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WISO Steuer – Steuererklärung

Bewertung
4,8
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1.000.000+
Alter
USK ab 0 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
WISO Steuer – Steuererklärung
Kategorie
Finanzen
Paketname
de.buhl.steuerphone
Entwickler
Buhl Data Service GmbH
Bewertung
4,8
Version
33.09.1.13950
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Eine Steuererklärung gehört für mich zu den Aufgaben, die man gern möglichst schnell hinter sich bringt. Genau hier setzt WISO Steuer an: Die Finanz-App von Buhl Data Service GmbH führt Schritt für Schritt durch die Erklärung und versucht, die Sprache des Finanzamts in normale Alltagssätze zu übersetzen. Ich habe sie vor allem unter dem Gesichtspunkt betrachtet, wie verständlich, zugänglich und stressarm sie sich in unterschiedlichen Situationen nutzen lässt.

Die App ist kostenlos erhältlich, richtet sich an alle Altersgruppen und läuft auf Geräten ab iOS beziehungsweise Android 10. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8 bei rund 66.000 abgegebenen Bewertungen und mehr als einer Million Installationen gehört sie zu den etablierten Steuer-Apps. Diese Zahlen ersetzen natürlich keinen eigenen Test, zeigen aber, dass WISO Steuer für viele Menschen eine vertraute Alternative zum direkten Arbeiten mit ELSTER geworden ist.

Lesbarkeit und Navigation im Alltag

Mein erster positiver Eindruck entsteht durch die geführte Struktur. Statt mich sofort mit Formularfeldern und Behördenbegriffen zu konfrontieren, arbeitet die App die Lebensbereiche einer Steuererklärung nacheinander ab. Das fühlt sich eher wie ein Gespräch an als wie das Ausfüllen eines komplizierten Dokuments. Für Einsteiger ist das ein großer Vorteil, weil man nicht schon vor dem ersten Eintrag wissen muss, in welchem Formularabschnitt eine bestimmte Ausgabe steckt.

Die Fragen sind meistens so formuliert, dass ich ihren Zweck verstehe. Wenn es um den Arbeitsweg, berufliche Ausgaben oder Versicherungen geht, wird nicht nur ein leerer Bereich präsentiert. Die Anwendung versucht, den Zusammenhang herzustellen. Dadurch kann ich mich besser daran erinnern, welche Unterlagen ich noch suchen sollte. Besonders hilfreich ist diese Vorgehensweise, wenn die Steuererklärung nicht regelmäßig gemacht wird und die Begriffe aus dem Vorjahr bereits wieder vergessen sind.

Die Navigation ist für mich dann am stärksten, wenn ich konzentriert und in Ruhe arbeite. Ich kann die Erklärung in Etappen angehen, statt einen ganzen Abend dafür blockieren zu müssen. Das passt gut zu einem realistischen Ablauf: Ich beginne mit den persönlichen Angaben, unterbreche später, suche am nächsten Tag die Bescheinigungen zusammen und kehre anschließend an die offene Stelle zurück. Eine solche Aufteilung senkt die mentale Belastung deutlich.

Gleichzeitig sollte man nicht erwarten, dass jede Frage selbsterklärend ist. Steuerliche Situationen können so individuell sein, dass eine kurze Erläuterung nicht alle Sonderfälle abdeckt. Bei einer einfachen Arbeitnehmer-Erklärung komme ich meist gut voran. Sobald mehrere Einkunftsarten, besondere berufliche Konstellationen oder ungewöhnliche Abzüge dazukommen, muss ich die Hinweise sorgfältig lesen und darf vorgeschlagene Antworten nicht einfach übernehmen.

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Ein nützlicher Arbeitsstil ist, die App nicht nur als Eingabemaske, sondern als Checkliste zu verwenden. Ich notiere mir außerhalb der Anwendung, welche Dokumente noch fehlen, und prüfe jeden Abschnitt bewusst, bevor ich weitergehe. So verhindert man, dass man sich von der angenehmen Gesprächsführung zu einem zu schnellen Abschluss verleiten lässt. Die verständliche Oberfläche hilft beim Einstieg, ersetzt aber nicht die eigene Kontrolle der Angaben.

Die aktuelle Version 33.09.1.13950 zeigt, dass das Produkt regelmäßig als konkrete App-Version gepflegt wird. Für mich ist das wichtig, weil Steuer-Apps nicht nur hübsch aussehen müssen, sondern mit wechselnden Formularen und Abläufen umgehen sollen. Beim Arbeiten achte ich trotzdem darauf, ob eine Frage wirklich zu meinem Steuerjahr und meiner persönlichen Situation passt. Eine neue Version macht eine individuelle Prüfung nicht überflüssig.

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Wenn Lesen anstrengend wird

Bei längeren Sitzungen merke ich, dass die Verständlichkeit nicht allein von kurzen Sätzen abhängt. Steuerliche Hinweise enthalten zwangsläufig viele Bedingungen. Wer langsam liest, eine Sehschwäche hat oder nach einem langen Arbeitstag nur noch wenig Konzentration besitzt, sollte die Erklärung in kleine Abschnitte teilen. Ich finde es sinnvoll, nicht gleichzeitig Belege zu sortieren, Telefonate zu führen und Fragen zu beantworten. Die App kann Ordnung schaffen, aber sie kann die Aufmerksamkeit nicht vollständig ersetzen.

Für Menschen, die mit Behördensprache Schwierigkeiten haben, ist der geführte Ansatz grundsätzlich zugänglicher als ELSTER. ELSTER bleibt die direkte, offizielle Lösung und kann für erfahrene Nutzer schneller sein, weil sie gezielt in bekannte Bereiche springen. Wer jedoch nicht weiß, welches Formularfeld gesucht wird, profitiert eher von der erklärenden Führung von WISO Steuer. Der Preis dieser Unterstützung ist, dass man mehr Fragen durchläuft, auch wenn einzelne davon für den eigenen Fall nicht relevant sind.

Ich würde außerdem empfehlen, wichtige Zahlen vor dem Öffnen der App zu sammeln. Dazu gehören beispielsweise Lohnunterlagen, Angaben zu Versicherungen und beruflichen Kosten. Das verbessert nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Lesbarkeit des gesamten Prozesses: Statt ständig zwischen Anwendungen, Papier und Erinnerungen zu wechseln, kann ich mich auf eine Frage nach der anderen konzentrieren.

Bedienung bei unterschiedlichen körperlichen und sensorischen Voraussetzungen

Eine Steuererklärung am Smartphone oder Tablet kann für manche Menschen angenehmer sein als das Arbeiten an einem großen Computer, für andere ist es genau umgekehrt. Ich empfinde die mobile Form als praktisch, wenn ich nur wenige Angaben ergänzen oder einen Gedanken sofort festhalten möchte. Bei vielen Zahlen und Dokumenten bietet ein größerer Bildschirm jedoch mehr Übersicht. Deshalb hängt die Zugänglichkeit stark davon ab, welches Gerät man im Alltag sicher bedienen kann.

Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik können von einer geführten Eingabe profitieren, weil sie nicht ständig kleine Formularfelder in einer langen Maske suchen müssen. Trotzdem bleibt die Eingabe von Beträgen, Daten und persönlichen Informationen eine präzise Aufgabe. Wer häufig daneben tippt oder Schwierigkeiten mit der Bildschirmtastatur hat, sollte langsam arbeiten und jeden Wert vor dem nächsten Schritt kontrollieren. Bei einer Steuererklärung ist ein kleiner Tippfehler nicht bloß lästig, sondern kann die Berechnung verändern.

Für Nutzer mit motorischen Einschränkungen kann es sinnvoll sein, die Erklärung in kurzen Sitzungen zu bearbeiten. Dadurch sinkt die Zahl der wiederholten Eingaben, die bei Ermüdung besonders fehleranfällig werden. Ich würde wichtige Abschnitte außerdem nicht in einer unruhigen Umgebung ausfüllen. Im Bus, in einer Warteschlange oder während eines Gesprächs ist eine schnelle Notiz vielleicht machbar, eine vollständige Steuererklärung aber nicht zuverlässig.

Bei visuellen Einschränkungen hängt viel davon ab, wie gut die jeweilige Gerätekonfiguration mit der App zusammenspielt. Größere Darstellung, stärkere Kontraste oder eine Vorlesefunktion des Betriebssystems können die Nutzung erleichtern, doch ich würde nicht davon ausgehen, dass jeder Bildschirm für jede Hilfstechnologie gleich gut funktioniert. Wer auf eine bestimmte Bedienungshilfe angewiesen ist, sollte einen kurzen Test mit einem kleinen Abschnitt machen, bevor die komplette Erklärung angelegt wird.

Auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen wirkt eine textbasierte Steuererklärung grundsätzlich passend, weil die wesentlichen Inhalte über Fragen und Hinweise vermittelt werden. Entscheidend ist, dass man nicht auf akustische Erklärungen angewiesen ist, um den nächsten Schritt zu verstehen. Bei komplexen Sachverhalten bleibt allerdings die schriftliche Form anspruchsvoll. Dann hilft es, Hinweise mehrfach zu lesen oder die betreffende Frage mit den eigenen Unterlagen zu vergleichen.

Eine weniger offensichtliche Stärke liegt darin, dass die App den mentalen Aufwand verteilt. Ich muss nicht alle steuerlichen Kategorien im Kopf behalten, sondern kann mich auf den aktuellen Lebensbereich konzentrieren. Das ist auch für Menschen mit Konzentrationsproblemen hilfreich. Die Kehrseite: Wer leicht den Überblick über bereits erledigte Punkte verliert, sollte sich eigene Notizen machen und nicht ausschließlich darauf vertrauen, dass die geführte Reihenfolge alle persönlichen Besonderheiten abdeckt.

Der praktische Test: eine Erklärung zwischen Arbeit und Familie

Ein realistisches Szenario ist für mich ein Angestellter, der unter der Woche wenig Zeit hat, zu Hause aber mehrere berufliche Ausgaben und Fahrtwege prüfen möchte. Mit WISO Steuer kann er zunächst die Grunddaten bearbeiten, die Unterlagen am Wochenende zusammensuchen und später die fehlenden Beträge ergänzen. Die App passt damit besser zu einem unterbrochenen Arbeitsablauf als ein Papierformular, bei dem man schnell den Überblick über offene Stellen verliert.

Für Eltern oder pflegende Angehörige ist diese Aufteilung ebenfalls hilfreich. Eine ruhige, ungestörte Stunde ist nicht immer verfügbar. Ich würde in dieser Situation bewusst nur einen Abschnitt bearbeiten und nach jeder Sitzung festhalten, welche Belege noch fehlen. So wird die App zu einem Werkzeug für kleine Zeitfenster, statt zusätzlichen Druck zu erzeugen.

Wer dagegen gerade unterwegs ist, sollte sensible Angaben nicht hastig zwischen anderen Aufgaben eintragen. Die mobile Verfügbarkeit bedeutet nicht, dass jeder Ort zum geeigneten Arbeitsplatz wird. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln kommen neugierige Blicke, schlechte Verbindung oder fehlende Ruhe hinzu. Für eine kurze Ergänzung mag das funktionieren; für die abschließende Prüfung würde ich einen privaten und konzentrierten Ort wählen.

Situative Zugänglichkeit: wann die App besonders gut passt

WISO Steuer ist vor allem dann sinnvoll, wenn ich eine verständliche Führung möchte und meine Steuerangelegenheiten nicht vollständig auswendig kenne. Typische Arbeitnehmerfälle lassen sich dadurch überschaubarer angehen als mit einer leeren amtlichen Formularstruktur. Auch wer im Vorjahr ELSTER genutzt hat, kann von der dialogorientierten Abfolge profitieren, wenn die Suche nach dem richtigen Feld bisher viel Zeit gekostet hat.

Der kostenlose Zugang senkt die Einstiegshürde. Ich kann die App ausprobieren, ohne zunächst eine kostenpflichtige Entscheidung treffen zu müssen. Das ist besonders angenehm für Menschen, die unsicher sind, ob eine mobile Steuerlösung zu ihnen passt. Trotzdem sollte man den Begriff kostenlos nicht mit kostenloser professioneller Beratung verwechseln. Die Anwendung unterstützt beim Erstellen der Erklärung, aber persönliche steuerliche Beratung durch einen Menschen ist eine andere Art von Hilfe.

Für Selbstständige, Vermieter oder Menschen mit komplizierten finanziellen Verhältnissen kann die App trotzdem interessant sein, allerdings nur mit sorgfältiger Prüfung. In solchen Fällen würde ich jede Erklärung und jeden Hinweis genauer lesen und bei Unsicherheit eine Steuerberatung in Betracht ziehen. Eine geführte Oberfläche kann komplizierte Sachverhalte verständlicher machen, aber sie nimmt dem Nutzer nicht die Verantwortung ab, die eigene Situation korrekt einzuordnen.

Im Vergleich zu ELSTER sehe ich einen klaren Unterschied im Arbeitsgefühl. ELSTER ist näher am amtlichen Original und kann für Nutzer mit Erfahrung, festen Abläufen und gezieltem Formularwissen effizient sein. WISO Steuer setzt stärker auf Erklärung, Reihenfolge und Alltagssprache. Wer möglichst direkt und ohne zusätzliche Führung arbeiten möchte, könnte ELSTER bevorzugen. Wer bei Formularen regelmäßig nicht weiß, wo er anfangen soll, wird wahrscheinlich mit der Buhl-App schneller zu einem verständlichen Ergebnis kommen.

Gegenüber Papierformularen bietet die App den Vorteil, dass die Eingabe nicht wie ein statisches Blatt wirkt. Ich kann Abschnitte schrittweise bearbeiten und mich an Fragen entlanghangeln. Papier kann jedoch für Menschen besser sein, die lieber mit einem Stift markieren, Belege danebenlegen und den gesamten Aufbau auf einmal sehen. Die beste Lösung hängt daher nicht nur von Steuerkenntnissen ab, sondern auch davon, ob man digital oder analog besser denkt.

Ein wichtiger Tipp für die situative Nutzung: Ich würde die Erklärung nicht erst in der letzten freien Stunde beginnen. Selbst bei einem einfachen Fall können fehlende Unterlagen, unklare Beträge oder vergessene Angaben den Ablauf verlängern. Wer früh startet, kann die App als Prüfliste verwenden und hat Zeit, Fragen zu klären. Das ist ein praktischer Vorteil der geführten Struktur, der in einer kurzen Produktbeschreibung leicht untergeht.

Wo trotz der guten Führung Barrieren bleiben

Die größte verbleibende Hürde ist für mich die steuerliche Komplexität selbst. Eine verständliche Frage kann eine komplizierte Entscheidung verbergen. Wenn ich nicht weiß, ob eine Ausgabe beruflich absetzbar ist oder wie eine besondere Einnahme behandelt wird, hilft mir die Oberfläche zwar beim Einordnen, aber nicht automatisch bei einer verbindlichen Beurteilung. In solchen Momenten ist mehr Recherche oder fachliche Unterstützung nötig.

Auch die Menge an persönlichen Informationen kann belastend sein. Steuerdaten betreffen Einkommen, Versicherungen, Arbeitswege und weitere Lebensbereiche. Wer bei digitalen Finanzanwendungen grundsätzlich misstrauisch ist, wird sich mit einer App möglicherweise weniger wohlfühlen als mit Papier oder einem direkten amtlichen Portal. Diese Skepsis sollte man ernst nehmen und die eigenen Sicherheitsgewohnheiten beachten, statt sich allein von der einfachen Bedienung überzeugen zu lassen.

Eine weitere Grenze zeigt sich bei der Dokumentenorganisation. Die App kann mich durch die Erklärung führen, aber sie ersetzt keine saubere Ablage meiner Nachweise. Wenn Belege über mehrere Geräte, E-Mail-Postfächer und Papierstapel verteilt sind, bleibt die Vorbereitung mühsam. Ich würde daher vor dem Start einen eigenen Ordner anlegen und Dateien eindeutig benennen. Dieser kleine Schritt macht die Nutzung deutlich ruhiger und verhindert, dass ich während einer Frage in alten Nachrichten suchen muss.

Für Menschen mit geringer digitaler Erfahrung kann die App trotz der verständlichen Sprache zunächst ungewohnt sein. Begriffe wie Steuerjahr, Vorauszahlung oder bestimmte Einkunftsarten verschwinden nicht vollständig. Wer selten Apps für wichtige Verwaltungsaufgaben nutzt, sollte sich Unterstützung von einer vertrauenswürdigen Person holen, ohne die Zugangsdaten aus der Hand zu geben. Gemeinsames Lesen ist sinnvoller als blindes Ausfüllen durch jemand anderen.

Auch die mobile Darstellung kann bei umfangreichen Erklärungen an Grenzen stoßen. Auf einem kleinen Bildschirm muss ich stärker scrollen und verliere leichter den Zusammenhang zwischen Hinweis, Eingabefeld und bereits eingetragenem Wert. Für längere Sitzungen würde ich deshalb ein größeres kompatibles Gerät bevorzugen. Die App bleibt mobil praktisch, aber Mobilität allein bedeutet nicht automatisch maximale Übersicht.

Wer eine vollständig freie Eingabe, eine direkte Formularansicht oder eine persönliche Beratung erwartet, ist mit WISO Steuer möglicherweise nicht am besten bedient. Die Stärke liegt gerade in der Führung. Diese Führung kann sich für erfahrene Nutzer manchmal langsamer anfühlen, weil sie Fragen beantwortet haben wollen, deren Lösung längst bekannt ist. Für sie ist ELSTER oder eine andere fachlich passende Lösung unter Umständen effizienter.

Mein inklusives Urteil zur Steuer-App

Ich empfehle WISO Steuer besonders Menschen, die bei Steuerformularen schnell den roten Faden verlieren, aber ihre Erklärung selbstständig digital erledigen möchten. Die Alltagssprache, die schrittweise Navigation und die Möglichkeit, in mehreren Sitzungen weiterzuarbeiten, machen den Einstieg weniger einschüchternd. Das gilt auch für Nutzer, die nach längerer Pause wieder eine Steuererklärung angehen oder ihre Unterlagen nicht perfekt sortiert haben.

Die App unterstützt unterschiedliche Lebenssituationen am besten, wenn man sie bewusst langsam nutzt: Unterlagen vorher sammeln, pro Sitzung nur einen überschaubaren Abschnitt bearbeiten und Zahlen am Ende noch einmal gegen die Originale prüfen. Für Menschen mit Seh- oder Motorikproblemen können Geräteeinstellungen und ein größerer Bildschirm den Unterschied machen. Eine pauschale Aussage über Barrierefreiheit wäre jedoch nicht seriös; entscheidend ist, ob die konkrete Bedienung mit den persönlichen Hilfsmitteln funktioniert.

Mein wichtigster Vorbehalt betrifft nicht die Oberfläche, sondern die Versuchung, einfache Fragen mit einfachen Antworten zu verwechseln. Bei einem geradlinigen Arbeitnehmerfall ist die geführte Unterstützung sehr überzeugend. Bei mehreren Einkunftsarten, ungewöhnlichen Ausgaben oder Unsicherheit über rechtliche Einordnung sollte man zusätzliche fachliche Hilfe einplanen. In solchen Fällen ist eine Steuerberatung oft die bessere Ergänzung, während ELSTER für erfahrene Nutzer die direktere Alternative bleiben kann.

Unterm Strich ist WISO Steuer für mich eine zugängliche und alltagstaugliche Finanz-App, die den ersten Schritt deutlich leichter macht. Die hohe Verbreitung und die Bewertung von 4,8 passen zu meinem Eindruck einer ausgereiften Lösung, auch wenn sie keine persönliche Beratung ersetzt. Ich würde sie Freunden empfehlen, die nicht an Steuerformularen scheitern wollen, aber bereit sind, ihre Angaben aufmerksam zu prüfen. Wer genau diese Kombination aus verständlicher Führung und eigener Verantwortung akzeptiert, bekommt eine praktische Alternative zum direkten Arbeiten mit ELSTER.

Vorteile

  • Übersichtliche Schritt-für-Schritt-Führung auch für Steuerneulinge
  • Viele Daten lassen sich aus dem Vorjahr übernehmen
  • Belege und wichtige Dokumente direkt in der App verwalten
  • Unterstützt zahlreiche Einkunftsarten und typische Steuervorgänge
  • Steuerbescheid kann nach Erhalt mit der Berechnung verglichen werden

Nachteile

  • Für die vollständige Nutzung ist meist ein kostenpflichtiger Tarif nötig
  • Erstattungsschätzungen hängen stark von korrekten Eingaben ab
  • Bei komplizierten Steuerfällen kann zusätzliche Beratung erforderlich sein
  • Einige Funktionen wirken auf älteren Geräten weniger flüssig
  • Die Vielzahl an Fragen kann bei einfachen Fällen zeitaufwendig sein

Häufig gestellte Fragen

Was ist WISO Steuer – Steuererklärung und für wen eignet sich die App?

WISO Steuer – Steuererklärung ist eine digitale Lösung zur Vorbereitung und Abgabe der deutschen Einkommensteuererklärung. Die App richtet sich vor allem an Arbeitnehmer, Familien, Studierende, Rentner, Vermieter und viele Selbstständige mit überschaubaren steuerlichen Situationen. Schritt für Schritt werden persönliche Angaben, Einnahmen, Ausgaben und Belege abgefragt. Dadurch ist sie besonders hilfreich für Nutzer, die ihre Steuererklärung selbst erledigen möchten, ohne sämtliche Formulare und Fachbegriffe allein verstehen zu müssen.

Kann ich meine Steuererklärung mit WISO Steuer direkt an das Finanzamt übermitteln?

Ja, die fertige Steuererklärung kann in der Regel elektronisch über ELSTER an das zuständige Finanzamt übermittelt werden. Dafür führt die App durch die erforderlichen Schritte und zeigt vor dem Versand eine Zusammenfassung der eingegebenen Daten an. Je nach Vorgang können zusätzliche Nachweise oder eine Identifizierung notwendig sein. Wichtig ist, alle Angaben sorgfältig zu kontrollieren, denn die App unterstützt bei der Erstellung, ersetzt aber nicht die persönliche Verantwortung für die Richtigkeit der Erklärung.

Welche Steuerfälle werden von WISO Steuer unterstützt?

WISO Steuer deckt viele typische Steuerfälle ab, darunter Arbeitslohn, Fahrtkosten, Homeoffice, Versicherungen, Kinder, Vorsorgeaufwendungen, Spenden und haushaltsnahe Dienstleistungen. Auch bestimmte Situationen wie Vermietung, Kapitalerträge oder selbstständige Tätigkeiten können je nach Umfang unterstützt werden. Bei besonders komplexen Sachverhalten, mehreren Unternehmen, internationalen Einkünften oder umfangreichen Beteiligungen sollte man jedoch prüfen, ob die Funktionen ausreichen oder zusätzlich steuerliche Beratung erforderlich ist.

Ist WISO Steuer kostenlos oder entstehen Kosten für die Abgabe?

Die App kann häufig kostenlos heruntergeladen und teilweise auch zum Erfassen der Steuerdaten genutzt werden. Kosten können jedoch anfallen, wenn man die vollständige Erklärung abgeben oder bestimmte Premiumfunktionen verwenden möchte. Das konkrete Preismodell kann sich je nach Version, Plattform, Aktionszeitraum und Steuerjahr unterscheiden. Vor dem endgültigen Versand sollte man deshalb die aktuelle Preisübersicht in der App oder im jeweiligen App Store aufmerksam prüfen, damit keine unerwarteten Gebühren entstehen.

Wie sicher sind meine persönlichen Steuerdaten in WISO Steuer?

Bei einer Steuer-App ist der Schutz persönlicher und finanzieller Informationen besonders wichtig. WISO Steuer verwendet nach Anbieterangaben Sicherheitsmaßnahmen, um Daten bei Speicherung und Übertragung zu schützen, und die elektronische Übermittlung erfolgt über die vorgesehenen ELSTER-Strukturen. Trotzdem sollten Nutzer ein starkes Passwort verwenden, die App nur aus offiziellen Quellen installieren und ihr Smartphone aktuell halten. Außerdem empfiehlt es sich, Belege und Zugangsdaten nicht ungeschützt weiterzugeben oder auf fremden Geräten zu speichern.

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