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Gardify: Pflanzen & Garten

Bewertung
4,4
Downloads
100.000+
Alter
USK ab 0 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
Gardify: Pflanzen & Garten
Kategorie
Haus & Garten
Paketname
com.gardify.android
Entwickler
Gardify Solutions GmbH
Bewertung
4,4
Version
2.3.3
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Wer einen Garten, Balkon oder nur ein paar Zimmerpflanzen pflegt, kennt das Problem: Nicht die einzelne Aufgabe ist schwierig, sondern der Überblick. Wann wurde zuletzt gedüngt? Welche Pflanze braucht jetzt einen Rückschnitt? Ist das gelbe Blatt ein Pflegefehler oder ein Hinweis auf eine Krankheit? Genau an diesem Punkt setzt Gardify: Pflanzen & Garten an. Ich habe die App als digitales Garten-Notizbuch mit Erinnerungen, Pflanzenwissen und Diagnosehilfe erlebt – weniger als spielerische Garten-App, sondern als praktischen Begleiter für Menschen, die ihre Pflanzen nicht nur nach Gefühl versorgen möchten.

Entwickelt wird die kostenlose App von Gardify Solutions GmbH. Sie gehört in den Bereich Haus und Garten und richtet sich ausdrücklich nicht nur an Besitzer großer Grundstücke. Auch für Balkonkästen, Hochbeete und eine überschaubare Sammlung von Zimmerpflanzen kann sie sinnvoll sein. Die Anwendung ist ab null Jahren freigegeben, was in diesem Fall vor allem bedeutet, dass keine problematischen Inhalte zu erwarten sind. Meine Einschätzung fällt insgesamt positiv aus, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Der Nutzen wächst erst dann deutlich, wenn man seine Pflanzen konsequent einträgt und die Pflegehinweise wirklich in den Alltag übernimmt.

Was die App im Alltag tatsächlich leistet

Der erste starke Eindruck entsteht durch die große Pflanzenbasis. Gardify deckt laut ihrer Produktbeschreibung 8500 Pflanzen ab. Das ist nicht bloß eine Sammlung hübscher Namen, sondern der Kern der App: Ich kann Pflanzen suchen, Informationen zu ihren Bedürfnissen ansehen und daraus eine eigene Pflegeroutine aufbauen. Für häufige Gartenpflanzen ist das besonders angenehm, weil man nicht jedes Mal zwischen verschiedenen Webseiten, Forenbeiträgen und Notizen wechseln muss.

Die App versucht, aus allgemeinem Pflanzenwissen konkrete nächste Schritte zu machen. Statt nur zu lesen, dass eine Art einen bestimmten Standort bevorzugt, kann ich mich an wiederkehrende Pflegeaufgaben erinnern lassen. Das verändert die Nutzung spürbar. Ein Ratgeber bleibt oft dann geschlossen, wenn man ihn am dringendsten braucht; eine Erinnerung taucht dagegen genau in dem Moment auf, in dem eine Aufgabe ansteht. Der eigentliche Mehrwert liegt deshalb nicht allein in der Datenbank, sondern in der Verbindung von Wissen und Handlung.

Für mich ist das vor allem bei Pflanzen hilfreich, deren Pflege sich über das Jahr verteilt. Gießen ist leicht im Kopf zu behalten, während Düngen, Umtopfen, Rückschnitt oder vorbereitende Arbeiten schnell untergehen. Wer mehrere Pflanzen mit unterschiedlichen Ansprüchen besitzt, bekommt mit einer zentralen Übersicht eine bessere Chance, nicht alles nach demselben Muster zu behandeln. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer einfachen Kalender-App, in der man jede Aufgabe selbst formulieren und zeitlich planen muss.

Erinnerungen sind nur so gut wie die Einrichtung

Die Erinnerungsfunktion klingt zunächst nach einer vollständigen Automatik, aber ich würde sie eher als Unterstützung denn als Ersatz für eigenes Beobachten verstehen. Pflanzen reagieren auf Standort, Wetter, Topfgröße, Substrat und Jahreszeit. Ein starrer Termin kann daher nicht immer entscheiden, ob heute wirklich gegossen werden sollte. Die App hilft beim Erinnern, sie nimmt einem die Kontrolle über die Pflanze aber nicht ab.

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Mein praktischer Tipp ist, Erinnerungen nicht blind zu übernehmen. Nach dem Eintragen einer Pflanze lohnt es sich, die Hinweise als Ausgangspunkt zu betrachten und sie mit dem tatsächlichen Zustand zu vergleichen. Bei einem sonnigen Balkon kann sich der Bedarf deutlich anders anfühlen als bei einem geschützten Standort. Gerade beim Gießen sollte man die Erde prüfen, statt eine Benachrichtigung als automatische Handlungsanweisung zu behandeln. So bleibt die App nützlich, ohne dass aus digitaler Ordnung eine neue Fehlerquelle wird.

Für Menschen, die häufig unterwegs sind oder sich die Gartenarbeit mit anderen teilen, ist diese Funktion trotzdem wertvoll. Eine Erinnerung macht sichtbar, welche Aufgaben anstehen, und kann verhindern, dass eine Pflanze wochenlang vergessen wird. Wer dagegen nur zwei robuste Pflanzen besitzt und ohnehin täglich nach ihnen sieht, wird den Unterschied zu einer normalen Notiz-App wahrscheinlich kaum spüren.

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PflanzenDoc und Fotoerkennung richtig einordnen

Zu den auffälligsten Werkzeugen gehören PflanzenDoc und die Fotoerkennung. Ich finde den Ansatz sinnvoll, weil viele Nutzer nicht mit dem Namen einer Pflanze starten, sondern mit einem Problem: Flecken auf den Blättern, eingerollte Triebe oder ein unbekanntes Gewächs aus dem Gartencenter. Ein Foto kann den Einstieg erleichtern, wenn die eigene Beschreibung nicht präzise genug ist.

Dennoch würde ich eine Fotoanalyse niemals als endgültige Diagnose behandeln. Ein Bild zeigt weder die Feuchtigkeit der Erde noch die Wurzeln, den Standort oder die bisherige Pflege. Ähnliche Symptome können außerdem unterschiedliche Ursachen haben. Die Stärke liegt für mich darin, schneller zu einer plausiblen Richtung zu kommen und anschließend die Hinweise zu prüfen. Wer sofort radikal schneidet, umtopft oder behandelt, nur weil ein Foto eine Vermutung nahelegt, geht ein unnötiges Risiko ein.

Ein sinnvoller Ablauf ist: zuerst ein klares Foto bei gutem Licht aufnehmen, danach die vorgeschlagenen Informationen mit der konkreten Situation vergleichen und erst dann eine Maßnahme auswählen. Zusätzlich sollte man beobachten, ob sich das Problem an neuen Blättern weiterentwickelt. Diese Kombination aus Erkennung und eigener Kontrolle ist wesentlich zuverlässiger als die Erwartung, die Kamera könne jede Pflanzenkrankheit sicher bestimmen.

Bei der Identifikation unbekannter Pflanzen kann die Funktion besonders praktisch sein. Ich würde sie vor allem als Zeitersparnis sehen, nicht als wissenschaftliches Bestimmungswerkzeug. Für eine schnelle Orientierung reicht das, für seltene Arten oder eine wichtige Entscheidung sollte man mehrere Hinweise zusammenführen.

Die App als persönliches Gartenarchiv

Ein unterschätzter Vorteil ist die Möglichkeit, die eigene Sammlung nicht nur als Liste von Pflanzennamen zu betrachten. Sobald man Pflanzen digital organisiert, entsteht nach und nach ein persönliches Archiv: Was steht überhaupt auf dem Balkon? Welche Pflanze macht regelmäßig Schwierigkeiten? Bei welcher Art funktionieren bestimmte Pflegeschritte gut? Dieser Rückblick ist hilfreicher, als immer wieder bei null anzufangen.

Ich würde die App deshalb nicht nur im Problemfall öffnen. Beim Kauf einer neuen Pflanze kann man sie direkt aufnehmen, den Standort gedanklich festlegen und sich später an die ersten Pflegeaufgaben erinnern lassen. Nach einem Rückschnitt oder Umtopfen ist es sinnvoll, kurz zu notieren, was man verändert hat – sofern die jeweilige Nutzung der App das in der eigenen Version unterstützt. Auf diese Weise wird aus einer allgemeinen Pflanzenhilfe ein persönlicher Erfahrungsspeicher.

Gerade Anfänger profitieren davon, weil sie typische Anfängerfehler später nachvollziehen können. Wer dagegen bereits seit Jahren mit einem festen Gartenplan arbeitet, hat möglicherweise schon ein eigenes System aus Kalender, Etiketten und Notizbuch. Dann muss Gardify nicht automatisch die bessere Lösung sein. Der Wechsel lohnt sich vor allem, wenn Informationen bisher an mehreren Orten verstreut sind.

Ein realistischer Alltagstest

Stell dir einen Samstag im Frühjahr vor: Auf dem Balkon stehen Kräuter, Blühpflanzen und eine Kübelpflanze, während im Garten zusätzlich Stauden gepflegt werden müssen. Ohne Übersicht erledigt man zuerst das Sichtbare und verschiebt den Rest. Mit Gardify kann man die Sammlung öffnen, anstehende Aufgaben prüfen und die Arbeit nach Dringlichkeit ordnen. Die App ersetzt dabei nicht den Rundgang, aber sie sorgt dafür, dass weniger allein vom Gedächtnis abhängt.

Später fällt an einer Pflanze ein ungewöhnlicher Fleck auf. Statt sofort eine lange Suche im Internet zu beginnen, nutzt man die Fotoerkennung als ersten Hinweis. Danach vergleicht man Licht, Gießverhalten und Blattbild mit den angezeigten Informationen. Am Abend bleibt eine klarere Entscheidung: beobachten, Pflege anpassen oder weiter nach einer Ursache suchen. Genau in diesem Zusammenspiel sehe ich den besten Einsatz der App – sie verkürzt die Suche und strukturiert die nächsten Schritte.

Auch vor einer Reise kann sie nützlich sein. Man kann sich einen Überblick verschaffen, welche Pflanzen besonders aufmerksam beobachtet werden müssen, und einer anderen Person verständlicher erklären, worauf sie achten soll. Eine Erinnerung allein garantiert natürlich keine richtige Pflege. Sie verhindert aber, dass wichtige Aufgaben völlig aus dem Blick geraten.

Was kostenlos ist und wo der Wert der Käufe liegt

Gardify ist kostenlos erhältlich. Das macht den Einstieg unkompliziert: Man kann zunächst prüfen, ob die Pflanzenverwaltung zum eigenen Alltag passt, ohne sofort Geld auszugeben. Gleichzeitig gibt es In-App-Käufe, die bei Abrechnung über Google Play zwischen 4,99 Euro und 119,99 Euro liegen. Für meine Bewertung ist entscheidend, diese beiden Ebenen sauber zu trennen: Der kostenlose Zugang bietet eine Möglichkeit zum Kennenlernen, während kostenpflichtige Optionen je nach persönlichem Bedarf zusätzlichen Wert liefern können.

Der große Preisrahmen zeigt, dass nicht jeder Nutzer dieselbe Kaufentscheidung treffen wird. Für eine kleine Pflanzensammlung wäre ein umfangreicher Kauf möglicherweise überdimensioniert. Wer die App dagegen als dauerhaftes Gartenarchiv mit vielen Pflanzen und regelmäßigen Aufgaben nutzt, kann einen höheren Funktionsumfang anders bewerten. Ob sich ein Kauf lohnt, hängt daher weniger von der bloßen Anzahl der enthaltenen Informationen ab als davon, wie regelmäßig man die App tatsächlich verwendet.

Ich würde zunächst einige Wochen kostenlos arbeiten und dabei beobachten, ob die Erinnerungen wirklich geöffnet werden und ob PflanzenDoc im Alltag einen Unterschied macht. Erst danach lässt sich der persönliche Wert vernünftig einschätzen. Wer die App nur einmal zur Identifikation einer Pflanze startet, braucht wahrscheinlich keine umfangreiche Erweiterung. Wer sie als zentrale Pflegehilfe verwenden möchte, sollte die verfügbaren Kaufoptionen direkt im eigenen Store-Kontext vergleichen und nicht allein nach dem höchsten Funktionsversprechen entscheiden.

Wichtig ist auch die Erwartung an die Bezahlung: Ein Kauf macht aus der App keinen automatischen Gartenmeister. Die Zeitersparnis entsteht nur, wenn die eigene Sammlung gepflegt und die Hinweise sinnvoll eingeordnet werden. Bezahlt wird also vor allem für mehr Komfort und eine passendere Organisation, nicht für die Garantie, dass jede Pflanze gesund bleibt.

Wo die Bedienung an Grenzen stößt

Die größte Schwäche solcher Systeme ist der Pflegeaufwand am Anfang. Wer viele Pflanzen besitzt, muss erst einmal Ordnung schaffen. Namen, Sorten oder Standorte können dabei mühsam sein, besonders wenn die Sammlung bisher nur aus beschrifteten Töpfen und Erinnerungen im Kopf besteht. Dieser Einstieg ist eine Investition, die sich erst später auszahlt.

Auch die beste Pflanzenbeschreibung bleibt allgemeines Wissen. Ein Standort im Innenraum kann sich innerhalb weniger Meter stark unterscheiden, und das Wetter verändert die Bedingungen im Außenbereich ständig. Deshalb sollte man Empfehlungen nicht wie feste Regeln lesen. Die App ist am stärksten, wenn sie Fragen beantwortet und an Aufgaben erinnert; sie ist schwächer, wenn man von ihr eine individuelle Ferndiagnose ohne eigene Beobachtung erwartet.

Die Fotoerkennung bringt eine weitere Abwägung mit sich. Sie ist bequem, aber ein schlechtes Foto oder ein ungewöhnlicher Entwicklungszustand kann zu einer unklaren Einschätzung führen. Nutzer sollten außerdem bereit sein, Bilder und Hinweise kritisch zu prüfen, statt sich von einer scheinbar präzisen Antwort beruhigen zu lassen. Für ernsthafte Schädlings- oder Krankheitsprobleme bleibt fachliche Beratung die bessere Wahl.

Ein weiterer möglicher Reibungspunkt ist die Versuchung, zu viele Erinnerungen anzulegen. Wenn ständig Benachrichtigungen erscheinen, verlieren sie ihre Wirkung. Ich würde nur Aufgaben aktivieren, die im eigenen Alltag wirklich relevant sind, und saisonale Arbeiten gezielt bündeln. Weniger, gut platzierte Hinweise sind hilfreicher als ein überfüllter Strom an Meldungen.

Für wen sich der Einstieg besonders lohnt

Gardify passt meiner Meinung nach besonders gut zu Menschen, die mehrere Pflanzen mit unterschiedlichen Anforderungen besitzen und bisher zwischen Suchmaschinen, Kalendern und handschriftlichen Notizen wechseln. Auch Einsteiger erhalten einen strukturierten Zugang, ohne sich sofort durch Fachliteratur arbeiten zu müssen. Die Kombination aus Pflanzenwissen, Erinnerungen und Fotoerkennung deckt genau die Situationen ab, in denen Unsicherheit und Vergessen zusammenkommen.

Für Familien kann die App ebenfalls interessant sein, wenn mehrere Personen an der Pflege beteiligt sind. Ein gemeinsamer Überblick ist verständlicher als eine lose Sammlung von Zurufen wie „Die große Pflanze müsste mal wieder gegossen werden“. Dabei sollte man sich auf klare Aufgaben konzentrieren und nicht jede Kleinigkeit digitalisieren. Die App funktioniert am besten als unterstützendes Werkzeug, nicht als bürokratisches Projekt.

Auch ambitionierte Balkongärtner können profitieren. Gerade auf kleinem Raum stehen oft Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen eng nebeneinander. Die App hilft, diese Unterschiede präsent zu halten. Wer dagegen ausschließlich nach einem festen, saisonalen Gartenplan arbeitet und seine Pflanzen gut kennt, wird den Zusatznutzen eher bei der Dokumentation und Erinnerung finden als bei den Grundlagen.

Nicht die beste Wahl ist sie für Nutzer, die eine reine Pflanzenlexikon-App ohne persönliche Organisation suchen. Ebenso sollten Menschen, die grundsätzlich keine Benachrichtigungen mögen oder ihre Pflege lieber vollständig analog erledigen, keinen großen Vorteil erwarten. Für eine einzelne, unkomplizierte Zimmerpflanze genügt oft die eigene Beobachtung. Und bei akuten, schwer erkennbaren Krankheiten sollte man eine App nicht zur einzigen Entscheidungsgrundlage machen.

Einordnung gegenüber den üblichen Alternativen

Im Vergleich zu einer normalen Notiz-App nimmt Gardify mehr Gartenarbeit ab, weil Pflanzeninformationen, Pflegeaufgaben und Diagnoseansätze in einem thematischen Zusammenhang stehen. Eine Notiz-App bleibt flexibler und ist schneller eingerichtet, verlangt aber, dass man alle Inhalte selbst recherchiert und formuliert. Wer nur eigene Beobachtungen speichern möchte, kann mit der einfachen Lösung besser fahren.

Gegenüber allgemeinen Kalender- oder Erinnerungs-Apps liegt der Vorteil in der Pflanzenspezialisierung. Ein Kalender erinnert zwar zuverlässig an einen Termin, weiß aber nicht, warum diese Aufgabe relevant ist. Gardify verbindet die Erinnerung mit dem jeweiligen Pflanzenkontext. Der Nachteil ist die geringere Freiheit: Ein selbst gebautes System lässt sich an ungewöhnliche Abläufe leichter anpassen.

Im Vergleich zu einer Suche über das Internet spart die App Zeit und bündelt Informationen. Gleichzeitig ist eine Websuche bei seltenen Problemen, regionalen Schädlingen oder sehr speziellen Sorten oft breiter. Ich würde Gardify als erste Anlaufstelle für den Alltag verwenden und bei komplizierten Fällen zusätzliche Quellen heranziehen. Genau diese Kombination ist sinnvoller, als eine einzelne App für jede Gartenfrage verantwortlich zu machen.

Technischer Stand und mein Urteil

Die aktuelle Version ist 2.3.3. Im Store kommt die App auf einen Durchschnitt von 4,4 bei rund 930 Bewertungen; außerdem wurden mehr als 100.000 Installationen verzeichnet. Diese Zahlen zeigen, dass das Konzept eine erkennbare Nutzerbasis gefunden hat, ersetzen aber nicht den persönlichen Test. Für mich zählt stärker, ob die Anwendung nach der ersten Neugier dauerhaft in die Pflegeroutine passt.

Mein Kauf-oder-Überspringen-Urteil fällt deshalb differenziert aus: Kostenlos würde ich Gardify jedem empfehlen, der mehr als ein paar Pflanzen besitzt oder regelmäßig vergisst, welche Aufgabe als Nächstes ansteht. Der Einstieg ist risikoarm, und die Kombination aus Erinnerungen, Pflanzenarchiv, PflanzenDoc und Fotoerkennung ist praktischer als ein loses Sammelsurium aus Standard-Apps. Wer konsequent einträgt und die Hinweise mit eigener Beobachtung verbindet, bekommt deutlich mehr als ein digitales Pflanzenlexikon.

Bei den In-App-Käufen würde ich zurückhaltender entscheiden. Die genannten Preise reichen von kleinen bis sehr umfangreichen Ausgaben, daher sollte man zunächst den eigenen Nutzungsumfang prüfen. Für eine kleine Sammlung ist ein größerer Kauf schwer zu rechtfertigen. Für einen großen Garten oder eine dauerhaft gepflegte Pflanzensammlung kann zusätzlicher Komfort dagegen sinnvoll sein, sofern die erweiterten Möglichkeiten tatsächlich regelmäßig genutzt werden.

Unterm Strich ist Gardify: Pflanzen & Garten keine magische Diagnosemaschine und kein Ersatz für Erfahrung. Es ist eine gut gedachte Organisationshilfe für alle, die Pflanzenpflege verlässlicher und weniger vergesslich gestalten möchten. Ich würde die App installieren, die eigene Sammlung langsam aufbauen und die Erinnerungen bewusst sparsam einsetzen. Wer genau diese Mischung aus Wissen, Foto-Unterstützung und persönlicher Pflegeplanung sucht, erhält einen überzeugenden kostenlosen Einstieg. Wer nur eine schnelle Einzelantwort oder ein völlig freies Notizbuch braucht, ist mit einer einfacheren Alternative wahrscheinlich besser bedient.

Vorteile

  • Übersichtliche Pflanzenkartei mit vielen Arten und Pflegehinweisen.
  • Erinnerungen helfen bei Gießen
  • Düngen und anderen Gartenarbeiten.
  • Eigene Pflanzen lassen sich einfach verwalten und dokumentieren.
  • Saisonale Aufgaben erleichtern die Planung im Gartenjahr.
  • Nützliche Informationen zu Krankheiten
  • Schädlingen und Standortbedingungen.

Nachteile

  • Einige Inhalte und Funktionen sind möglicherweise nur kostenpflichtig verfügbar.
  • Die große Pflanzenvielfalt kann anfangs etwas unübersichtlich wirken.
  • Erinnerungen müssen sorgfältig eingerichtet und aktuell gehalten werden.
  • Für sehr spezielle oder seltene Pflanzen fehlen teils detaillierte Angaben.
  • Die Nutzung setzt regelmäßige Pflege der eigenen Pflanzendaten voraus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Gardify: Pflanzen & Garten und für wen eignet sich die App?

Gardify: Pflanzen & Garten ist eine digitale Gartenhilfe für Menschen, die ihre Pflanzen besser kennenlernen und die Pflege organisieren möchten. Die App richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Hobbygärtner. Sie bietet Informationen zu Pflanzen, Pflegeaufgaben und Gartenthemen und kann dabei helfen, den Überblick über verschiedene Pflanzen, Standorte und saisonale Arbeiten zu behalten.

Welche Funktionen bietet Gardify für die Pflanzenpflege?

Die App unterstützt unter anderem bei der Verwaltung eigener Pflanzen und bei wiederkehrenden Pflegeaufgaben. Je nach Pflanze können Hinweise zu Gießen, Düngen, Schneiden oder anderen saisonalen Tätigkeiten verfügbar sein. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, den eigenen Garten digital zu erfassen und Aufgaben gezielter zu planen, anstatt sich ausschließlich auf allgemeine Kalender oder selbst erstellte Notizen zu verlassen.

Kann Gardify auch von Anfängern ohne Gartenwissen genutzt werden?

Ja, Gardify ist grundsätzlich auch für Anfänger geeignet. Die Informationen sind darauf ausgelegt, typische Fragen rund um Standort, Pflege und Pflanzenauswahl verständlich zu beantworten. Dennoch ersetzt die App keine individuelle Beratung durch eine Gärtnerei, da sich die optimalen Bedingungen je nach Klima, Boden, Sorte und Gesundheitszustand unterscheiden können. Ein grundlegendes Interesse an Pflanzen ist jedoch ausreichend, um mit der Nutzung zu beginnen.

Benötigt Gardify eine Internetverbindung und welche Daten werden gespeichert?

Für das Herunterladen der App, Aktualisierungen und möglicherweise bestimmte Inhalte oder Funktionen ist normalerweise eine Internetverbindung erforderlich. Persönliche Angaben, angelegte Pflanzen, Erinnerungen und Gartendaten können je nach App-Version auf dem Gerät oder über verbundene Online-Dienste gespeichert werden. Vor der Nutzung sollten Interessierte deshalb die aktuellen Datenschutzbestimmungen und die verlangten Berechtigungen im jeweiligen App-Store prüfen.

Ist Gardify kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?

Ob Gardify vollständig kostenlos nutzbar ist oder bestimmte Inhalte und Funktionen nur über In-App-Käufe beziehungsweise ein Abonnement verfügbar sind, kann sich je nach Version und Plattform ändern. Vor dem Download empfiehlt es sich, die Angaben im Google Play Store oder Apple App Store genau zu lesen. Dort finden sich auch Informationen zu Preisen, Testzeiträumen, automatischer Verlängerung und möglichen Einschränkungen der kostenlosen Version.

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