AR Plan 3D Lineal - Raumplaner
- Bewertung
- 3,9
- Downloads
- 10.000.000+
- Alter
- USK ab 0 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- AR Plan 3D Lineal - Raumplaner
- Kategorie
- Tools
- Paketname
- com.grymala.arplan
- Entwickler
- Grymala apps
- Bewertung
- 3,9
- Version
- 5.0.5
Analyse von Appcrazy
AR Plan 3D Lineal - Raumplaner wirkt auf den ersten Blick wie genau die Art von Werkzeug, die man nur für einen kurzen Moment braucht: Kamera öffnen, eine Wand anvisieren, Maße erfassen und weiter. Nach meiner Nutzung ist der Eindruck etwas differenzierter. Die App kann im Alltag überraschend praktisch sein, vor allem wenn ich schnell eine grobe Vorstellung von einem Raum, einem Möbelstück oder einer möglichen Einrichtung brauche. Gleichzeitig ersetzt sie kein gutes Maßband und schon gar keine präzise Vermessung für Handwerkerarbeiten. Ihr eigentlicher Wert zeigt sich deshalb nicht in einem einzelnen spektakulären AR-Moment, sondern darin, ob sie bei wiederkehrenden kleinen Aufgaben zuverlässig genug bleibt.
Die Anwendung gehört zu den Tools für Raumvermessung und Planung und stammt von Grymala apps. Sie ist kostenlos erhältlich, richtet sich laut Alterskennzeichnung an Nutzer ab null Jahren und läuft in der aktuellen Version 5.0.5 auf Geräten ab Android 8.0. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,9 bei rund 217.000 Bewertungen und mehr als 10 Millionen Installationen ist sie deutlich mehr als ein kaum getestetes Experiment. Gleichzeitig zeigen solche Zahlen auch: Viele Menschen probieren sie aus, aber nicht jeder bleibt dauerhaft dabei. Genau diese Frage ist für mich entscheidend: Wird aus dem netten AR-Effekt ein Werkzeug, das ich nach dem ersten Projekt tatsächlich wieder öffne?
Der erste Eindruck: schnell nützlich, aber nicht automatisch präzise
In der ersten Woche liegt die Stärke von AR Plan 3D klar in der niedrigen Einstiegshürde. Ich muss kein kompliziertes Zeichenprogramm lernen, um eine einfache Raumidee festzuhalten. Die Kamera verbindet die reale Umgebung mit virtuellen Messlinien, sodass ich beim Rundgang durch einen Raum unmittelbar eine Orientierung bekomme. Das ist angenehmer, als jedes Maß zunächst auf Papier zu notieren und anschließend mühsam in einen Plan zu übertragen.
Besonders hilfreich ist der Ansatz bei Aufgaben, bei denen eine Näherung genügt. Vor einem Möbelkauf kann ich beispielsweise prüfen, ob ein Schrank grundsätzlich an eine Wand passt oder ob zwischen zwei Bereichen genügend Platz bleibt. Auch beim Umstellen eines Zimmers ist es praktisch, nicht nur die Länge einer Wand, sondern den gesamten räumlichen Zusammenhang im Blick zu behalten. Für eine erste Skizze eines Wohnzimmers liefert die App schneller ein Gefühl für Proportionen als ein gewöhnliches Lineal.
Der wichtigste Lernschritt kommt allerdings direkt am Anfang: Ich muss die Messung sauber vorbereiten. Ruhige Bewegungen, klare Bezugspunkte und eine gut erkennbare Umgebung machen einen spürbaren Unterschied. Wenn ich die Kamera hektisch schwenke oder eine Kante schlecht erkenne, wirkt das Ergebnis zwar plausibel, kann aber trotzdem danebenliegen. Das ist kein Fehler, den ich erst nach mehreren Wochen bemerke, sondern eine grundlegende Eigenschaft jeder kamerabasierten Messung.
Mein Tipp für die ersten Versuche ist deshalb, eine bekannte Strecke zusätzlich mit einem echten Maßband zu kontrollieren. Nicht, weil die App dadurch genauer wird, sondern weil ich schnell lerne, wie sie auf mein Smartphone, meine Beleuchtung und meine Bewegungen reagiert. Diese persönliche Referenz ist wertvoller als blindes Vertrauen in eine angezeigte Zahl. Für Dekoration, grobe Planung und erste Raumideen reicht die Genauigkeit oft aus; für Zuschnitte, Bohrpunkte oder passgenaue Einbauten würde ich weiterhin ein physisches Messwerkzeug verwenden.
Die Bezeichnung als 3D-Raumplaner ist vor allem dann sinnvoll, wenn ich nicht bei einer einzelnen Strecke stehenbleibe. Ein einzelnes Ergebnis beantwortet nur eine kleine Frage. Mehr Nutzen entsteht, wenn ich mehrere Wände, Öffnungen und Abstände in einem zusammenhängenden Ablauf betrachte. Dadurch kann ich besser einschätzen, ob ein Möbelstück nicht nur an eine Wand passt, sondern auch durch den Raum bewegt werden kann oder ob Türen und Laufwege problematisch werden.
Ein realistischer Alltagstest vor dem Möbelkauf
Ein typischer Einsatz wäre für mich ein geplanter Austausch eines niedrigen Sideboards. Zuerst erfasse ich die Wand, an der es stehen soll, und notiere mir die verfügbare Breite. Danach prüfe ich den Abstand zu Tür, Fenster und Sitzbereich. Anschließend vergleiche ich die Maße des gewünschten Möbelstücks mit der groben Skizze. Der Vorteil liegt nicht darin, dass die App mir die Kaufentscheidung abnimmt. Sie zwingt mich vielmehr, den ganzen Raum zu betrachten, statt nur die Wandlänge aus einer alten Notiz zu übernehmen.
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Ein zusätzlicher, weniger offensichtlicher Vorteil ist die Möglichkeit, Messungen direkt in der Situation zu machen, in der die Frage entsteht. Wenn ich in einer Wohnung stehe und spontan wissen möchte, ob ein Regal an eine bestimmte Stelle passt, muss ich nicht erst später zurückkehren. Das spart Wege und verhindert, dass ich Maße aus dem Gedächtnis rekonstruiere. Für Besichtigungen oder Renovierungsideen ist das ein echter Komfortgewinn.
Die Grenze zeigt sich bei schwierigen Oberflächen und unklaren Kanten. Glänzende, sehr dunkle oder stark strukturierte Bereiche können die Orientierung erschweren. Auch bei wenig Licht oder wenn kaum markante Punkte vorhanden sind, muss ich häufiger neu ansetzen. Deshalb sollte ich die App nicht als automatische Vermessungsmaschine verstehen. Sie unterstützt meine Einschätzung, aber sie nimmt mir die Verantwortung für die Kontrolle nicht ab.
Was nach dem ersten Projekt übrig bleibt
Nach dem anfänglichen Staunen entscheidet sich, ob die Anwendung einen festen Platz auf dem Smartphone verdient. Der AR-Effekt nutzt sich schnell ab. Beim ersten Durchlauf ist es interessant, virtuelle Linien im echten Raum zu sehen. Beim dritten oder vierten Mal zählt dagegen nur noch, ob ich damit eine konkrete Aufgabe schneller und verständlicher löse. Genau hier ist die App stärker als ein reines Spielzeug, aber nicht in jedem Haushalt gleich wertvoll.
Ich sehe den größten Nutzen für Menschen, die regelmäßig Räume verändern, Wohnungen besichtigen, Möbel planen oder Renovierungsarbeiten vorbereiten. Wer häufig zwischen verschiedenen Ideen vergleicht, kann von einer digitalen Raumskizze profitieren. Auch für Familien, die ein Kinderzimmer umgestalten, oder für Mieter, die vor einem Kauf prüfen möchten, ob ein Gegenstand in eine bestimmte Ecke passt, kann die App wiederholt sinnvoll sein.
Weniger überzeugend ist sie für Nutzer, die nur einmal eine exakt passende Länge brauchen. In diesem Fall ist ein klassisches Maßband meist schneller, zuverlässiger und unabhängiger von der Kamerasituation. Auch professionelle Planer, Handwerker oder Personen, die millimetergenaue Ergebnisse benötigen, sollten eine dafür gedachte Messausrüstung oder Fachsoftware bevorzugen. Die App ist eine gute Ergänzung für die Vorplanung, aber kein Ersatz für professionelle Vermessung.
Die kostenlose Nutzung senkt die Hürde, sie länger auszuprobieren. Zugleich gibt es In-App-Käufe, die bei Abrechnung über Google Play zwischen 1,09 Euro und 124,99 Euro liegen. Für mich bedeutet das: Ich würde zunächst prüfen, ob der grundlegende Arbeitsablauf zu meinen Aufgaben passt, bevor ich Geld für zusätzliche Möglichkeiten ausgebe. Der entscheidende Wert liegt nicht in der bloßen Anzahl sichtbarer Funktionen, sondern darin, ob ich regelmäßig Raumfragen damit löse.
Der monatliche Wert: Planung statt täglicher Gewohnheit
AR Plan 3D ist keine App, die ich wahrscheinlich jeden Tag öffne. Ihr langfristiger Nutzen entsteht eher in Wellen. In einem Monat ohne Umzug, Möbelkauf oder Renovierung bleibt sie möglicherweise ungenutzt. Sobald aber ein konkretes Projekt beginnt, kann sie wieder sehr relevant werden. Das ist kein Mangel, den ich künstlich schönreden möchte, sondern die natürliche Rolle eines spezialisierten Werkzeugs.
Damit sie zwischen solchen Projekten nicht völlig in Vergessenheit gerät, hilft eine feste Arbeitsweise. Ich würde für jedes Zimmer eine eigene kleine Dokumentation anlegen, die wichtigsten Maße notieren und die Ergebnisse mit einer kurzen Beschreibung versehen. So muss ich bei einer späteren Änderung nicht wieder bei null beginnen. Besonders nützlich ist das, wenn ich Entscheidungen über mehrere Wochen hinweg treffe und verschiedene Möbelvarianten vergleichen möchte.
Ein konkreter Workflow besteht darin, zuerst die groben Raumgrenzen zu erfassen, danach die störenden Elemente zu prüfen und erst am Ende einzelne Möbelpositionen zu betrachten. Wenn ich sofort mit einem Schrank beginne, übersehe ich leicht Türen, Fenster oder Bewegungsflächen. Die App ist am hilfreichsten, wenn ich sie nicht nur als virtuelles Lineal, sondern als Denkstütze für die Reihenfolge meiner Planung verwende.
Ein weiterer praktischer Einsatz ist die Vorbereitung eines Besuchs im Möbelhaus. Ich kann mir vorab die kritischen Maße notieren: verfügbare Breite, maximale Tiefe, Durchgang und Abstand zu anderen Gegenständen. Im Laden muss ich dann nicht aus dem Bauch heraus entscheiden. Die App ersetzt die Produktmaße des Händlers nicht, aber sie hilft mir, die richtigen Fragen zu stellen und Fehlkäufe zu vermeiden.
Für wiederkehrende Renovierungsprojekte ist außerdem interessant, dass eine grobe digitale Darstellung Gespräche erleichtern kann. Wenn mehrere Personen über die Einrichtung diskutieren, ist eine räumliche Skizze oft klarer als eine Beschreibung wie „etwas links neben dem Fenster“. Das reduziert Missverständnisse. Trotzdem würde ich wichtige Werte immer zusätzlich schriftlich festhalten, weil eine AR-Ansicht nicht automatisch eine dauerhaft verlässliche technische Dokumentation darstellt.
Wartung, Vorbereitung und die kleinen Reibungspunkte
Der Pflegeaufwand ist überschaubar, aber nicht gleich null. Vor einer Messung sollte ich die Kamera sauber halten, für ausreichend Licht sorgen und den Raum so betrachten, dass markante Kanten sichtbar sind. Außerdem lohnt es sich, die Umgebung nicht während des Messens ständig zu verändern. Ein Stuhl, der plötzlich verschoben wird, oder eine Person, die durch den Bereich läuft, kann die Orientierung unnötig erschweren.
Die größte Wartungsarbeit besteht für mich nicht in der App selbst, sondern in der Ordnung meiner Ergebnisse. Wenn ich mehrere Räume oder Varianten messe, brauche ich eine klare Benennung und sollte wichtige Werte außerhalb der spontanen Sitzung festhalten. Andernfalls habe ich zwar viele digitale Eindrücke, weiß später aber nicht mehr, welche Messung zu welcher Wand gehört. Das ist ein typisches Problem bei AR-Werkzeugen: Die Aufnahme ist schnell gemacht, die spätere Zuordnung verlangt Disziplin.
Auch die Geräteabhängigkeit sollte ich ernst nehmen. Zwei Smartphones können sich bei Kameraqualität, Sensorik und Darstellung unterschiedlich verhalten. Selbst wenn beide die nötige Android-Version unterstützen, fühlt sich die Messung nicht zwingend gleich an. Wer die App auf einem älteren oder schwächeren Gerät nutzt, sollte besonders sorgfältig kontrollieren und nicht davon ausgehen, dass jede Bewegung gleich flüssig verarbeitet wird.
Die Bedienung bleibt zugänglich, aber sie ist nicht völlig reibungslos. Bei einem unklaren Startpunkt oder einer schlecht erkannten Fläche kann ich Zeit mit neuen Versuchen verlieren. Das fällt bei einer schnellen Einzelmessung stärker auf als bei einer längeren Raumplanung, weil die Erwartung an eine sofortige Antwort besonders hoch ist. Ich finde es deshalb sinnvoll, die App eher mit etwas Ruhe zu verwenden, statt sie wie ein physisches Maßband im Vorbeigehen zu schwenken.
Die kostenlose Basis macht das Ausprobieren angenehm. Gleichzeitig sollte ich bei kostenpflichtigen Erweiterungen darauf achten, ob sie meinen tatsächlichen Ablauf verbessern oder nur zusätzliche Möglichkeiten sichtbar machen. Ein Werkzeug, das ich wenige Male im Jahr verwende, muss für mich nicht jede Option bieten. Bei häufiger Raumplanung kann sich eine Investition eher lohnen, aber ich würde den Nutzen an konkreten Projekten messen und nicht an der bloßen Verfügbarkeit von Funktionen.
Wo die anfängliche Begeisterung nachlässt
Die erste Ermüdungsquelle ist die Differenz zwischen dem modernen Eindruck und der praktischen Genauigkeit. Eine virtuelle Linie sieht überzeugend aus, doch das Erscheinungsbild garantiert keine Präzision. Wenn ich diese Grenze nicht akzeptiere, werde ich die App schnell unfair beurteilen. Sie ist stark bei Orientierung und Vorplanung, während ein klassisches Maßband bei einer kritischen Einzelmessung oft die bessere Wahl bleibt.
Die zweite Ermüdungsquelle entsteht durch wiederholtes Nachmessen. Wenn ein Ergebnis nicht plausibel wirkt, muss ich die Position ändern, den Raum anders anvisieren oder die Messung mit einem anderen Werkzeug prüfen. Das kann den Zeitvorteil teilweise aufbrauchen. Für eine grobe Entscheidung ist dieser Aufwand vertretbar; bei vielen identischen Messungen kann ein Zollstock deutlich weniger nerven.
Auch die räumliche Situation selbst kann die Nutzung anstrengend machen. Enge Zimmer, verwinkelte Bereiche und Möbel mit schwer sichtbaren Kanten verlangen mehr Aufmerksamkeit. In einem leeren, gut beleuchteten Raum kommt die Idee besser zur Geltung als in einer vollgestellten Wohnung. Wer hauptsächlich in problematischen Umgebungen misst, sollte die App daher als zusätzliche Perspektive betrachten und nicht als Hauptwerkzeug.
Mich würde außerdem stören, wenn ich für eine wichtige Entscheidung keine zweite Kontrolle einplane. Das ist weniger eine Schwäche einer einzelnen Funktion als eine Frage des richtigen Einsatzes. Bei einem Bild, einem kleinen Regal oder einer groben Stellprobe ist das Risiko überschaubar. Bei einem maßgefertigten Einbau, einer Arbeitsplatte oder einer Bohrschablone kann ein kleiner Fehler teuer werden. In solchen Fällen ist eine professionelle Messung die vernünftigere Option.
Wer eine dauerhaft gepflegte Grundrisssammlung erwartet, sollte ebenfalls mit einer gewissen Eigenarbeit rechnen. Die App kann eine schnelle Erfassung erleichtern, aber der Nutzen wächst erst durch saubere Ablage, verständliche Bezeichnungen und regelmäßige Kontrolle. Ohne diese Gewohnheit bleibt sie ein praktischer Helfer für einzelne Momente und entwickelt sich nicht zu einem verlässlichen persönlichen Raumarchiv.
Für wen sich die Installation wirklich lohnt
Ich würde die Anwendung Mietern empfehlen, die Möbel kaufen oder Räume neu organisieren und dabei schnell Größenordnungen prüfen möchten. Auch Umziehende können profitieren, wenn sie mehrere Zimmer vergleichen und vorab überlegen, welche vorhandenen Gegenstände wohin passen. Für diese Gruppen ist die Kombination aus Kameraansicht, Messhilfe und räumlicher Vorstellung nützlicher als eine bloße Notiz-App.
Sie passt ebenfalls zu neugierigen Nutzern, die gern mit AR arbeiten, aber einen praktischen Anlass suchen. Der entscheidende Unterschied zu einem reinen Demo-Effekt ist, dass die Messung mit einer echten Entscheidung verbunden werden kann. Ich würde sie allerdings nur dann dauerhaft behalten, wenn mindestens einige solcher Situationen pro Jahr vorkommen. Sonst nimmt ein normales Maßband weniger Platz ein und erfüllt die Aufgabe direkter.
Überspringen würde ich sie, wenn ich regelmäßig technische Präzision brauche, bereits mit professionellen Planungsprogrammen arbeite oder mich bei wichtigen Maßen nicht auf eine kamerabasierte Näherung verlassen möchte. Auch wer keine Lust hat, Ergebnisse zu kontrollieren und ordentlich zu dokumentieren, wird vermutlich schneller frustriert sein. Die App belohnt eine sorgfältige Nutzung, nicht blindes Vertrauen.
Im Vergleich zum gewöhnlichen Lineal oder Zollstock bietet sie mehr räumlichen Zusammenhang und kann mehrere Planungsschritte gedanklich verbinden. Dafür ist sie stärker von Licht, Oberfläche, Kameraführung und Geräteeigenschaften abhängig. Gegenüber einer spezialisierten Planungssoftware wirkt sie zugänglicher und spontaner, erreicht aber nicht deren Anspruch an professionelle Dokumentation. Ihre beste Position liegt genau dazwischen: als schnelle digitale Hilfe für reale Räume.
Mein langfristiges Urteil
Nach dem Ende des ersten AR-Effekts bleibt für mich ein brauchbares, aber situationsabhängiges Werkzeug. AR Plan 3D Lineal - Raumplaner verdient einen festen Platz auf dem Smartphone, wenn ich regelmäßig Möbel, Räume oder Renovierungsideen vorbereite. Die Anwendung spart Wege, macht räumliche Zusammenhänge verständlicher und hilft mir, vor einem Kauf konkreter zu prüfen, was überhaupt funktionieren kann.
Ihr dauerhafter Wert hängt jedoch weniger von der spektakulären Darstellung als von meiner eigenen Arbeitsweise ab. Wenn ich Messungen kontrolliere, Ergebnisse sinnvoll benenne und die App als Vorplanung statt als Präzisionsinstrument einsetze, bleibt sie nützlich. Wer dagegen eine sofort perfekte Zahl für jede Oberfläche erwartet, wird die Grenzen schnell spüren.
Die Reichweite der App ist beachtlich, und die kostenlose Verfügbarkeit macht den Einstieg leicht. Die Bewertung von 3,9 zeigt für mich zugleich, dass die Erfahrung nicht für jeden reibungslos sein dürfte. Meine Empfehlung fällt deshalb positiv, aber klar eingeschränkt aus: ausprobieren lohnt sich besonders vor einem Möbelkauf oder einer Raumumgestaltung. Für gelegentliche grobe Planung ist sie deutlich komfortabler als Papier und Zollstock allein. Für sicherheitsrelevante, teure oder millimetergenaue Arbeiten würde ich ihr Ergebnis niemals ungeprüft übernehmen.
Mein Fazit: langfristig sinnvoll als flexible Vorplanungs-App, nicht als Ersatz für ein echtes Präzisionsmesswerkzeug. Wenn dieser Unterschied klar ist, bleibt aus der anfänglichen AR-Neugier ein praktischer Helfer, den ich bei den richtigen Projekten gern wieder öffne.
Vorteile
- Schnelle Flächenmessung direkt über die Smartphone-Kamera
- 3D-Grundrisse erleichtern die Planung von Möbeln und Räumen
- Mehrere Maßeinheiten für unterschiedliche regionale Anforderungen
- Messungen lassen sich speichern und später bequem weiterbearbeiten
- Nützlich für Renovierungen
- Umzüge und erste Einrichtungsideen
Nachteile
- Benötigt gute Lichtverhältnisse und ausreichend freie Flächen
- AR-Messungen können bei unebenen Böden oder Wänden abweichen
- Viele erweiterte Funktionen sind nur mit Abo oder Kauf verfügbar
- Die Genauigkeit hängt stark von Kamerakalibrierung und Bewegung ab
- Auf älteren Geräten kann die 3D-Darstellung ruckeln
Häufig gestellte Fragen
Was ist AR Plan 3D Lineal – Raumplaner und wofür kann ich die App verwenden?
AR Plan 3D Lineal – Raumplaner nutzt die Augmented-Reality-Funktionen eines kompatiblen Smartphones oder Tablets, um Räume, Wände, Türen und andere Bereiche virtuell zu vermessen. Die ermittelten Maße können bei Renovierungen, Umzügen, Möbelkäufen oder der ersten Raumplanung hilfreich sein. Die App ersetzt jedoch kein professionelles Messgerät, besonders wenn millimetergenaue Ergebnisse erforderlich sind.
Wie genau sind die Messungen mit AR Plan 3D Lineal – Raumplaner?
Die Genauigkeit hängt stark von der Kamera, den Bewegungssensoren, der Beleuchtung und der Beschaffenheit des Raumes ab. Beim Testen funktionierten gerade, gut sichtbare Flächen und ausreichend beleuchtete Bereiche am zuverlässigsten. Nutzer sollten das Gerät langsam und stabil bewegen und wichtige Ergebnisse anschließend mit einem Maßband überprüfen. Für eine grobe Planung ist die App praktisch, für Bau- oder Handwerksarbeiten aber nur bedingt geeignet.
Welche Geräte und Voraussetzungen werden für die Nutzung benötigt?
Für die Nutzung wird ein Android- oder iOS-Gerät mit Kamera und unterstützten Augmented-Reality-Funktionen benötigt. Je nach Betriebssystem und App-Version können die Voraussetzungen unterschiedlich sein. Außerdem sollte ausreichend freier Speicher vorhanden sein und die Anwendung Zugriff auf die Kamera erhalten. Auf älteren Geräten kann die Darstellung weniger flüssig sein oder bestimmte Messfunktionen können fehlen beziehungsweise nicht zuverlässig arbeiten.
Ist AR Plan 3D Lineal – Raumplaner kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?
Die App kann in der Regel kostenlos heruntergeladen werden, wobei je nach Version bestimmte Funktionen, Werkzeuge oder eine werbefreie Nutzung kostenpflichtig sein können. Vor dem Download und besonders vor dem Start eines Abonnements sollte man die Angaben im jeweiligen App Store sorgfältig prüfen. Wichtig sind auch Hinweise zu Testzeiträumen, automatischer Verlängerung und möglichen In-App-Käufen, da sich das Angebot ändern kann.
Werden meine Raumpläne und Messdaten gespeichert oder weitergegeben?
Vor der Nutzung sollte man die Datenschutzrichtlinien und die im App Store aufgeführten Berechtigungen lesen. Für AR-Messungen benötigt die Anwendung normalerweise Zugriff auf die Kamera; je nach Funktionen können zusätzlich Speicher- oder Dateiberechtigungen erforderlich sein. Ob Projekte ausschließlich auf dem Gerät gespeichert, synchronisiert oder an externe Dienste übertragen werden, hängt von der konkreten Version ab. Sensible Grundrisse sollten deshalb nur mit Bedacht geteilt werden.
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