen Verkehrshinweise als unruhiger empfinden als bei einer klassischen Karten-App. Waze zeigt bewusst mehr von dem, was auf der Strecke passiert, und genau das ist zugleich seine Stärke und seine mögliche Ablenkung.

Die Sprachführung ist im Alltag besonders wichtig, weil sie den Blick auf der Straße hält. Dennoch sollte man sich nicht ausschließlich auf Ansagen verlassen. In komplizierten Kreuzungen oder bei mehreren dicht aufeinanderfolgenden Abfahrten hilft ein kurzer Blick vor dem Start auf den Streckenverlauf. Ich nutze die App am liebsten so: Route prüfen, Telefon sicher befestigen, Navigation beginnen und während der Fahrt nur die wirklich nötigen Informationen aufnehmen.

Was die laufenden Hinweise wirklich bringen

Die Hinweise zu Verkehr, Polizei und anderen Ereignissen sind für mich dann am wertvollsten, wenn sie eine konkrete Entscheidung beeinflussen. Eine Meldung weit hinter meinem Ziel ist kaum relevant. Ein Hindernis kurz vor einer wichtigen Abzweigung dagegen kann bestimmen, ob ich die Route beibehalte oder rechtzeitig ausweiche. Diese Nähe zur tatsächlichen Fahrsituation macht Waze praktischer als eine reine Sammlung allgemeiner Verkehrsnachrichten.

Gleichzeitig besitzen gemeinschaftliche Meldungen eine natürliche Unsicherheit. Sie können veraltet sein, unterschiedlich genau formuliert werden oder sich auf eine Stelle beziehen, die ich anders wahrnehme. Ich sehe sie deshalb als Hinweise mit Gewicht, nicht als amtliche Verkehrsanweisung. Bei Sperrungen, Baustellen und unklaren Situationen sollte ich immer die tatsächliche Beschilderung beachten. Die App kann mir helfen, früher zu reagieren, ersetzt aber nicht meine Verantwortung als Fahrer.

Ein weniger offensichtlicher Vorteil ist die Möglichkeit, aus wiederkehrenden Mustern eine bessere persönliche Routine zu entwickeln. Wenn ich eine Strecke regelmäßig fahre, bemerke ich mit der Zeit, an welchen Stellen Waze häufig Alternativen anbietet und welche Umwege sich für mich tatsächlich lohnen. Ich kann dann bewusster entscheiden, ob ich Zeit sparen oder eine einfachere Strecke mit weniger Abbiegevorgängen bevorzugen möchte. Das ist ein praktischer Lernprozess, der nicht in einer kurzen Store-Beschreibung sichtbar wird.

Entwicklung und aktueller Stand der App

Waze wirkt heute wie ein ausgereiftes Produkt, dessen Identität nicht durch eine einzelne Kartenansicht, sondern durch die Verbindung von Navigation und Nutzerhinweisen entsteht. Die laufende Weiterentwicklung lässt sich für mich vor allem daran beurteilen, ob Verkehrsinformationen verständlicher, die Routenentscheidungen nachvollziehbarer und die Bedienung während der Fahrt weniger belastend werden. Genau an diesen Punkten entscheidet sich, ob ein Update im Alltag wirklich etwas verbessert.

Bei einer App dieser Größe ist die Entwicklung für bestehende Nutzer besonders interessant. Über 500 Millionen Installationen zeigen, dass Waze in sehr unterschiedlichen Fahrumgebungen eingesetzt wird. Das bedeutet aber nicht, dass jede Änderung jedem Fahrer gleichermaßen hilft. Wer täglich in einer Großstadt unterwegs ist, profitiert wahrscheinlich stärker von aktuellen Ereignissen als jemand, der fast ausschließlich über ruhige Landstraßen fährt.

Die bestätigte Mindestanforderung von Android 10 macht die App für viele noch genutzte Geräte zugänglich, ohne dass ich dafür ein besonders neues Telefon brauche. Trotzdem hängt das tatsächliche Erlebnis nicht nur vom Betriebssystem ab. Eine stabile Verbindung, ein gut sichtbarer Bildschirm und eine sichere Halterung beeinflussen die Nutzung ebenso stark. Auf einem älteren Gerät kann die Navigation grundsätzlich funktionieren, aber die Bedienung wirkt möglicherweise weniger angenehm als auf moderner Hardware.

Bei der Bewertung der aktuellen Version achte ich deshalb weniger auf große Versprechen als auf die kleinen Veränderungen im Ablauf: Wird eine Meldung rechtzeitig angezeigt? Ist eine alternative Route verständlich? Bleibt die Karte auch bei vielen Ereignissen übersichtlich? Solche Details bestimmen, ob ich der App auf einer wichtigen Fahrt vertraue. Erwartungen an kommende Verbesserungen sollte man von dem trennen, was im gegenwärtigen Gebrauch tatsächlich überzeugt.

Auswirkungen auf Menschen, die Waze schon länger nutzen

Wer die App bereits regelmäßig verwendet, hat wahrscheinlich seine eigene Arbeitsweise entwickelt. Manche Fahrer verlassen sich stark auf automatische Umleitungen, andere prüfen jede neue Route sorgfältig. Ich halte die zweite Haltung für sinnvoller. Waze kann mir eine Option anbieten, aber ich sollte sie im Zusammenhang mit meinem Ziel, der Tageszeit, der Straßenführung und meiner eigenen Sicherheit beurteilen.

Besonders hilfreich ist eine klare persönliche Regel für Meldungen. Ich kann beispielsweise entscheiden, dass ich bei einem gemeldeten Stau nur dann abweiche, wenn die alternative Strecke leicht verständlich bleibt. Bei einer unbekannten Nebenroute möchte ich nicht wegen eines kleinen Zeitvorteils mehrere komplizierte Kreuzungen in Kauf nehmen. Diese Einstellung reduziert die Zahl spontaner Entscheidungen und macht die Navigation berechenbarer.

Auch die Nutzung als Beifahrer kann sinnvoll sein. Eine zweite Person kann Verkehrslagen beobachten, Hinweise einordnen und dem Fahrer nur dann etwas sagen, wenn es wirklich relevant ist. Dadurch wird die gemeinschaftliche Seite der App besser genutzt, ohne dass der Fahrer selbst während der Fahrt nach Meldeschaltflächen suchen muss. Allein im Auto sollte ich jede Interaktion auf ein Minimum beschränken.

Die hohe Zahl an Bewertungen, rund 8,8 Millionen, zeigt eine breite Nutzungserfahrung, sagt aber nichts darüber aus, ob Waze zu meiner persönlichen Fahrweise passt. Eine gute Bewertung ersetzt keinen eigenen Test auf der typischen Strecke. Ich würde die App zunächst bei alltäglichen Fahrten einsetzen, nicht direkt bei einer wichtigen Reise unter Zeitdruck. So erkenne ich, ob die Darstellung, die Ansagen und die Umleitungen zu mir passen.

Wo die App an Grenzen stößt

Die größte Einschränkung liegt in der Abhängigkeit von aktuellen Meldungen und ihrer Qualität. Nicht jede Straße wird gleich intensiv beobachtet, und nicht jede Situation lässt sich schnell oder eindeutig beschreiben. In Gegenden mit wenig aktiver Nutzung kann der Vorteil gegenüber einer klassischen Navigation kleiner ausfallen. Die App bleibt dann zwar als Routenplaner nützlich, aber ihr besonderer gemeinschaftlicher Mehrwert ist weniger spürbar.

Ein weiterer Punkt ist die mögliche Unruhe. Wer möglichst wenige Informationen sehen möchte, könnte sich von Ereignissymbolen, Warnungen und wechselnden Routenvorschlägen gestört fühlen. Für mich ist Waze am besten, wenn ich die Hinweise als Entscheidungshilfe nutze und nicht jede Veränderung als Handlungsaufforderung verstehe. Eine ruhige Fahrt ist manchmal wichtiger als die theoretisch schnellste Route.

Auch bei der Genauigkeit von Ankunftszeiten sollte ich realistisch bleiben. Verkehr kann sich schneller verändern, als eine App ihn abbilden kann. Ein kurzer Rückstau kann verschwinden, während ich die Umleitung erreiche, oder eine alternative Straße kann plötzlich ebenfalls langsamer werden. Waze hilft mir, solche Entwicklungen früher zu sehen, garantiert aber keine perfekte Vorhersage.

Für lange Reisen mit starkem Fokus auf Offline-Karten, ausführlichen Ortsinformationen oder einer besonders detaillierten Reiseplanung würde ich zusätzlich eine andere Kartenlösung in Betracht ziehen. Waze ist stark in der dynamischen Autofahrt, nicht automatisch in jedem Bereich rund um Navigation. Wer hauptsächlich Sehenswürdigkeiten, Wanderwege oder öffentliche Verbindungen sucht, sollte seine Erwartungen entsprechend anpassen.

Vergleich mit klassischen Karten-Apps

Im Vergleich zu einer gewöhnlichen Karten-App fühlt sich Waze unmittelbarer und verkehrsorientierter an. Klassische Angebote wirken oft übersichtlicher, wenn ich einen Ort suchen, eine Adresse teilen oder eine allgemeine Umgebung erkunden möchte. Waze spielt seine Karten aus, sobald die Frage lautet: Was passiert gerade auf meiner Fahrstrecke, und muss ich darauf reagieren?

Ich würde die Entscheidung deshalb nicht nur nach der Kartenqualität treffen, sondern nach dem eigenen Zweck. Für den täglichen Arbeitsweg mit wechselnden Staus ist Waze eine naheliegende Wahl. Für eine ruhige Orientierung in einer fremden Stadt, die Suche nach Geschäften oder eine Reise mit mehreren Verkehrsmitteln kann eine umfassendere Karten-App angenehmer sein. Es ist durchaus sinnvoll, Waze für das Auto zu verwenden und eine andere Anwendung für allgemeine Ortsrecherche zu behalten.

Der Unterschied zeigt sich auch bei der Routenphilosophie. Waze versucht stärker, aktuelle Verzögerungen und gemeldete Ereignisse in die Entscheidung einzubeziehen. Eine klassische App kann sich dadurch konservativer oder ruhiger anfühlen. Welche Variante besser ist, hängt davon ab, ob ich Zeit sparen möchte oder lieber eine vertraute, unkomplizierte Strecke fahre. Für mich ist die beste Nutzung nicht blindes Vertrauen in die schnellste Anzeige, sondern ein bewusster Vergleich der angebotenen Möglichkeiten.

Praktische Arbeitsweise für Pendler und Gelegenheitsfahrer

Für Pendler empfehle ich, die App nicht erst im letzten Moment zu öffnen. Vor dem Start kann ich prüfen, ob die übliche Strecke auffällig belastet ist und ob eine vorgeschlagene Alternative wirklich zu meinem Ziel führt. Besonders bei Parkplätzen, Zufahrten oder großen Gebäudekomplexen lohnt sich ein zusätzlicher Blick auf den letzten Abschnitt. Die Navigation kann mich bis in die Nähe bringen, aber die tatsächliche Zufahrt ist nicht immer so intuitiv wie die Hauptstrecke.

Gelegenheitsfahrer sollten zunächst die eigene Komfortgrenze beobachten. Wenn mich häufige Umleitungen nervös machen, ist es besser, nur klare und leicht nachvollziehbare Alternativen zu übernehmen. Wer dagegen gerne flexibel fährt und Verkehrslagen aktiv bewertet, kann den gemeinschaftlichen Meldungen mehr Nutzen abgewinnen. In beiden Fällen gilt: Einstellungen und Ziel sollten vor der Abfahrt vorbereitet sein, damit die Fahrt nicht zur Bedienaufgabe wird.

Ein nützlicher Test besteht darin, dieselbe bekannte Strecke an mehreren unterschiedlichen Tagen mit Waze zu fahren, ohne jede Route automatisch zu übernehmen. Ich kann danach vergleichen, ob die Hinweise tatsächlich zu besseren Entscheidungen geführt haben oder ob die vertraute Strecke für mich angenehmer blieb. So bewerte ich die App nicht nach einem einzelnen spektakulären Stau, sondern nach ihrem dauerhaften Wert im Alltag.

Was ich bei kommenden Änderungen beobachten würde

Bei zukünftigen Aktualisierungen würde ich besonders darauf achten, ob die App ihre vielen Informationen noch klarer priorisiert. Eine gute Verkehrsmeldung ist nicht nur aktuell, sondern auch verständlich: Ich muss schnell erkennen können, ob sie meine Route betrifft und welche Reaktion sinnvoll wäre. Mehr Hinweise sind nicht automatisch besser, wenn sie die wichtigste Entscheidung verdecken.

Ebenso wichtig bleibt der Umgang mit alternativen Routen. Ich möchte nachvollziehen können, warum eine Umfahrung vorgeschlagen wird und welchen praktischen Nachteil sie haben könnte. Eine Route mit weniger Verzögerung, aber vielen schwierigen Abzweigungen, sollte anders bewertet werden als eine einfache Strecke mit geringfügig längerer Fahrzeit. Solche Nuancen entscheiden darüber, ob ich Empfehlungen dauerhaft akzeptiere.

Für bestehende Nutzer wäre außerdem eine gleichbleibend sichere Bedienung entscheidend. Änderungen an Symbolen, Menüs oder Warnungen können sich klein anhören, beeinflussen aber den Blickkontakt zur Straße. Ich würde bei jeder neuen Version prüfen, ob meine gewohnte Vorbereitung weiterhin funktioniert und ob wichtige Funktionen noch ohne langes Suchen erreichbar sind. Nicht jede sichtbare Neuerung ist im Auto automatisch eine Verbesserung.

Die kostenlose Nutzung ist ein klarer Pluspunkt, besonders für Menschen, die zunächst testen möchten, ob die gemeinschaftlichen Verkehrshinweise ihren Alltag wirklich verbessern. Der Preis allein sollte aber nicht die Entscheidung bestimmen. Wenn ich eine sehr reduzierte Navigation ohne laufende Ereignismeldungen suche, kann eine andere Lösung besser zu meiner Aufmerksamkeit und meinem Fahrstil passen.

Mein Urteil für unterschiedliche Fahrertypen

Ich empfehle Waze Navigation vor allem Fahrern, die regelmäßig mit wechselndem Stadtverkehr zu tun haben, häufig zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs sind oder vor Fahrtbeginn wissen möchten, ob die Standardstrecke gerade problematisch ist. Auch wer gerne selbst zwischen Zeitersparnis und einer ruhigeren Route abwägt, bekommt hier ein nützliches Werkzeug. Die große Nutzerbasis macht die App zu einem ernstzunehmenden Begleiter für alltägliche Autofahrten.

Weniger passend ist sie für Menschen, die kaum Auto fahren, möglichst wenig Bildschirm- und Verkehrsinformationen sehen möchten oder eine umfassende Lösung für Fußwege, Fahrradrouten und öffentliche Verkehrsmittel suchen. Ebenso sollte ich sie nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit, Beschilderung oder eigene Ortskenntnis betrachten. Die App kann mich besser vorbereiten, aber sie nimmt mir keine Verantwortung ab.

Mein persönlicher Eindruck fällt insgesamt positiv, aber nicht blind begeistert aus. Die eigentliche Stärke von Waze liegt nicht in der bloßen Wegbeschreibung, sondern darin, eine laufende Verkehrssituation in eine handhabbare Entscheidung zu verwandeln. Wenn ich die Hinweise kritisch einordne, vor der Abfahrt alles einstelle und nicht jeder Umleitung folge, bekomme ich einen sehr praktischen kostenlosen Begleiter. Wer genau diese aktuelle, gemeinschaftliche Perspektive auf den Straßenverkehr sucht, sollte Waze ausprobieren; wer eine stille und möglichst allgemeine Karten-App bevorzugt, fährt mit einer klassischen Alternative wahrscheinlich entspannter.

Für mich bleibt Waze Navigation damit eine empfehlenswerte App für den täglichen Autoverkehr, besonders auf Strecken, deren Bedingungen sich schnell ändern. Die Bewertung von 4,3 bei einer sehr großen Zahl an Nutzern passt zu meinem Eindruck: Das Konzept funktioniert überzeugend, verlangt aber ein wenig gesunden Menschenverstand. Ich würde sie nicht für jede Navigationsaufgabe einsetzen, wohl aber genau dann öffnen, wenn die Frage nicht nur lautet, wohin ich fahren muss, sondern auch, was mich unterwegs wahrscheinlich erwartet.

Vorteile

  • Echtzeit-Verkehrsaktualisierungen
  • Benutzerfreundliche Oberfläche
  • Gemeinschaftsbasierte Warnungen
  • Kostenlose Nutzung
  • Integration mit Musik-Apps

Nachteile

  • Benötigt ständige Internetverbindung
  • Kann Batterie schnell entleeren
  • Nicht alle Karten sind perfekt aktuell
  • Werbung kann störend sein
  • Verbraucht viele mobile Daten

Häufig gestellte Fragen

Wie genau sind die Karten von Waze?

Waze verwendet Echtzeitdaten von Nutzern, um die Karten und Verkehrsinformationen ständig zu aktualisieren. Dadurch sind sie oft genauer als herkömmliche GPS-Systeme. Benutzer können Verkehrsbehinderungen, Staus und Unfälle melden, sodass die App schnell reagieren und alternative Routen vorschlagen kann.

Benötigt Waze eine Internetverbindung?

Ja, Waze erfordert eine aktive Internetverbindung, um aktuelle Verkehrsinformationen und Kartenaktualisierungen bereitzustellen. Ohne Internetverbindung kann die App nicht auf Echtzeitdaten zugreifen, was die Genauigkeit der Navigation beeinträchtigen könnte. Es ist ratsam, mobile Daten oder WLAN zu nutzen.

Ist Waze im Ausland nutzbar?

Waze kann weltweit verwendet werden, sofern eine Internetverbindung besteht. Die App unterstützt zahlreiche Länder und bietet Karten in vielen Sprachen an. Reisende sollten jedoch ihre mobilen Datenkosten beachten, da die App kontinuierlich Daten empfängt und sendet, um Echtzeitinformationen bereitzustellen.

Wie sicher ist die Nutzung von Waze im Straßenverkehr?

Waze ist darauf ausgelegt, sicher im Straßenverkehr verwendet zu werden. Es bietet Sprachansagen, sodass der Fahrer seine Augen auf der Straße halten kann. Dennoch sollten Nutzer niemals während der Fahrt interaktiv mit der App umgehen. Es ist ratsam, Einstellungen vor der Fahrt vorzunehmen.

Welche zusätzlichen Funktionen bietet Waze?

Neben der Navigation bietet Waze Funktionen wie die Meldung von Verkehrsunfällen, Staus und Polizeikontrollen. Die App kann auch mit Kalendern synchronisiert werden und bietet Musik- und Podcast-Integrationen. Zudem gibt es eine Carpooling-Funktion, die Fahrgemeinschaften erleichtert und umweltfreundlicheres Fahren fördert.

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