WIDEX MAGNIFY
- Bewertung
- 3,5
- Downloads
- 100.000+
- Alter
- USK ab 0 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- WIDEX MAGNIFY
- Kategorie
- Medizin
- Paketname
- com.widex.magnify
- Entwickler
- Widex A/S
- Bewertung
- 3,5
- Version
- 1.9.0.298
Analyse von Appcrazy
Wer ein Widex-Hörsystem trägt, möchte im Alltag nicht jedes Mal nach einer kleinen Fernbedienung suchen oder für jede Änderung eine Praxis aufsuchen. Genau hier setzt WIDEX MAGNIFY an: Die Medizin-App von Widex A/S verbindet kompatible Hörsysteme mit dem Smartphone und macht bestimmte Einstellungen direkt über das Display erreichbar. Ich finde den Ansatz besonders dann praktisch, wenn sich die Hörsituation im Laufe des Tages häufig verändert.
Mein Eindruck ist allerdings nicht der einer vollständigen Hörgeräte-Zentrale für alle Modelle, sondern einer begleitenden Steuerungs-App. Ihr Wert hängt deshalb stark davon ab, ob das eigene Widex-Hörsystem unterstützt wird und welche Funktionen mit dieser Kombination tatsächlich freigeschaltet sind. Wer diese Voraussetzung erfüllt, bekommt eine kostenlose Lösung, die sich im Alltag unauffällig nutzen lässt. Wer ein herstellerübergreifendes Werkzeug oder eine umfassende Hörberatung erwartet, sollte seine Erwartungen niedriger ansetzen.
Wie sich WIDEX MAGNIFY heute im Alltag anfühlt
Nach dem Start steht nicht Unterhaltung, Fitness oder allgemeine Gesundheit im Mittelpunkt, sondern die Verbindung zum Hörsystem. Das klingt schlicht, ist aber genau die Stärke dieser Anwendung. Statt sich durch allgemeine Menüs zu bewegen, konzentriert sie sich auf die direkte Bedienung von Hörsystemfunktionen. Für mich wirkt das sinnvoll, weil Menschen mit Hörgeräten meistens nicht möglichst viele App-Bereiche benötigen, sondern schnell eine passende Einstellung für den jeweiligen Moment.
Ein typischer Einsatz sieht so aus: Am Vormittag bin ich in einer ruhigen Wohnung, später sitze ich in einem Café und abends kommt vielleicht noch ein Gespräch in einer größeren Runde dazu. Je nach Umgebung kann eine andere Abstimmung angenehmer sein. Mit einer passenden Verbindung zum Hörsystem lässt sich die Anpassung über das Smartphone anstoßen, ohne das Gerät am Ohr lange suchen oder mehrfach berühren zu müssen. Gerade in Situationen, in denen diskrete Bedienung wichtig ist, ist das ein echter Vorteil.
Die App ist kostenlos erhältlich und richtet sich als Medizin-Anwendung an eine sehr breite Altersgruppe. Die Einstufung „USK ab 0 Jahren“ ist dabei weniger ein Kaufargument als ein Hinweis darauf, dass keine problematischen Inhalte im Vordergrund stehen. Entscheidend bleibt die praktische Kompatibilität: Ein modernes Smartphone allein reicht nicht automatisch aus, wenn das konkrete Hörsystem oder die verwendete Verbindung nicht passt.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,5 aus 333 Bewertungen liegt die Nutzererfahrung im mittleren Bereich. Ich lese das nicht als eindeutiges Urteil gegen die App, sondern als Hinweis darauf, dass Verbindungsqualität, Gerätekombination und persönliche Erwartungen eine große Rolle spielen. Bei einer App, die eng mit Hardware zusammenarbeitet, können solche Faktoren den Eindruck stärker beeinflussen als bei einer gewöhnlichen Notiz- oder Kalender-App.
Die Verbindung ist der wichtigste erste Schritt
Der erste praktische Test ist nicht eine besondere Einstellung, sondern die Frage, ob Smartphone und Hörsystem zuverlässig miteinander sprechen. Ich würde deshalb die Einrichtung in einer ruhigen Umgebung vornehmen und nicht kurz vor einem wichtigen Termin. Wer bereits weiß, wie das eigene Hörsystem mit dem Telefon gekoppelt wird, kommt meist schneller zurecht. Wer dabei unsicher ist, sollte die Anleitung des Hörgeräteakustikers oder des Geräts bereithalten, statt die Verbindung unter Zeitdruck immer wieder neu zu versuchen.
Ein nützlicher, oft unterschätzter Ablauf ist die Kontrolle vor dem Verlassen der Wohnung. Ich würde die App öffnen, prüfen, ob das Hörsystem erkannt wird, und erst danach losgehen. So fällt eine unterbrochene Verbindung nicht erst im Bus oder beim Restaurantbesuch auf. Diese kleine Gewohnheit spart mehr Ärger als das häufige Öffnen der App während des Tages.
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Ebenso wichtig ist die Position des Smartphones. Wenn es in einer Tasche liegt, weit vom Körper entfernt ist oder durch andere Funkverbindungen stark beansprucht wird, kann die Bedienung weniger unmittelbar wirken. Das ist keine besondere Schwäche von WIDEX MAGNIFY allein, sondern eine typische Grenze bei Apps, die ein externes Hörgerät steuern. Trotzdem sollte man diesen Punkt bei der Entscheidung realistisch einplanen.
Was die aktuelle Fassung konkret einordnet
Die derzeitige Fassung trägt die Versionsnummer 1.9.0.298. Sie stammt aus einer Produktentwicklung, die am 13. April 2021 veröffentlicht wurde. Für mich ist diese Kombination interessant, weil sie zeigt, dass man die App nicht nur als ganz frischen Begleiter betrachten sollte. Gleichzeitig sagt eine Versionsnummer allein nichts darüber aus, wie gut sie mit jedem heute verwendeten Telefon oder jedem Widex-Modell zusammenspielt.
Die zentrale Aufgabe ist unverändert klar: Hörsysteme verbinden und deren Funktionen einstellen. Genau deshalb würde ich die App nicht nach Maßstäben bewerten, die für eine umfangreiche Gesundheitsplattform gelten. Sie muss nicht Trainingsdaten sammeln, medizinische Berichte erstellen oder andere Lebensbereiche verwalten. Ihr Erfolg hängt vielmehr daran, ob die wenigen wichtigen Schritte schnell, verständlich und stabil funktionieren.
Die Entwicklung lässt sich für mich daher eher an der Alltagstauglichkeit als an einer langen Liste sichtbarer Neuerungen messen. Bei einer Steuerungs-App ist eine ruhige, verlässliche Bedienung oft wertvoller als ein ständig verändertes Erscheinungsbild. Wenn eine Aktualisierung die Verbindung stabiler macht oder Einstellungen leichter auffindbar hält, kann das im Alltag mehr bringen als ein auffälliges neues Menü.
Ich würde dabei zwischen dem aktuellen Stand und persönlichen Erwartungen unterscheiden. Aus der vorhandenen Version lässt sich nicht automatisch ableiten, dass künftig neue Hörprogramme, zusätzliche Gerätefamilien oder weitere Anpassungsmöglichkeiten hinzukommen. Wer sich für die App entscheidet, sollte sie nach dem beurteilen, was sie jetzt für das eigene Widex-System leistet, nicht nach möglichen späteren Erweiterungen.
Für bestehende Nutzer: Was sich bei der täglichen Nutzung verändert
Wer bereits ein kompatibles Widex-Hörsystem nutzt, kann das Smartphone als zusätzliche Bedienoberfläche in den Tagesablauf einbauen. Das ist besonders hilfreich für Menschen, denen kleine Tasten schwerfallen oder die Änderungen lieber sichtbar auf einem größeren Bildschirm vornehmen. Auch Angehörige können die Bedienung leichter nachvollziehen, wenn sie bei der Einrichtung unterstützen. Das ersetzt keine fachliche Anpassung, kann aber die Selbstständigkeit zwischen Terminen erhöhen.
Ein konkretes Beispiel ist ein Familienessen. Die Umgebung ist lauter als zu Hause, mehrere Personen sprechen gleichzeitig, und eine schnelle Änderung am Hörsystem kann angenehmer sein als ein längeres Herumprobieren. Mit der App kann man die Einstellung über das Smartphone anpassen und anschließend wieder am Gespräch teilnehmen. Der Vorteil liegt nicht darin, dass die App die akustische Situation automatisch perfekt löst, sondern darin, dass eine manuelle Korrektur leichter erreichbar ist.
Ein zweiter sinnvoller Einsatz ist das Wechseln zwischen wiederkehrenden Alltagssituationen. Wenn eine bestimmte Einstellung in einer ruhigen Besprechung besser funktioniert als beim Spaziergang an einer belebten Straße, kann die App die dafür vorgesehenen Funktionen zugänglicher machen. Ich würde mir trotzdem angewöhnen, jede Änderung kurz zu prüfen. Eine Einstellung, die in einem Raum angenehm ist, muss draußen nicht automatisch ebenso gut wirken.
Für ältere Nutzer ist die Bedienung über das Telefon nicht in jedem Fall einfacher. Ein kleiner Bildschirm, zu viele geöffnete Anwendungen oder eine komplizierte Bluetooth-Situation können den Vorteil wieder schmälern. Hier ist die Unterstützung durch eine vertraute Person bei der ersten Einrichtung besonders wertvoll. Danach sollte man nur die Funktionen verwenden, die man wirklich braucht, statt jede verfügbare Option gleichzeitig zu verändern.
Wer bereits zufrieden mit der direkten Bedienung am Hörsystem ist, muss keinen großen Wechsel erwarten. Die App ist eher eine Ergänzung als ein zwingender Ersatz. Ihr Mehrwert wächst, wenn das Smartphone ohnehin griffbereit ist, Einstellungen regelmäßig angepasst werden oder die Bedienung am Gerät selbst umständlich fällt. Für Nutzer, die selten etwas verändern, kann die zusätzliche Anwendung dagegen überflüssig wirken.
Stärken, die man erst bei genauer Nutzung bemerkt
Eine Stärke ist die räumliche Distanz zur eigentlichen Hörhilfe. Manche Menschen möchten nicht am Ohr herumtasten, wenn sie in einer Gruppe sitzen oder unterwegs sind. Das Smartphone wirkt in solchen Momenten natürlicher und diskreter. Diese soziale Komponente wird bei technischen Beschreibungen oft übersehen, ist für die Akzeptanz im Alltag aber wichtig.
Ein weiterer Vorteil liegt in der schrittweisen Anpassung. Statt eine große Veränderung vorzunehmen, kann ich eine Einstellung ausprobieren, kurz zuhören und bei Bedarf wieder zurückgehen. Ich würde dabei nicht mehrere Werte gleichzeitig verändern. Wer nur eine Sache anpasst, erkennt leichter, welche Änderung tatsächlich geholfen hat. Das ist ein einfacher, aber effektiver Umgang mit einer App, deren Ergebnis unmittelbar vom persönlichen Hörempfinden abhängt.
Auch die Rolle als Kommunikationshilfe zwischen Nutzer und Fachpersonal ist interessant. Wenn eine bestimmte Alltagssituation regelmäßig Schwierigkeiten bereitet, kann man sich merken, wann und unter welchen Bedingungen die Anpassung über die App nötig war. Beim nächsten Termin lässt sich diese Beobachtung konkreter schildern. Die App ersetzt keine professionelle Nachjustierung, kann aber helfen, Erlebnisse aus dem Alltag besser zu beschreiben.
Ein dritter, weniger offensichtlicher Nutzen ist die Trennung von spontaner Korrektur und dauerhafter Anpassung. Ich kann eine momentane Situation angenehmer machen, ohne daraus sofort den Schluss zu ziehen, dass das Hörsystem grundsätzlich neu eingestellt werden muss. Umgekehrt sollte ein Problem, das täglich wiederkehrt, nicht dauerhaft nur per App kaschiert werden. Diese Unterscheidung schützt davor, eine vorübergehende Lösung mit einer medizinisch sinnvollen Langzeitanpassung zu verwechseln.
Wo die App an Grenzen stößt
Die größte Einschränkung ist die Abhängigkeit von kompatibler Hardware. WIDEX MAGNIFY ist keine universelle Fernbedienung für beliebige Hörgeräte. Wer ein System eines anderen Herstellers besitzt oder ein älteres Widex-Modell verwendet, sollte vor der Einrichtung genau klären, ob die Verbindung möglich ist. Ohne passende Gerätebasis kann die App ihren eigentlichen Zweck nicht erfüllen.
Auch die App selbst kann nicht jede akustische Schwierigkeit lösen. In einem stark hallenden Raum, bei mehreren gleichzeitig sprechenden Personen oder bei stark wechselnden Geräuschen bleibt die Wahrnehmung individuell. Eine Änderung über das Telefon kann helfen, aber sie garantiert nicht, dass Sprache plötzlich überall klar verständlich wird. Wer eine automatische, situationsübergreifende Lösung erwartet, könnte enttäuscht sein.
Die Smartphone-Abhängigkeit bringt weitere Reibungspunkte mit sich. Ein leerer Akku, ein neu gestartetes Telefon oder eine unterbrochene Funkverbindung können die Bedienung im falschen Moment erschweren. Deshalb würde ich die App nicht als einzige Möglichkeit einplanen. Die grundlegende Bedienung am Hörsystem sollte weiterhin bekannt sein, besonders auf Reisen, bei langen Tagen außer Haus oder wenn das Telefon nicht griffbereit ist.
Die App ist außerdem nicht die richtige Wahl für Menschen, die eine umfassende Dokumentation ihrer Hörsituation suchen. Wer Termine, Messwerte, Erinnerungen und medizinische Unterlagen in einer Anwendung bündeln möchte, braucht wahrscheinlich zusätzliche Werkzeuge oder die Unterstützung einer Praxis. WIDEX MAGNIFY konzentriert sich auf die Verbindung und Einstellung des Hörsystems; gerade diese Begrenzung macht sie übersichtlich, setzt aber klare Grenzen für weitergehende Erwartungen.
Vergleich mit den üblichen Alternativen
Die naheliegendste Alternative ist die direkte Bedienung am Hörsystem. Sie funktioniert ohne App und ohne Smartphone, kann aber bei kleinen Bedienelementen oder diskreten Änderungen weniger bequem sein. Für gelegentliche Anpassungen reicht sie oft aus. Für Nutzer, die regelmäßig zwischen Situationen wechseln, bietet die Smartphone-Steuerung den angenehmeren Überblick.
Eine weitere Alternative ist der Gang zum Hörgeräteakustiker. Dieser Weg bleibt unverzichtbar, wenn die Grundeinstellung nicht passt, Beschwerden auftreten oder sich das Hörvermögen verändert. Die App ist schneller für kleine Alltagssituationen, aber sie ersetzt nicht die fachliche Beurteilung. Ich sehe sie deshalb als Zwischenlösung: praktisch für die tägliche Feinsteuerung, ungeeignet als Ersatz für professionelle Betreuung.
Herstellereigene Apps anderer Marken können für deren jeweilige Hörsysteme ebenfalls sinnvoll sein. Der entscheidende Vergleichspunkt ist nicht, welche Anwendung auf dem Papier mehr Menüs besitzt, sondern welche App mit dem eigenen Gerät zuverlässig arbeitet. Ein umfangreicheres Angebot nützt wenig, wenn die Hardware nicht kompatibel ist. Bei Widex-Nutzern ist die enge Verbindung zum passenden System daher wichtiger als ein allgemeiner Funktionsvergleich.
Für Menschen ohne Hörsystem ist die App keine allgemeine Hörtest- oder Diagnoseanwendung. Sie richtet sich an eine konkrete Nutzung rund um kompatible Widex-Technik. Wer nur neugierig auf das Thema Hören ist oder eine erste Einschätzung seiner Hörfähigkeit sucht, sollte sich an eine geeignete medizinische oder fachliche Anlaufstelle wenden, nicht an diese Steuerungs-App.
Worauf ich vor und nach der Installation achten würde
Vor der Installation würde ich zuerst das genaue Hörsystemmodell und das verwendete Smartphone prüfen. Das klingt banal, verhindert aber die häufigste Enttäuschung: eine App einzurichten, die mit der eigenen Kombination nicht sinnvoll zusammenarbeitet. Außerdem sollte man sich überlegen, welche eine oder zwei Situationen im Alltag tatsächlich verbessert werden sollen. Eine klare Zielsetzung macht die ersten Tests deutlich einfacher.
Nach der Verbindung würde ich die Anwendung nicht sofort in einer lauten Umgebung ausprobieren. Besser ist ein ruhiger Raum, in dem man die Reaktion des Hörsystems sicher beurteilen kann. Danach kann man schrittweise eine anspruchsvollere Situation testen. Wenn eine Änderung unangenehm wirkt, sollte man sie zurücknehmen, statt mehrere Einstellungen nacheinander zu verändern und anschließend nicht mehr zu wissen, was den Unterschied verursacht hat.
Bei wiederkehrenden Problemen lohnt sich ein kleines gedankliches Protokoll: Wo trat die Schwierigkeit auf, wer sprach, welche Geräusche waren vorhanden und welche Anpassung war hilfreich? Das muss nicht kompliziert sein. Solche Beobachtungen helfen mir, die App gezielter zu verwenden und bei Bedarf verständlicher mit dem Fachpersonal zu sprechen.
Wer das Smartphone mit anderen Personen teilt oder Angehörige um Hilfe bittet, sollte außerdem darauf achten, dass Änderungen bewusst vorgenommen werden. Eine gut gemeinte Anpassung kann für den eigentlichen Träger ungewohnt sein. Ich würde daher immer kurz nachfragen, wie sich die Einstellung anhört, und nicht allein anhand der Anzeige entscheiden, ob sie besser ist.
Für wen sich die kostenlose App lohnt
Ich empfehle WIDEX MAGNIFY vor allem Menschen, die ein kompatibles Widex-Hörsystem besitzen und im Alltag regelmäßig kleine Anpassungen vornehmen möchten. Auch Nutzer, die sich mit winzigen Bedienelementen schwertun oder eine diskrete Steuerung über das Smartphone bevorzugen, können davon profitieren. Die kostenlose Nutzung senkt die Einstiegshürde, ohne dass man für den ersten Versuch ein zusätzliches Produkt kaufen muss.
Weniger passend ist sie für Personen ohne Widex-Hörsystem, für Nutzer mit dem Wunsch nach herstellerunabhängiger Unterstützung und für alle, die eine vollständige Gesundheitsverwaltung erwarten. Ebenso würde ich sie nicht als alleinige Lösung empfehlen, wenn die Hörqualität dauerhaft unbefriedigend ist. In diesem Fall ist eine fachliche Überprüfung sinnvoller, als immer wieder dieselben Einstellungen über das Telefon zu korrigieren.
Mit mehr als 100.000 Installationen ist die Anwendung sichtbar verbreitet, bleibt aber eine klar spezialisierte Lösung. Ihr Publikum ist nicht jeder Smartphone-Nutzer, sondern eine konkrete Gruppe von Hörsystem-Trägern. Genau diese Spezialisierung empfinde ich als ehrlich: Die App versucht nicht, ein allgemeines Gesundheitsprodukt zu sein, sondern konzentriert sich auf die Verbindung zwischen Nutzer, Telefon und Hörsystem.
Was ich bei der weiteren Entwicklung beobachten würde
Bei künftigen Fassungen würde ich besonders auf die Stabilität der Verbindung und die Verständlichkeit der Bedienung achten. Für diese Art von App sind solche Verbesserungen wichtiger als zusätzliche Bereiche, die selten genutzt werden. Eine klare Rückmeldung darüber, ob das Hörsystem verbunden ist, wäre im Alltag ebenfalls entscheidend, weil man sonst nicht immer erkennt, ob eine Änderung tatsächlich übernommen wurde.
Interessant wäre außerdem, wie gut die App mit wechselnden Smartphones und aktualisierten Betriebssystemen Schritt hält. Die aktuelle Version 1.9.0.298 ist ein konkreter Stand, aber die praktische Qualität entsteht erst aus dem Zusammenspiel mit der persönlichen Geräteumgebung. Ich würde deshalb nach einem Telefonwechsel nicht automatisch dieselbe Erfahrung erwarten, sondern die Verbindung und alle wichtigen Funktionen erneut in Ruhe testen.
Von neuen Möglichkeiten würde ich mir vor allem mehr Orientierung wünschen, nicht unbedingt mehr Komplexität. Nutzer sollten leicht erkennen können, welche Änderung nur für den Moment gilt und wann eine dauerhafte fachliche Anpassung nötig ist. Gerade bei medizinisch nahen Produkten ist diese Grenze wichtig. Eine App darf Selbstständigkeit fördern, sollte aber nicht den Eindruck erwecken, jede Hörsituation lasse sich allein durch Tippen auf dem Bildschirm lösen.
Mein abschließendes Urteil fällt deshalb ausgewogen aus: WIDEX MAGNIFY ist eine praktische Ergänzung für kompatible Widex-Hörsysteme, keine universelle Hörlösung. Ich würde sie installieren, wenn ich die passende Hardware trage, mein Smartphone ohnehin regelmäßig nutze und im Alltag diskrete Kontrolle über bestimmte Hörsystemfunktionen gebrauchen kann. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, erhält mit WIDEX MAGNIFY ein fokussiertes Werkzeug ohne Kaufpreis. Wer dagegen eine Diagnose, umfassende Gesundheitsverwaltung oder Unterstützung für beliebige Hörgeräte sucht, ist mit einer anderen Lösung oder persönlicher Beratung besser aufgehoben.
Vorteile
- Klare Sprachwiedergabe dank individuell anpassbarer Hörprofile.
- Einfache Steuerung der Hörgeräte direkt über das Smartphone.
- Praktische Anpassungen für Musik
- Sprache und unterschiedliche Umgebungen.
- Kompatibel mit vielen Widex-Hörgeräten und passenden Zubehörgeräten.
- Unauffällige Bedienung ohne zusätzliche Fernbedienung.
Nachteile
- Kompatibilität hängt stark vom verwendeten Widex-Hörgerätemodell ab.
- Einige Funktionen benötigen eine aktive Bluetooth-Verbindung.
- Die Ersteinrichtung kann für unerfahrene Nutzer etwas Zeit beanspruchen.
- Stärkere Nutzung kann den Akku des Smartphones schneller entladen.
- Nicht alle Einstellungen sind auf jedem Gerät oder Betriebssystem verfügbar.
Häufig gestellte Fragen
Was ist WIDEX MAGNIFY und für wen ist die App geeignet?
WIDEX MAGNIFY ist eine Begleit-App für kompatible Widex-Hörgeräte. Sie ermöglicht es, die Hörgeräte über ein Smartphone zu steuern und an unterschiedliche Alltagssituationen anzupassen. Besonders praktisch ist sie für Nutzer, die Lautstärke, Klang und Hörprogramme selbst verwalten möchten. Vor dem Download sollte man jedoch prüfen, ob das eigene Hörgerätemodell, das Smartphone und das Betriebssystem unterstützt werden.
Welche Funktionen bietet WIDEX MAGNIFY im Alltag?
Mit WIDEX MAGNIFY lassen sich je nach Hörgerätemodell unter anderem Lautstärke, Klangbalance und voreingestellte Hörprogramme anpassen. Die App kann dabei helfen, schneller zwischen Umgebungen wie ruhigen Räumen, Gesprächen oder geräuschvollen Bereichen zu wechseln. Einige Funktionen können sich je nach Gerät, Region und Softwareversion unterscheiden. Die App ersetzt außerdem keine professionelle Anpassung durch einen Hörakustiker.
Ist WIDEX MAGNIFY mit jedem Widex-Hörgerät und Smartphone kompatibel?
Nein, die Kompatibilität ist nicht automatisch bei allen Widex-Hörgeräten und Mobilgeräten gegeben. Sie hängt unter anderem vom konkreten Hörgerätemodell, der Firmware, der Bluetooth-Unterstützung sowie der Version von Android oder iOS ab. Vor der Installation empfiehlt es sich, die offizielle Kompatibilitätsliste von Widex zu prüfen. Auch bei unterstützten Geräten können einzelne Funktionen eingeschränkt sein oder eine zusätzliche Einrichtung erfordern.
Wie wird WIDEX MAGNIFY mit den Hörgeräten verbunden?
Nach der Installation müssen die Hörgeräte normalerweise eingeschaltet beziehungsweise aktiviert und anschließend über die App gekoppelt werden. Je nach Smartphone kann zusätzlich eine Verbindung in den Bluetooth-Einstellungen erforderlich sein. Während des Einrichtungsprozesses sollte man die Geräte nahe beieinander halten und die angezeigten Berechtigungen sorgfältig prüfen. Falls die Verbindung nicht funktioniert, helfen häufig ein Neustart, das erneute Koppeln oder ein Blick in die Widex-Supportanleitungen.
Ist WIDEX MAGNIFY kostenlos und werden persönliche Daten benötigt?
Die App kann in der Regel kostenlos aus dem jeweiligen App-Store heruntergeladen werden, wobei die Nutzung kompatible Widex-Hörgeräte voraussetzt. Für bestimmte Funktionen können Berechtigungen wie Bluetooth- oder Gerätezugriff notwendig sein. Vor der Installation sollte man die Datenschutzinformationen und die Angaben im Google Play Store oder App Store lesen. Die App dient der Steuerung der Hörgeräte und ist kein Ersatz für eine medizinische Beratung oder Untersuchung.
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