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Buzzard – Politik für Schule

Bewertung
3,6
Downloads
10.000+
Alter
USK ab 0 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
Buzzard – Politik für Schule
Paketname
com.buzzardapp
Entwickler
The Buzzard
Bewertung
3,6
Version
4.0.4
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Ich habe Buzzard – Politik für Schule nicht wie eine gewöhnliche Nachrichten-App genutzt, die man kurz öffnet, Schlagzeilen überfliegt und wieder schließt. Für mich liegt der eigentliche Wert darin, politische Themen so aufzubereiten, dass man sie gemeinsam lesen, einordnen und für Unterricht oder Gespräche weiterverwenden kann. Gerade auf einem geteilten Tablet im Haushalt kann das praktisch sein: Eine Person entdeckt einen Beitrag, eine andere möchte den Hintergrund verstehen, und anschließend lässt sich das Thema ohne mehrere völlig unterschiedliche Quellen nebeneinander zu öffnen besprechen.

Die App gehört in den Bereich Nachrichten und Zeitschriften und wird von The Buzzard entwickelt. Sie ist kostenlos installierbar, richtet sich laut Alterskennzeichnung an alle Altersgruppen und läuft ab Android 7.0. Im Alltag ist sie damit grundsätzlich auch für ältere Geräte interessant, sofern diese noch zuverlässig funktionieren. Der Schwerpunkt liegt klar auf politischer Bildung, Unterrichtsmaterial und Urteilsbildung – nicht auf schneller Unterhaltung und auch nicht auf einer möglichst vollständigen Sammlung aller Eilmeldungen.

Gemeinsam politische Themen lesen, ohne dass ein Gerät zum Streitpunkt wird

In einem Haushalt mit gemeinsam genutztem Smartphone oder Tablet entsteht bei Nachrichten-Apps schnell ein praktisches Problem: Jeder liest etwas anderes, speichert eigene Artikel oder verändert Einstellungen, und am Ende weiß niemand mehr, worauf sich ein Gespräch eigentlich bezieht. Bei Buzzard ist der sinnvollste gemeinsame Einsatz deshalb nicht, das Gerät einfach herumzureichen und spontan durch Inhalte zu scrollen. Besser funktioniert ein kleines Ritual: Eine Person wählt ein Thema aus, die nächste liest die Einordnung, und danach wird gemeinsam geprüft, welche Frage für Schule, Hausaufgaben oder ein Gespräch am Abend offenbleibt.

Das klingt zunächst unspektakulär, ist aber eine echte Stärke dieses Ansatzes. Politische Inhalte werden nicht nur als einzelne Behauptungen konsumiert. Man kann sie als Ausgangspunkt für eine Diskussion verwenden: Was ist passiert? Welche Interessen spielen eine Rolle? Welche Begriffe müssen erklärt werden? Und welche Position erscheint nach dem Lesen nachvollziehbarer – ohne dass man sie automatisch übernehmen muss? Für Familien mit Jugendlichen oder für Wohngemeinschaften, in denen Nachrichten regelmäßig Gesprächsthema sind, ist diese Struktur hilfreicher als ein endloser Strom kurzer Meldungen.

Ich würde die App allerdings nicht als Ersatz für eine klassische Nachrichtenquelle betrachten. Wer morgens in wenigen Minuten wissen möchte, welche Ereignisse gerade weltweit passieren, wird mit einer großen Nachrichten-App oder einer Tageszeitung wahrscheinlich schneller bedient. Buzzard ist interessanter, wenn man bei einem Thema bleiben und die eigene Einschätzung entwickeln möchte. Der Unterschied liegt also weniger in der Menge der Meldungen als in der Frage, was man nach dem Lesen mit ihnen anfangen kann.

Besonders gut passt die Anwendung zu einer konkreten Alltagssituation: Ein Kind oder Jugendlicher muss für den Unterricht ein politisches Thema vorbereiten, während ein Elternteil nicht einfach die fertige Antwort liefern möchte. Statt nur einen Suchbegriff in eine Suchmaschine einzugeben, kann man gemeinsam einen passenden Beitrag lesen, unbekannte Begriffe markieren oder mündlich sammeln und anschließend darüber sprechen, welche Argumente tatsächlich belegt sind. So wird das Gerät vom privaten Bildschirm zum gemeinsamen Arbeitsmittel.

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Was beim ersten Einsatz wichtig ist

Die Einrichtung selbst ist keine große Hürde, doch bei einem gemeinsam verwendeten Gerät würde ich vor dem ersten längeren Einsatz klären, wem das Gerät und ein möglicher Zugang eigentlich gehören. Die App ist kostenlos erhältlich, bietet aber auch kostenpflichtige Käufe innerhalb der Anwendung. Bei Abrechnung über Google Play reicht die Spanne von 5,99 Euro bis 79,99 Euro. Das ist für einen Haushalt relevant, in dem mehrere Personen denselben Store-Account verwenden oder Kinder Zugriff auf das Tablet haben.

Ich würde deshalb nicht einfach davon ausgehen, dass „kostenlos“ dauerhaft bedeutet, dass jede Nutzung ohne Kosten bleibt. Vor allem bei einem Familiengerät sollte die erwachsene Person prüfen, wie Käufe im jeweiligen Google-Play-Konto abgesichert sind. Das ist keine Besonderheit der politischen Inhalte, sondern eine praktische Grenze der gemeinsamen Nutzung: Der Inhalt kann für mehrere Personen gedacht sein, die Abrechnung gehört aber möglicherweise nur einer Person. Wer diese Grenze vorher festlegt, vermeidet unangenehme Überraschungen.

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Auch die Frage nach persönlichen Bereichen sollte man früh klären. Ein gemeinsam verwendetes Gerät ist nicht dasselbe wie ein gemeinsamer persönlicher Zugang. Falls mehrere Menschen eigene Notizen, Zugänge oder Lesegewohnheiten verwenden möchten, sollte jeder wissen, was auf dem Gerät sichtbar bleibt und was nicht. Ich würde die App daher nicht als Familienverwaltung mit getrennten Kinderprofilen oder automatischer pädagogischer Kontrolle einplanen. Sie eignet sich für gemeinsames Lesen und Besprechen, aber die Regeln für Privatsphäre, Nutzung und Käufe müssen im Haushalt selbst festgelegt werden.

Die aktuelle Version ist 4.0.4. Für mich ist das vor allem ein Hinweis, beim Start kurz zu prüfen, ob die App auf dem eigenen Gerät sauber läuft und Inhalte wie erwartet dargestellt werden. Bei politischen Materialien ist eine gute Lesbarkeit wichtiger als bei einer App, die man nur für wenige Sekunden öffnet. Auf einem größeren Tablet kann gemeinsames Lesen angenehmer sein; auf einem kleinen Smartphone würde ich eher einzelne Beiträge auswählen, statt längere Arbeitsphasen darauf zu planen.

Ein sinnvoller Ablauf für Schule und Hausaufgaben

Mein bevorzugter Ablauf beginnt nicht mit der Frage „Was ist heute passiert?“, sondern mit einem konkreten Lernziel. Soll ein Begriff verstanden werden? Geht es um die Vorbereitung einer Diskussion? Muss eine Position verglichen werden? Oder soll nur ein aktuelles Thema als Gesprächseinstieg dienen? Wer diese Frage zuerst beantwortet, nutzt Buzzard zielgerichteter und verliert sich weniger in politischen Themen, die zwar interessant, für die konkrete Aufgabe aber nicht hilfreich sind.

Ein nützlicher Trick ist, beim Lesen drei getrennte Notizfragen im Kopf zu behalten: Welche Information ist neu? Welche Aussage ist eine Bewertung? Und welche Frage bleibt offen? Gerade die zweite Frage verhindert, dass eine gut formulierte Einordnung automatisch wie eine neutrale Tatsache behandelt wird. Die App kann dabei Material für die Urteilsbildung liefern, aber das eigene Prüfen bleibt notwendig. Ich würde wichtige Aussagen bei einer schulischen Arbeit zusätzlich mit einer unabhängigen Quelle abgleichen, besonders wenn es um Zahlen, rechtliche Details oder aktuelle Entwicklungen geht.

Für die Zusammenarbeit im Haushalt funktioniert ein Rollenwechsel gut. Eine Person liest zunächst allein und erklärt danach den Inhalt in eigenen Worten. Die andere Person darf nur Verständnisfragen stellen, nicht sofort widersprechen. Erst im zweiten Schritt wird diskutiert, welche Argumente überzeugen. Diese Methode ist bei politischen Themen erstaunlich hilfreich, weil sie verhindert, dass ein Gespräch schon beim ersten Schlagwort in eine persönliche Auseinandersetzung kippt.

Ein weiterer nicht ganz offensichtlicher Vorteil liegt darin, dass man aus einem Beitrag mehrere Aufgaben machen kann. Ein Text kann als Einstieg für eine Begriffsrecherche dienen, als Grundlage für eine Pro-und-Kontra-Diskussion oder als Anlass, die Perspektive einer betroffenen Gruppe zu untersuchen. Dadurch muss man nicht für jede Unterrichtsfrage eine neue App suchen. Die Anwendung wird eher zu einem Ausgangspunkt, aus dem man selbst einen Lernweg baut.

Koordination auf einem geteilten Gerät

Die gemeinsame Nutzung klappt am besten, wenn nicht alle gleichzeitig versuchen, denselben Inhalt zu kontrollieren. Ich würde für ein Haushaltstablet eine einfache Absprache treffen: Wer einen Beitrag auswählt, sagt zuerst, warum er relevant ist; wer ihn liest, fasst ihn anschließend zusammen; und wer nicht am Gerät sitzt, darf die offenen Fragen sammeln. So entsteht eine klare Reihenfolge, ohne dass man dafür besondere Familienfunktionen voraussetzen muss.

Das ist besonders nützlich, wenn ein Elternteil und ein Schulkind unterschiedliche Ziele haben. Das Kind braucht möglicherweise eine verständliche Erklärung für eine Aufgabe, während der Erwachsene eher wissen möchte, welche Argumente hinter einer politischen Position stehen. Beide können denselben Inhalt verwenden, aber auf unterschiedliche Weise. Ich würde deshalb nicht versuchen, jedem Nutzer ein identisches Leseprogramm aufzuzwingen. Besser ist es, am Ende eine gemeinsame Frage festzuhalten, die für alle verständlich ist.

Bei einem Smartphone, das mehrere Personen gelegentlich benutzen, würde ich dagegen vorsichtiger sein. Dort vermischen sich private Nachrichten, Suchverläufe und schulische Inhalte schneller. Für eine kurze gemeinsame Recherche ist das kein großes Problem, für eine dauerhafte gemeinsame Nutzung aber schon. Ein separates Tablet oder ein klar vereinbartes Zeitfenster ist in diesem Fall die sauberere Lösung. Buzzard selbst ersetzt keine Geräteordnung und sollte auch nicht als solche verstanden werden.

Wer Inhalte für eine Unterrichtsgruppe nutzt, sollte außerdem darauf achten, dass die Diskussion nicht nur aus dem Vorlesen eines Beitrags besteht. Der Mehrwert entsteht erst, wenn die Gruppe Begriffe erklärt, Argumente sortiert und unterschiedliche Sichtweisen zulässt. Ich sehe die App daher eher als Moderationshilfe für ein Gespräch als als fertiges Arbeitsblatt. Das verlangt etwas Vorbereitung, belohnt sie aber mit einem deutlich besseren Verständnis.

Alter, Vertrauen und politische Gespräche

Die Kennzeichnung USK ab 0 Jahren macht die App grundsätzlich niedrigschwellig. Trotzdem bedeutet eine Altersfreigabe nicht, dass jedes politische Thema für jedes Kind gleich leicht verständlich oder emotional angenehm ist. Ein jüngeres Kind kann einen Beitrag über einen Konflikt, eine Wahl oder eine gesellschaftliche Krise lesen, ohne die Zusammenhänge einordnen zu können. Hier ist die Begleitung durch eine erwachsene Person wichtiger als eine technische Sperre.

Ich würde jüngeren Kindern nicht einfach das Gerät überlassen und erwarten, dass sie politische Inhalte selbstständig bewerten. Besser ist ein gemeinsames Gespräch mit einfachen Fragen: Worum geht es? Wer kommt zu Wort? Was wissen wir sicher? Was ist eine Meinung? Diese Fragen fördern Vertrauen, ohne dem Kind eine bestimmte politische Haltung vorzuschreiben. Bei Jugendlichen kann man die Verantwortung schrittweise erweitern, sollte aber weiterhin erklären, dass auch gut strukturierte Inhalte kritisch gelesen werden müssen.

Gerade bei einem gemeinsamen Haushalt ist es wichtig, politische Bildung nicht mit politischer Beeinflussung zu verwechseln. Die App kann Materialien und Einordnungen bereitstellen, doch die Familie sollte Raum für Widerspruch lassen. Ich finde es sinnvoll, gelegentlich absichtlich eine Gegenposition zu suchen und zu fragen, welche Annahmen sich unterscheiden. Das schützt vor einer Nutzung, bei der nur bereits vorhandene Meinungen bestätigt werden.

Für Kinder, die mit langen Texten Schwierigkeiten haben, würde ich die Nutzung in kurze Abschnitte teilen. Nach jedem Abschnitt kann das Kind in einem Satz erklären, was es verstanden hat. Für ältere Schülerinnen und Schüler eignet sich dagegen ein Vergleich: Erst die Darstellung lesen, danach zwei bis drei eigene Fragen formulieren und schließlich prüfen, ob der Text diese Fragen beantwortet. Diese Arbeitsweise macht aus dem Lesen eine aktive Tätigkeit und zeigt zugleich, wo die App allein nicht ausreicht.

Wer politische Nachrichten lieber völlig ungefiltert und möglichst unmittelbar verfolgt, könnte sich durch den pädagogischen Schwerpunkt gebremst fühlen. In diesem Fall ist eine klassische Nachrichten-App die bessere Ergänzung. Wer dagegen regelmäßig sagt „Ich habe die Meldung gesehen, aber ich weiß nicht, wie ich sie einordnen soll“, findet hier wahrscheinlich den passenderen Zugang. Diese Unterscheidung ist für die Erwartung an die Anwendung entscheidend.

Stärken und Grenzen im Vergleich zu üblichen Alternativen

Im Vergleich zu sozialen Netzwerken gefällt mir an Buzzard, dass die Nutzung stärker auf Verstehen als auf Reaktion ausgerichtet ist. Man wird weniger dazu gedrängt, sofort zu kommentieren, zu teilen oder sich einer Gruppe anzuschließen. Das macht die App für ein Gespräch am Küchentisch oder eine schulische Vorbereitung angenehmer. Gleichzeitig fehlt dadurch der schnelle soziale Austausch, den manche Nutzer von aktuellen Nachrichten erwarten.

Gegenüber Suchmaschinen hat die App den Vorteil, dass man nicht bei jeder Recherche selbst aus unzähligen Treffern eine sinnvolle Reihenfolge bauen muss. Das spart Zeit, wenn man ein Thema für den Unterricht erschließen möchte. Die Suchmaschine bleibt jedoch überlegen, sobald eine sehr spezielle Primärquelle, ein offizielles Dokument oder eine tagesaktuelle Einzelinformation gesucht wird. Ich würde beide Werkzeuge kombinieren, statt eines vollständig durch das andere zu ersetzen.

Auch eine gedruckte Zeitung oder ein Schulbuch erfüllt eine andere Funktion. Ein Schulbuch bietet meist einen stabileren Grundlagenrahmen, während politische Nachrichten näher am aktuellen Geschehen liegen. Buzzard kann zwischen diesen beiden Ebenen vermitteln, ersetzt aber weder das gründliche Nachschlagen noch die Diskussion im Unterricht. Für mich ist das kein Mangel, solange man die App als Werkzeug und nicht als komplette Lernumgebung betrachtet.

Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,6 aus rund 181 abgegebenen Bewertungen; außerdem sind etwa 107 schriftliche Rezensionen vorhanden. Mit über 10.000 Installationen ist die Anwendung sichtbar verbreitet, aber sie gehört nicht zu den Apps, die ohnehin jeder auf dem Gerät kennt. Ich lese diese Größenordnung als Hinweis darauf, dass man die App selbst ausprobieren sollte, statt sich allein auf ihre Bekanntheit zu verlassen. Entscheidend ist, ob der eigene Lern- oder Gesprächsstil zum Angebot passt.

Ein weiterer Abwägungspunkt sind die möglichen Käufe innerhalb der App. Für gelegentliche Nutzung im Haushalt würde ich zunächst mit der kostenlosen Variante beginnen und erst danach entscheiden, ob ein kostenpflichtiger Bereich für den eigenen Zweck sinnvoll ist. Wer nur aktuelle Themen für ein Gespräch sucht, braucht möglicherweise keine zusätzlichen Ausgaben. Für regelmäßige schulische Arbeit kann der Mehrwert anders aussehen, doch das hängt stark davon ab, wie intensiv das Material tatsächlich verwendet wird.

Für wen ich die App empfehlen würde

Ich empfehle Buzzard vor allem Familien, die politische Themen nicht nur konsumieren, sondern gemeinsam besprechen möchten. Auch Schülerinnen und Schüler, die bei Nachrichten schnell den Überblick verlieren, können profitieren, wenn sie mit einer konkreten Aufgabe starten. Lehrkräfte oder Nachhilfelehrkräfte könnten die Inhalte als Gesprächseinstieg verwenden, sollten aber ausreichend Zeit für eigene Einordnung und Quellenvergleich einplanen.

Weniger passend ist die App für Menschen, die ausschließlich kurze Eilmeldungen, Sport, Unterhaltung oder lokale Verkehrsinformationen suchen. Auch wer eine vollständig getrennte Nutzung für mehrere Familienmitglieder erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen. Ein gemeinsames Gerät kann funktionieren, aber die Grenzen zwischen privaten und gemeinsamen Inhalten müssen im Haushalt selbst organisiert werden.

Für Jugendliche würde ich die Anwendung nicht einfach als „sichere Nachrichtenquelle“ bezeichnen, sondern als gute Grundlage für angeleitete politische Bildung. Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass man eine App blind übernimmt, sondern dadurch, dass man gemeinsam über Quellen, Sprache und Perspektiven spricht. Genau dort liegt für mich der sinnvollste Einsatz – nicht in der automatischen Erledigung einer Hausaufgabe.

Praktisch ist außerdem, dass die Anwendung kostenlos verfügbar ist und auf Geräten ab Android 7.0 eingesetzt werden kann. Das erleichtert den Einstieg, wenn im Haushalt kein neues Smartphone angeschafft werden soll. Gleichzeitig sollte man die Bildschirmgröße und die gemeinsame Zeit realistisch einschätzen. Ein altes Gerät kann technisch genügen, aber längere Texte machen darauf eventuell weniger Freude als auf einem größeren Bildschirm.

Mein Urteil für den Haushalt

Nach meiner Nutzung sehe ich Buzzard – Politik für Schule als eine App, die ihren besten Platz zwischen Nachrichtensammlung und Lernhilfe findet. Sie ist besonders dann stark, wenn mehrere Menschen einen politischen Inhalt gemeinsam verstehen wollen und bereit sind, über den ersten Eindruck hinauszugehen. Für ein geteiltes Gerät eignet sie sich, sofern man Zugänge, Käufe und persönliche Grenzen vorher klar abspricht.

Meine wichtigste Empfehlung lautet, jeden Beitrag mit einer Anschlussfrage zu verbinden. „Was bedeutet das für uns?“ ist ein guter Anfang, aber noch besser sind konkrete Fragen wie: Welche Begriffe müssen wir nachschlagen? Welche Perspektive fehlt? Welche Aussage würden wir mit einer weiteren Quelle prüfen? Dadurch wird aus dem Lesen ein nachvollziehbarer Lernprozess. Der größte Nutzen entsteht nicht beim bloßen Öffnen, sondern beim gemeinsamen Einordnen danach.

Die App ist kostenlos, trägt die Alterskennzeichnung USK ab 0 Jahren und stammt von The Buzzard. Ihre aktuelle Version ist 4.0.4. Die möglichen In-App-Käufe sollte man bei einem Familiengerät bewusst berücksichtigen, besonders wenn mehrere Personen denselben Google-Play-Account verwenden. Wer diese praktische Seite im Blick behält, bekommt ein brauchbares Werkzeug für Unterricht, Hausaufgaben und politische Gespräche.

Mein abschließender Eindruck ist deshalb positiv, aber bewusst nicht vorbehaltlos: Für aktuelle Schlagzeilen allein würde ich eine klassische Nachrichtenquelle wählen. Für das gemeinsame Verstehen politischer Themen, für eine ruhigere Diskussion am Küchentisch und für die Vorbereitung einer schulischen Aufgabe würde ich Buzzard dagegen empfehlen. Die App nimmt einem das Denken nicht ab – und genau das ist in diesem Fall ihre sinnvollste Eigenschaft.

Vorteile

  • Übersichtliche Oberfläche erleichtert den Einstieg in politische Themen.
  • Verschiedene Perspektiven fördern kritisches Denken und Diskussionen.
  • Geeignet für Unterricht
  • Hausaufgaben und selbstständige Recherche.
  • Aktuelle Inhalte helfen
  • politische Debatten zeitnah zu verfolgen.
  • Themen lassen sich gezielt nach Interessengebieten entdecken.

Nachteile

  • Nicht alle Inhalte sind ohne Registrierung vollständig zugänglich.
  • Die Qualität und Tiefe der Beiträge kann je nach Thema schwanken.
  • Für jüngere Schüler sind manche Texte sprachlich anspruchsvoll.
  • Eine stabile Internetverbindung ist für die Nutzung meist erforderlich.
  • Benachrichtigungen können bei häufiger Nutzung etwas aufdringlich wirken.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Buzzard – Politik für Schule und für wen eignet sich die App?

Buzzard – Politik für Schule ist eine Bildungs-App, die politische und gesellschaftliche Themen verständlich aufbereitet. Sie eignet sich vor allem für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie alle, die sich einen schnellen Überblick über aktuelle Debatten verschaffen möchten. Die Inhalte können im Unterricht, zur Vorbereitung von Referaten oder zur persönlichen politischen Orientierung genutzt werden.

Welche Inhalte bietet Buzzard und wie werden politische Themen erklärt?

Die App behandelt aktuelle politische, gesellschaftliche und kontroverse Themen aus unterschiedlichen Perspektiven. Statt nur eine einzelne Meinung zu präsentieren, stellt Buzzard häufig verschiedene Argumente und Standpunkte gegenüber. Dadurch können Nutzerinnen und Nutzer Zusammenhänge besser verstehen, Quellen vergleichen und sich anschließend eine eigene Meinung bilden. Die Texte sind in der Regel übersichtlich und auch für jüngere Zielgruppen zugänglich.

Ist Buzzard – Politik für Schule kostenlos nutzbar?

Ob alle Inhalte kostenlos verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Angebot und der aktuellen Version der App ab. Grundlegende Informationen können möglicherweise ohne Bezahlung zugänglich sein, während bestimmte Funktionen, Themenbereiche oder schulische Materialien eventuell eine Registrierung oder ein kostenpflichtiges Modell voraussetzen. Vor dem Download sollten daher die Angaben im Google Play Store oder App Store geprüft werden.

Kann Buzzard im Unterricht oder für Hausaufgaben verwendet werden?

Ja, die App ist besonders auf den Einsatz im schulischen Umfeld ausgerichtet. Lehrkräfte können die aufbereiteten Themen als Einstieg in Diskussionen, zur Vorbereitung von Unterrichtsstunden oder für Gruppenarbeiten verwenden. Schülerinnen und Schüler können Inhalte für Referate und Hausaufgaben nutzen. Trotzdem sollten Aussagen und Quellen kritisch geprüft und bei wichtigen Aufgaben mit weiteren seriösen Informationsquellen ergänzt werden.

Benötigt die App eine Registrierung oder eine dauerhafte Internetverbindung?

Ob eine Registrierung erforderlich ist, kann von der jeweiligen Version und den angebotenen Funktionen abhängen. Für aktuelle politische Inhalte ist normalerweise eine Internetverbindung sinnvoll oder notwendig, damit neue Beiträge geladen werden können. Wer die App unterwegs nutzt, sollte außerdem beachten, dass beim Abrufen von Texten oder Medien mobile Daten verbraucht werden können. Die konkreten Anforderungen stehen in der Store-Beschreibung.

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