radio.de PRIME
- Bewertung
- 4,6
- Downloads
- 100.000+
- Alter
- USK ab 0 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- radio.de PRIME
- Kategorie
- Musik & Audio
- Paketname
- de.radio.android.prime
- Entwickler
- radio.net - Webradio, News & Podcasts
- Bewertung
- 4,6
- Version
- 5.18.11.0-app
Analysiert von Appcrazy
Wer in einem Haushalt regelmäßig Radio hört, kennt das kleine Abstimmungsproblem: Eine Person möchte Nachrichten, jemand anderes Musik, und auf einem gemeinsam genutzten Smartphone soll möglichst nicht ständig Werbung dazwischenfunken. Genau hier setzt radio.de PRIME an. Ich habe die App als kostenpflichtige Audio-App betrachtet, nicht nur als schnellen Senderkatalog, sondern als Lösung für den Alltag, in dem mehrere Menschen dasselbe Gerät oder denselben Hörplatz nutzen.
Mein erster Eindruck ist klar: Die App richtet sich an Hörer, die klassisches Internetradio mögen und bewusst eine werbefreie Nutzung suchen. Der Entwickler radio.net - Webradio, News & Podcasts gehört dabei direkt zum Produktnamen und zur Ausrichtung. Das Angebot ist nicht als komplizierte Musikverwaltung gedacht, sondern als bequemer Zugang zu Radiosendern. Der entscheidende Punkt ist der einmalige Kaufpreis von 39,99 €, der im Gegenzug dauerhaftes Hören ohne Werbung verspricht.
Das macht die Anwendung interessant, aber auch erklärungsbedürftig. Wer nur gelegentlich einen Sender einschaltet, wird den Preis anders bewerten als jemand, bei dem das Radio morgens in der Küche, nachmittags im Arbeitszimmer und abends im Wohnzimmer läuft. Ich würde deshalb nicht nur auf die gute durchschnittliche Bewertung von 4,6 bei rund 21 Tausend Bewertungen schauen, sondern vor allem darauf, wie gut die eigene Hörsituation zu diesem Modell passt.
Gemeinsam hören, ohne jedes Mal neu zu suchen
In meinem Alltagsszenario liegt ein Smartphone auf der Küchenablage. Morgens läuft ein Nachrichtensender, beim Kochen wechselt jemand zu Musik, und später möchte eine andere Person vielleicht einen lokalen Sender hören. Bei einer gewöhnlichen Radio-App kann dieser Wechsel durch Werbeunterbrechungen, unübersichtliche Menüs oder unterschiedliche Vorlieben unnötig mühsam werden. PRIME wirkt dort am sinnvollsten, wo das Gerät nicht einer einzigen Person gehört, sondern als gemeinsamer Zugang zum Radio dient.
Der Vorteil liegt weniger in einer spektakulären Zusatzfunktion als in der Ruhe des Grundablaufs. Man öffnet die App, sucht den gewünschten Sender und hört los. Gerade bei einem gemeinsam verwendeten Gerät ist das wertvoll: Niemand muss erst erklären, wie ein bestimmter Streamingdienst funktioniert, und niemand muss seine persönliche Musiksammlung mit den Hörgewohnheiten der anderen vermischen.
Die werbefreie Nutzung ist für mich der stärkste Alltagsgrund. Sie verändert nicht unbedingt die Klangqualität oder die Auswahl eines Senders, aber sie macht die Nutzung gleichmäßiger. Beim Frühstück wird der Ablauf nicht durch eine zusätzliche App-Werbung unterbrochen, und beim Wechsel zwischen verschiedenen Sendern bleibt die Oberfläche gedanklich näher an dem, was man von einem Radio erwartet.
Wichtig ist dabei eine saubere Unterscheidung: Werbefreiheit in der App bedeutet nicht automatisch, dass ein Radiosender selbst keine Werbung ausstrahlt. Wenn ein Sender innerhalb seines Programms Werbeblöcke sendet, gehören diese zum Sender und nicht zwingend zur App-Oberfläche. Wer PRIME kauft, sollte deshalb vor allem eine werbefreie Nutzung der Anwendung erwarten, nicht ein komplett werbefreies Radioprogramm auf jedem Kanal.
Für einen Haushalt mit unterschiedlichen Interessen ist die große Stärke die niedrige Einstiegshürde. Eine Person muss nicht ihre eigene App-Installation pflegen, während die andere auf ein zweites System ausweicht. Das gemeinsame Gerät kann als Radiozentrale dienen. Gleichzeitig bleibt genau darin eine Grenze: Wenn mehrere Personen zur selben Zeit verschiedene Sender hören möchten, löst eine einzelne App auf einem einzelnen Gerät dieses Problem natürlich nicht.
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Ich finde die Anwendung außerdem passend für Räume, in denen das Smartphone nur als Quelle dient. Das kann ein älteres Gerät in der Küche sein, ein Telefon neben einer kleinen Bluetooth-Box oder ein Tablet, das ohnehin im Haushalt herumliegt. Die App ist für Android ab Version 7.0 ausgelegt, wodurch auch ältere kompatible Geräte grundsätzlich in Betracht kommen. Ob ein konkretes Gerät im Alltag noch angenehm schnell reagiert, hängt natürlich stärker von seinem Zustand als vom Mindestbetriebssystem ab.
Der Kauf lohnt sich nicht für jede Hörgewohnheit
Wer Radio nur einmal im Monat einschaltet, wird den Preis vermutlich kritisch sehen. Für diese Person reicht eine kostenlose Radio-App mit gelegentlichen Werbeeinblendungen wahrscheinlich aus. Auch wer hauptsächlich einzelne Künstler, Alben oder selbst erstellte Wiedergabelisten hören möchte, findet bei Musikstreamingdiensten meist die passendere Struktur.
PRIME spielt seine Stärke aus, wenn das Radio selbst im Mittelpunkt steht: Sender auswählen, laufen lassen, gelegentlich wechseln. Das ist eine andere Nutzung als die gezielte Suche nach einem bestimmten Lied. Ich würde die App deshalb nicht als Ersatz für jede Audio-App empfehlen, sondern als spezialisierte Wahl für regelmäßiges Internetradio.
Ein weiterer praktischer Trade-off betrifft die gemeinsame Nutzung. Ein Haushalt kann von einem zentralen Radio profitieren, aber persönliche Vorlieben lassen sich nicht automatisch in einen gemeinsamen Ablauf verwandeln. Wenn eine Person morgens immer denselben Sender möchte und eine andere später lieber etwas völlig anderes hört, hilft eine einfache Absprache oft mehr als jede App-Einstellung. Die App reduziert Reibung, ersetzt aber keine Haushaltskoordination.
Einrichtung, Grenzen und ein sinnvoller gemeinsamer Ablauf
Bei einer gemeinsam genutzten App würde ich die Einrichtung nicht spontan zwischen zwei Terminen erledigen. Besser ist es, zuerst festzulegen, auf welchem Gerät PRIME hauptsächlich verwendet wird und wer dort Änderungen vornehmen soll. Das klingt banal, verhindert aber, dass Favoriten, Senderlisten oder die allgemeine Bedienung ständig nach den Vorstellungen einer anderen Person umgebaut werden.
Möchten Sie nur herunterladen? radio.de PRIME
Ich würde das Gerät außerdem an einem festen Ort lassen, wenn es als Haushaltsradio dienen soll. Ein Smartphone, das ständig zwischen mehreren Taschen wandert, ist als gemeinsamer Radiopunkt weniger zuverlässig. Ein fester Platz macht den Ablauf klar: Gerät entsperren, Sender auswählen, Lautstärke prüfen und hören. Diese kleine organisatorische Entscheidung ist oft wichtiger als die Frage, ob die App besonders viele Menüpunkte bietet.
Für die tägliche Koordination hilft eine einfache Reihenfolge. Die Person, die das Radio einschaltet, wählt den Sender für den aktuellen Zeitraum. Wer später übernimmt, kann wechseln, ohne eine persönliche Musiksammlung zu verändern. Ich würde dabei nicht versuchen, jede Vorliebe in einer komplizierten Liste abzubilden. Bei einem gemeinsamen Gerät ist eine kurze, überschaubare Auswahl meist besser als eine Sammlung, die niemand mehr versteht.
Ein nützlicher Trick ist, die wichtigsten Sender nach Nutzungssituationen zu ordnen, soweit die vorhandene App-Navigation das unterstützt: ein Sender für Nachrichten, einer für Musik und einer als Ausweichoption. So muss man nicht jedes Mal neu überlegen. Der konkrete Nutzen entsteht nicht durch eine lange Liste, sondern durch weniger Suchvorgänge in den Momenten, in denen gerade gekocht, gearbeitet oder aufgeräumt wird.
Wer PRIME auf einem Familiengerät einsetzt, sollte die Bedienung einmal gemeinsam durchgehen. Dabei geht es nicht um eine formelle Einweisung, sondern um drei einfache Fragen: Wie wird ein Sender gesucht? Wie wird der aktuelle Sender gewechselt? Was passiert, wenn die Verbindung kurz nicht reicht? Wenn alle diese Grundlagen kennen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person das Gerät als „kompliziert“ empfindet und es nicht mehr benutzt.
Die App-Version 5.18.11.0-app zeigt, dass PRIME als eigenständige Produktvariante gepflegt wird. Bei einer Aktualisierung würde ich trotzdem darauf achten, ob sich die vertrauten Bedienelemente verändert haben. Auf einem persönlichen Smartphone ist eine kleine Umstellung meist schnell erledigt; auf einem Haushaltsgerät kann sie mehrere Nutzer gleichzeitig irritieren. Deshalb ist es sinnvoll, nach einem Update kurz zu prüfen, ob der gemeinsame Ablauf noch genauso funktioniert.
Account-Grenzen sollte man praktisch denken
Bei der gemeinsamen Nutzung würde ich nicht automatisch davon ausgehen, dass alle persönlichen Einstellungen oder Vorlieben getrennt voneinander verwaltet werden. Ein gemeinsames Gerät ist zunächst genau das: ein gemeinsamer Ort. Wer eine strikt persönliche Senderauswahl, individuelle Empfehlungen oder getrennte Hörverläufe erwartet, sollte prüfen, ob eine persönliche Nutzung auf getrennten Geräten besser passt.
Das ist kein schwerer Nachteil, sondern eine Frage der Erwartung. Für ein Radio in der Küche ist ein zentraler Zugang oft ideal. Für zwei Erwachsene mit komplett unterschiedlichen Gewohnheiten kann es angenehmer sein, jeweils das eigene Smartphone zu verwenden. Die App ist also besonders stark als gemeinsames Werkzeug, nicht zwingend als komplexe Mehrbenutzerplattform.
Auch beim Kauf sollte man die Haushaltsgrenze im Blick behalten. Der Preis von 39,99 € ist ein einmaliger Betrag für die App-Variante, aber daraus sollte man nicht automatisch ableiten, dass jedes Gerät im Haushalt ohne weitere Überlegung denselben Kaufstatus übernimmt. Wer PRIME auf mehreren Geräten nutzen möchte, sollte die Bedingungen des jeweiligen App-Stores und des eigenen Kontos beachten. Ich würde diesen Punkt vor dem Kauf klären, besonders wenn Eltern, Partner oder Kinder unterschiedliche Geräte verwenden.
Genau hier unterscheidet sich die Anwendung von kostenlosen Radio-Apps. Bei einer Gratis-App ist es leichter, sie auf mehreren Geräten unverbindlich auszuprobieren. PRIME verlangt dagegen eine bewusste Entscheidung. Der Vorteil ist die werbefreie Ausrichtung; der Nachteil ist, dass ein Haushalt den Kauf nicht so beiläufig behandelt wie eine kostenlose Installation.
Alter, Vertrauen und die Rolle der Erwachsenen
Die Altersfreigabe „USK ab 0 Jahren“ passt zur einfachen Grundidee des Produkts. Radiohören ist zunächst eine niedrigschwellige Mediennutzung, und die App bringt keine offensichtliche Hürde mit, die sie nur für Erwachsene interessant machen würde. Trotzdem würde ich die Altersfreigabe nicht mit einer vollständigen Inhaltsgarantie verwechseln. Radiosender gestalten ihre Programme selbst, und Nachrichten, Moderation oder Musik können je nach Tageszeit unterschiedlich wirken.
Wenn Kinder das gemeinsame Gerät verwenden, würde ich deshalb nicht nur auf die App schauen, sondern auf die Senderauswahl und den Ort der Nutzung. Ein Erwachsener kann passende Sender gemeinsam festlegen und erklären, dass ein Sender jederzeit gewechselt werden darf. Das ist eine einfache Form von Medienbegleitung, ohne der App Funktionen zuzuschreiben, die sie nicht ausdrücklich als Familienverwaltung anbietet.
Für ältere Menschen kann PRIME interessant sein, wenn ein Smartphone oder Tablet ohnehin vorhanden ist und die Bedienung einmal vorbereitet wird. Der größte Stolperstein ist dann nicht unbedingt die App selbst, sondern die Kombination aus Gerät, Internetverbindung, Lautstärke und eventuell angeschlossenem Lautsprecher. Ich würde den Startbildschirm möglichst übersichtlich halten und die wichtigsten Schritte in Ruhe zeigen. Danach kann ein gemeinsamer Radiopunkt deutlich angenehmer sein als eine komplizierte Sammlung verschiedener Audioangebote.
Für Jugendliche und Kinder gilt umgekehrt: Wenn sie nur bestimmte Musik hören möchten, ist eine klassische Radioplattform nicht immer die beste Wahl. Radio folgt einem laufenden Programm, während bei einem Musikdienst die Auswahl stärker auf einzelne Titel ausgerichtet ist. PRIME passt besser, wenn das gemeinsame Hören und das Entdecken eines laufenden Senders wichtiger sind als vollständige Kontrolle über jeden Song.
Vertrauen entsteht bei einem gemeinsam genutzten Gerät außerdem durch klare Absprachen. Ich würde festlegen, wer Apps kauft, wer die Lautstärke verändert und wann das Radio ausgeschaltet wird. Die Anwendung kann das Hören vereinfachen, aber sie entscheidet nicht, wie ein Haushalt Medienzeit oder gemeinsame Geräte organisiert. Gerade diese Grenze sollte man offen benennen, damit niemand Funktionen erwartet, die eher in eine spezielle Kindersicherungs- oder Familienplattform gehören.
Was die App gegenüber kostenlosen Alternativen verändert
Die naheliegendste Alternative ist eine kostenlose Radio-App. Sie kann für gelegentliche Nutzung völlig ausreichend sein. Der Unterschied liegt dann vor allem in der Werbeerfahrung und in der Frage, wie viel man für einen ruhigen, wiederkehrenden Ablauf bezahlen möchte. Wer sich von Werbeeinblendungen in der App schnell gestört fühlt, erhält mit PRIME einen klaren Mehrwert. Wer sie kaum bemerkt, wird den Kauf möglicherweise weniger überzeugend finden.
Eine zweite Alternative sind die Apps einzelner Radiosender. Diese können sinnvoll sein, wenn man fast ausschließlich einen bestimmten Sender hört und dessen eigenes Angebot bevorzugt. PRIME ist flexibler für Menschen, die zwischen verschiedenen Sendern wechseln möchten, ohne für jeden Kanal eine eigene Anwendung zu pflegen. Dafür bietet eine Sender-App manchmal eine stärker auf diesen einen Anbieter zugeschnittene Umgebung.
Musikstreamingdienste sind wiederum besser, wenn ich selbst bestimmen möchte, welcher Titel als Nächstes läuft. Radio.de PRIME ist stärker bei spontaner Begleitung: Ich wähle eine Richtung oder einen Sender und lasse mich vom Programm tragen. Dieser Unterschied entscheidet im Alltag mehr als die bloße Anzahl verfügbarer Audioangebote.
Podcasts bilden eine weitere eigene Kategorie. Wer längere Gespräche, Serien oder einzelne Folgen gezielt hören möchte, braucht eine andere Art von Suche und Verwaltung. PRIME kann neben solchen Apps bestehen, ersetzt sie aber nicht automatisch. In einem Haushalt würde ich daher nicht versuchen, alle Audiointeressen mit einem einzigen Werkzeug abzudecken. Für Radio ist PRIME plausibel; für Podcasts, Musik auf Abruf und persönliche Sammlungen können andere Apps besser passen.
Der entscheidende Vergleich ist damit nicht „welche App hat die meisten Funktionen?“, sondern „welcher Ablauf soll einfacher werden?“. Für ein gemeinsames Radio mit möglichst wenig Werbeunterbrechung ist PRIME gut positioniert. Für individuelle Profile, maximale Musikkontrolle oder eine sehr breite Familienverwaltung würde ich genauer prüfen, ob eine andere Lösung besser zur jeweiligen Aufgabe passt.
Meine Alltagstipps für einen Haushalt
Ich würde vor dem Kauf einen typischen Nutzungstag betrachten. Läuft das Radio wirklich regelmäßig? Wird dasselbe Gerät von mehreren Personen verwendet? Ist Werbung in der App ein echtes Ärgernis oder nur ein kleiner Nebeneffekt? Wenn die Antworten klar in Richtung regelmäßiges gemeinsames Hören gehen, wirkt der einmalige Preis nachvollziehbarer.
Danach würde ich einen Hauptplatz für das Gerät festlegen und die Bedienung nicht unnötig verändern. Ein gemeinsames Radio funktioniert am besten, wenn jeder weiß, wo es liegt und wie der nächste Sender erreicht wird. Häufige Umzüge des Geräts, wechselnde Konten oder ständig neue Favoriten machen den Vorteil der einfachen Nutzung schnell zunichte.
Für Familien empfehle ich eine kurze Senderauswahl statt einer überfüllten Sammlung. Drei klar unterscheidbare Optionen können im Alltag hilfreicher sein als viele Einträge, die erst durchsucht werden müssen. Dabei sollte man beachten, dass die Auswahl den Haushalt widerspiegelt: Nachrichten für den Morgen, Musik für gemeinsame Tätigkeiten und ein neutraler Sender für Situationen, in denen niemand lange diskutieren möchte.
Wenn die App auf einem älteren Android-Gerät läuft, würde ich vor der dauerhaften Einrichtung prüfen, ob das Gerät noch zuverlässig startet, die Verbindung hält und die Lautstärke gut regelbar ist. Das Mindestbetriebssystem Android 7.0 macht ältere Hardware grundsätzlich interessant, garantiert aber keine moderne Geschwindigkeit. Für ein stationäres Radio kann das trotzdem reichen, solange die Bedienung ohne Frust funktioniert.
Und schließlich würde ich den Kauf nicht allein wegen der hohen Bewertung tätigen. Die rund 4,3 Tausend Rezensionen und die durchschnittlich starke Nutzermeinung zeigen, dass das Konzept viele Menschen anspricht, sagen aber wenig darüber aus, ob ein Haushalt hauptsächlich Radio, Musik auf Abruf oder Podcasts braucht. Die eigene Hörgewohnheit ist hier der bessere Maßstab.
Mein Haushaltsurteil zu radio.de PRIME
Nach meiner Einschätzung ist radio.de PRIME eine überzeugende Speziallösung für Menschen, die Internetradio regelmäßig hören und Werbung innerhalb der App vermeiden möchten. Besonders gut passt die Anwendung zu einem gemeinsamen Gerät in Küche, Wohnzimmer oder Arbeitsbereich. Die Bedienidee bleibt nahe am klassischen Radio: Sender auswählen, einschalten und den Alltag begleiten lassen.
Für Familien und Wohngemeinschaften liegt der Wert weniger in persönlichen Konten oder ausgefeilten Verwaltungsfunktionen, sondern in einem klaren gemeinsamen Ablauf. Wer vorher festlegt, welches Gerät verwendet wird, welche Sender wichtig sind und wie der Kauf im Haushalt gehandhabt wird, kann unnötige Reibung vermeiden. Die Altersfreigabe ab 0 Jahren macht den Zugang unkompliziert, ersetzt aber nicht die Entscheidung der Erwachsenen, welche Sender für Kinder passend sind.
Der Preis bleibt die größte Hürde. Bei täglicher oder sehr regelmäßiger Nutzung kann sich die werbefreie Erfahrung sinnvoll anfühlen. Bei seltenem Radiohören oder starkem Interesse an individueller Musikauswahl würde ich eher bei einer kostenlosen Radio-App oder einem anderen Audioangebot bleiben. Auch wer mehrere Personen mit völlig getrennten Hörwünschen auf einem Gerät versorgen möchte, wird an organisatorische Grenzen stoßen.
Mein persönliches Fazit fällt deshalb positiv, aber nicht pauschal aus: PRIME ist dann eine gute Empfehlung, wenn Radio ein fester Bestandteil des Haushalts ist und ein ruhiger, werbefreier Einstieg wichtiger ist als maximale Personalisierung. Für unser gemeinsames Alltagsszenario würde ich die App auf einem festen Gerät einsetzen, die wichtigsten Sender übersichtlich halten und die Erwartungen an Konten, Inhalte und Gerätefreigaben vorher klären. Dann spielt sie ihre Stärke aus, ohne mehr zu versprechen, als eine gute Radio-App leisten sollte.
Vorteile
- Große Auswahl an deutschen und internationalen Radiosendern
- Werbefreies Hören sorgt für ein angenehmeres Radioerlebnis
- Lieblingssender lassen sich schnell speichern und wiederfinden
- Übersichtliche Oberfläche mit einfacher Bedienung
- Praktische Zusatzfunktionen wie Sleep-Timer und Favoriten
Nachteile
- PRIME-Funktionen sind nur mit kostenpflichtigem Abonnement verfügbar
- Mobile Daten können beim längeren Streaming schnell verbraucht werden
- Senderangebot und Funktionen können je nach Region variieren
- Gelegentliche Verbindungsprobleme bei schwachem Internet möglich
- Nicht jeder Sender bietet zusätzliche Titel- oder Programminformationen
Häufig gestellte Fragen
Was ist radio.de PRIME und welche Vorteile bietet das Abonnement?
radio.de PRIME ist das kostenpflichtige Premium-Angebot der radio.de-App. Je nach aktueller Version und Tarif können Nutzer damit unter anderem werbefreies Radiohören, zusätzliche Komfortfunktionen und eine angenehmere Nutzung erhalten. Vor dem Abschluss sollte man die genaue Leistungsbeschreibung im App Store oder in den Abo-Einstellungen prüfen, da sich enthaltene Funktionen, Preise und Bedingungen ändern können.
Welche Radiosender und Inhalte kann ich mit radio.de PRIME hören?
Mit radio.de PRIME greifen Nutzer grundsätzlich auf das umfangreiche Senderangebot von radio.de zu. Dazu gehören zahlreiche deutsche und internationale Radiosender, Webradios sowie verschiedene Musikrichtungen, Nachrichten- und Themenkanäle. PRIME schaltet nicht automatisch jeden Sender oder jedes exklusive Programm frei. Die tatsächliche Verfügbarkeit kann vom Sender, Land, Lizenzrechten und der jeweiligen App-Version abhängen.
Ist radio.de PRIME werbefrei und bedeutet das, dass auch die Radiosender keine Werbung ausstrahlen?
Das Premium-Angebot kann Werbung innerhalb der App oder bestimmte zusätzliche Werbeeinblendungen reduzieren beziehungsweise entfernen. Radioprogramme selbst können jedoch weiterhin eigene Werbeblöcke, Sponsorhinweise oder Moderationswerbung enthalten, weil diese direkt vom jeweiligen Sender ausgestrahlt werden. Wer vollständig werbefreies Audio erwartet, sollte deshalb zwischen App-Werbung und der vom Radiosender ausgespielten Werbung unterscheiden.
Kann ich radio.de PRIME kostenlos testen und wie funktioniert die Kündigung?
Ob eine kostenlose Testphase angeboten wird, hängt vom aktuellen Angebot, Gerät, Land und verwendeten App Store ab. Nach Ablauf eines Tests verlängert sich ein Abonnement üblicherweise automatisch, sofern es nicht rechtzeitig gekündigt wird. Die Kündigung erfolgt normalerweise über Google Play oder die Apple-ID-Abonnements und nicht einfach durch das Löschen der App. Die jeweiligen Fristen sollten vor dem Abschluss geprüft werden.
Benötigt radio.de PRIME eine Internetverbindung und kann ich Sender offline hören?
Radio-Streaming benötigt in der Regel eine aktive Internetverbindung über WLAN oder mobile Daten. Dadurch können je nach Hörzeit und Audioqualität zusätzliche Datenkosten entstehen, besonders bei längerer Nutzung im Mobilfunknetz. Ein PRIME-Abonnement bedeutet nicht automatisch, dass alle Sender offline gespeichert werden können. Ob einzelne Inhalte heruntergeladen oder zwischengespeichert werden dürfen, hängt von den Funktionen der aktuellen App-Version und den Rechten der Sender ab.











