My WebID
- Bewertung
- 4,2
- Downloads
- 1.000.000+
- Alter
- USK ab 0 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- My WebID
- Kategorie
- Finanzen
- Paketname
- de.webidsolutions.mywebid
- Entwickler
- WebID Solutions GmbH
- Bewertung
- 4,2
- Version
- 10.0.0
Analyse von Appcrazy
Wenn ich einen Vertrag schnell online bestätigen oder meine Identität aus der Ferne nachweisen muss, greife ich zu My WebID. Die App von WebID Solutions GmbH gehört zum Bereich Finanzen und verfolgt ein klares Ziel: digitale Identifizierung und Unterschrift sollen ohne Papier, Postweg und Filialbesuch funktionieren. Im Alltag ist das besonders praktisch, wenn eine Bank, ein Versicherer oder ein anderer Dienstleister den Abschluss eines Vorgangs an eine Identitätsprüfung knüpft.
Mein Eindruck nach der Nutzung ist allerdings nicht einfach „installieren und alles läuft von selbst“. Die Anwendung kann einen ansonsten lästigen Schritt deutlich verkürzen, verlangt aber Aufmerksamkeit bei Kamera, Dokumenten und den jeweiligen Anweisungen des Vertragspartners. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie gut die App in unterschiedlichen Situationen funktioniert – etwa bei eingeschränkter Sicht, wenig Platz, wechselnden Lichtverhältnissen oder einem Smartphone, das nicht besonders komfortabel bedient werden kann.
Wie verständlich My WebID durch Identifizierung und Unterschrift führt
Die Oberfläche ist auf einen einzelnen Vorgang ausgerichtet, statt mich mit einer großen Sammlung von Finanzfunktionen zu beschäftigen. Das hilft beim Einstieg: Ich öffne die Anwendung normalerweise nicht, um Kontostände zu prüfen oder Überweisungen auszuführen, sondern weil ich einen konkreten digitalen Prozess abschließen möchte. Diese Konzentration macht die Navigation grundsätzlich übersichtlich.
Besonders angenehm finde ich, dass eine Identifizierung nicht wie ein dauerhaftes Konto-Dashboard wirkt. Wer nur gelegentlich einen Vertrag digital bestätigen muss, bekommt dadurch weniger Ablenkung. Die App ist eher ein Werkzeug für einen bestimmten Moment als eine Anwendung, in der ich täglich unterwegs bin. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 bei rund 42.000 Bewertungen scheint dieser Ansatz für viele Menschen nachvollziehbar zu sein.
Die entscheidende Verständlichkeit entsteht jedoch nicht allein durch die App. Der Ablauf hängt auch davon ab, von welcher Bank, Versicherung oder Plattform ich zu My WebID weitergeleitet werde. Vor dem Start sollte ich deshalb prüfen, ob ich den passenden Vorgang geöffnet habe und welche Unterlagen benötigt werden. Wer ohne Vorbereitung beginnt, kann an einer Stelle landen, an der ein Dokument oder eine Information fehlt.
Für die Lesbarkeit ist das Smartphone-Display der wichtigste Faktor. Kleine Hinweise, helle Schrift oder dicht gesetzte Anweisungen können bei einer Identitätsprüfung anstrengender sein als in einer normalen App. Ich würde die Anzeige nicht unnötig verkleinern und den Vorgang lieber an einem ruhigen Ort durchführen. Ein größerer Bildschirm hilft zwar beim Lesen, ersetzt aber nicht automatisch die Kamera- und Dokumentenfunktionen eines Smartphones.
Mein praktischer Tipp: Ich lese jeden Hinweis vollständig, bevor ich die nächste Aufnahme oder Bestätigung starte. Bei einer digitalen Unterschrift ist schnelles Tippen nicht unbedingt ein Vorteil. Ein kurzer Moment zum Prüfen, welcher Schritt gerade verlangt wird, verhindert eher, dass ich den Ablauf wiederholen muss. Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied zwischen „schnell“ und tatsächlich effizient.
Navigation für Menschen mit unterschiedlichem Lesetempo
Wer gut sehen kann und mit typischen Smartphone-Schritten vertraut ist, dürfte sich relativ schnell zurechtfinden. Schwieriger wird es für Menschen, die längere Zeit zum Lesen brauchen oder Informationen lieber in sehr großen Zeichen aufnehmen. Ein Identifizierungsprozess lässt sich nicht beliebig beschleunigen, und der Druck, eine Kameraaufnahme im richtigen Moment zu machen, kann zusätzliche Nervosität auslösen.
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Ich würde deshalb nicht empfehlen, My WebID während eines hektischen Telefonats oder zwischen zwei Terminen zu verwenden. Die App ist zwar für einen kurzen digitalen Weg gedacht, aber die einzelnen Hinweise müssen trotzdem verstanden werden. Gerade bei finanziell oder rechtlich relevanten Dokumenten ist Barrierearmut nicht nur eine Frage des Komforts. Ein missverstandener Schritt kann dazu führen, dass ich den Vorgang abbreche oder eine falsche Bestätigung abgebe.
Die Anwendung ist kostenlos erhältlich und richtet sich laut Altersfreigabe an alle Altersgruppen. Das bedeutet für mich vor allem, dass der Zugang nicht durch ein kostenpflichtiges Modell erschwert wird. Es bedeutet aber nicht, dass jede Person den Ablauf ohne Unterstützung bewältigen kann. Ein jüngerer oder älterer Nutzer kann die App technisch öffnen und trotzdem Hilfe beim Lesen, Positionieren des Dokuments oder Einordnen der nächsten Anweisung benötigen.
Kamera, Hände und andere motorische Anforderungen
Bei einer Online-Identifizierung spielt die Bedienung mit den Händen eine größere Rolle als bei vielen anderen Finanz-Apps. Ich muss das Smartphone stabil halten, ein Dokument passend vor die Kamera bringen und manchmal mehrere Dinge gleichzeitig beobachten: Display, Rahmen, Licht und die eigene Position. Für Menschen mit Zittern, eingeschränkter Beweglichkeit oder wenig Kraft in den Händen kann das deutlich anstrengender sein.
Ein stabiler Tisch ist daher mehr als ein Komforttipp. Ich lege das Dokument vorher flach und gut erreichbar bereit, entferne störende Gegenstände aus dem Umfeld und halte das Telefon möglichst mit beiden Händen. So muss ich es nicht während der Aufnahme aus einer unbequemen Position balancieren. Wer allein Schwierigkeiten hat, kann eine vertraute Person bitten, das Smartphone zu halten – die betroffene Person sollte die Identifizierung und die Entscheidungen im Vorgang aber weiterhin selbst nachvollziehen können.
Auch die Größe des Dokuments und die Beschaffenheit der Oberfläche können eine Rolle spielen. Ein geknickter Ausweis, spiegelndes Plastik oder eine unruhige Unterlage machen das Ausrichten schwerer. Ich würde das Dokument nicht in der Hand halten, wenn eine freie Ablage möglich ist. Das reduziert Bewegungen und macht es wahrscheinlicher, dass die Kamera den relevanten Bereich sauber erfasst.
Für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik bleibt ein grundlegender Zielkonflikt: Die App soll den Vorgang digital vereinfachen, verlangt aber für die Identifizierung eine präzise körperliche Interaktion. Eine klassische Filiale oder ein persönlicher Termin kann in diesem Fall die bessere Wahl sein, wenn dort jemand beim Halten und Positionieren unterstützt. My WebID spart Wege, ist aber nicht automatisch die zugänglichste Option für jede motorische Situation.
Licht, Sehen und akustische Umgebung richtig einschätzen
Bei visuellen Aufgaben wie Dokumentenaufnahme und Gesichtserkennung ist gutes, gleichmäßiges Licht hilfreich. Ich vermeide direkte Reflexionen und dunkle Räume, weil ich dann eher mehrere Versuche brauche. Ein Fenster kann nützlich sein, solange die helle Fläche nicht direkt hinter mir oder auf dem Dokument liegt. Diese Vorbereitung ist besonders relevant für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, die ohnehin mehr Zeit benötigen, um Konturen und Hinweise zu erkennen.
Wer Farben schlecht unterscheiden kann, sollte sich nicht allein auf farbliche Signale verlassen. Ich orientiere mich an Text, Symbolen und der Reihenfolge der Schritte. Falls eine Anweisung nicht eindeutig ist, würde ich nicht einfach weitertippen, sondern den Vorgang kurz unterbrechen und die Erklärung des Vertragspartners prüfen. Bei einer Identifizierung ist ein scheinbar kleiner Bedienfehler nicht mit einem verlorenen Spielstand vergleichbar.
Die akustische Umgebung kann ebenfalls entscheidend sein. In einem lauten Bahnhof, einem vollen Büro oder neben laufendem Fernseher kann ich Hinweise schlechter verstehen, sofern der Ablauf gesprochene Informationen nutzt oder ich mich stark auf Audio konzentrieren muss. Ein ruhiger Raum und Kopfhörer können helfen, sofern sie die Nutzung der Kamera nicht behindern. Wer schlecht hört, sollte besonders darauf achten, dass wichtige Informationen auch als Text sichtbar sind, und bei Unsicherheit Unterstützung durch den jeweiligen Anbieter einholen.
Ich würde My WebID deshalb nicht nur nach der Internetverbindung beurteilen. Ein stabiler Empfang ist zwar praktisch, aber eine ruhige Umgebung, ausreichend Licht und ein sauberer Kamerablick entscheiden im Alltag oft stärker darüber, ob der Prozess angenehm bleibt. Das ist einer der weniger offensichtlichen Punkte: Die App kann technisch funktionieren und sich trotzdem wegen der Umgebung unzugänglich anfühlen.
Alltagssituationen, in denen die App wirklich nützlich ist
Ein realistisches Beispiel ist der Abschluss einer Versicherung am Abend. Ich habe die Unterlagen bereits online gelesen, möchte aber nicht noch einen Brief abwarten oder am nächsten Tag zu einer Filiale fahren. Mit My WebID kann ich den Identifizierungsschritt direkt am Smartphone angehen, sofern der Anbieter diesen Weg unterstützt. Ich lege Ausweis und Telefon bereit, sorge für Licht und erledige den Vorgang an einem Tisch statt auf dem Sofa.
Für Menschen mit wenig Zeit kann das ein echter Vorteil sein. Auch Personen, die nicht in der Nähe einer Filiale wohnen, profitieren vom digitalen Ablauf. Die App ist außerdem interessant, wenn ein Vertragspartner ausdrücklich eine Online-Identifizierung oder digitale Unterschrift verlangt. Dann ersetzt sie nicht einfach eine beliebige Notiz-App, sondern erfüllt einen konkreten Schritt in einem finanziellen oder vertraglichen Prozess.
In einer anderen Situation, etwa unterwegs im Zug, sehe ich den Vorteil deutlich weniger. Bewegungen, Spiegelungen, fremde Geräusche und neugierige Blicke machen den Vorgang unangenehm. Wer eine Identifizierung unterbrechen muss, sollte nicht davon ausgehen, dass jeder Schritt automatisch gespeichert bleibt. Ich plane lieber genug Zeit ein und starte erst, wenn ich den Ablauf ohne Ablenkung beenden kann.
Auch für Personen, die digitale Verfahren grundsätzlich vermeiden möchten, ist die App nicht die richtige Empfehlung. Wenn ich eine persönliche Beratung brauche, Fragen zum Vertrag habe oder meine Identität nicht vor einer Smartphone-Kamera bestätigen möchte, ist der direkte Kontakt mit dem Unternehmen wahrscheinlich passender. My WebID löst den Identifizierungsteil, aber nicht die inhaltliche Beratung zu einem Finanzprodukt.
Was sich gegenüber PostIdent, Filiale und allgemeinen Signatur-Apps verändert
Im Vergleich zu einem Gang in die Filiale ist der größte Vorteil die zeitliche Freiheit. Ich muss mich nicht nach Öffnungszeiten richten und kann den Vorgang dort starten, wo meine Unterlagen liegen. Gegenüber einem postalischen Verfahren entfällt der zusätzliche Papierweg. Das macht die digitale Variante besonders attraktiv, wenn ein Vertrag schnell abgeschlossen werden soll.
Der Vergleich mit allgemeinen Signatur-Apps fällt differenzierter aus. Eine gewöhnliche Signatur-App kann Dokumente verwalten oder Unterschriften sammeln, ist aber nicht automatisch für eine Identitätsprüfung ausgelegt. My WebID ist dann sinnvoll, wenn der Vertragspartner genau diesen Dienst in seinen Ablauf eingebunden hat. Für das bloße Signieren eines privaten Dokuments würde ich nicht automatisch eine Identifizierungs-App wählen.
PostIdent oder ein persönlicher Termin bleiben in bestimmten Fällen überlegen. Wer kein kompatibles Smartphone zur Hand hat, Schwierigkeiten mit Kameraaufnahmen besitzt oder den Vorgang lieber mit Unterstützung erledigt, fährt mit einem persönlichen Weg möglicherweise besser. Auch wenn die digitale Sitzung wiederholt scheitert, ist ein Wechsel der Methode vernünftiger, als immer wieder dieselben Bedingungen zu verändern.
Ein weiterer Trade-off betrifft die Konzentration persönlicher Daten in einem digitalen Ablauf. Ich empfinde es als angenehm, nicht mehrere Wege kombinieren zu müssen, würde aber trotzdem genau prüfen, aus welchem ursprünglichen Vertragspartner heraus ich My WebID öffne. Die App sollte nicht als Einladung verstanden werden, Identitätsdokumente an beliebige Empfänger zu senden. Der sichere Umgang beginnt vor dem ersten Kamerabild.
Version, Gerätewahl und Vorbereitung vor dem Start
Die aktuelle Version ist 10.0.0 und die Anwendung läuft ab iOS- beziehungsweise Android-Version 9. Mit über einer Million Installationen ist sie auf vielen Geräten ein bekanntes Werkzeug für digitale Identifizierung. Trotzdem würde ich vor einem wichtigen Vertrag prüfen, ob mein Smartphone die notwendige Kamera- und Systemumgebung zuverlässig unterstützt. Ein älteres Gerät kann bei modernen Abläufen langsamer reagieren oder ein weniger helles Display haben.
Ich halte das Betriebssystem vor dem Start möglichst aktuell, lade den Akku und schließe andere Apps, die Kamera oder Mikrofon verwenden könnten. Außerdem lege ich das Originaldokument bereit und sorge dafür, dass keine Hülle, Folie oder verschmutzte Linse die Aufnahme erschwert. Das sind keine spektakulären Funktionen, aber sie sparen in der Praxis mehr Zeit als hektisches Wiederholen.
Wer für eine andere Person unterstützt, sollte vorher klären, welche Hilfe erlaubt und sinnvoll ist. Das Vorlesen eines Hinweises oder das Bereitstellen einer stabilen Unterlage ist etwas anderes, als Entscheidungen zu treffen oder eine Unterschrift zu ersetzen. Besonders bei Verträgen muss die Person, auf deren Namen der Vorgang läuft, verstehen, was bestätigt wird.
Bei einem Abbruch würde ich zuerst die Umgebung prüfen: Licht, Reflexionen, Hintergrund, Kameralinse und Internetverbindung. Wenn der Fehler danach bestehen bleibt, ist es besser, den Vertragspartner zu kontaktieren, statt unkontrolliert neue Versuche zu starten. So lässt sich klären, ob der Vorgang erneut begonnen werden muss oder ob ein alternativer Identifizierungsweg verfügbar ist.
Verbleibende Hürden für eine wirklich inklusive Nutzung
Die größte Schwäche liegt für mich in der Abhängigkeit von mehreren Bedingungen gleichzeitig. Lesbare Hinweise, eine funktionierende Kamera, ruhige Hände, gutes Licht, ein passendes Dokument und ausreichend Konzentration müssen zusammenkommen. Fällt nur ein Faktor aus, wird aus einem kurzen digitalen Schritt schnell eine frustrierende Aufgabe.
Menschen mit Seh-, Hör- oder Bewegungseinschränkungen können die App durchaus nutzen, wenn die konkrete Situation passt und gegebenenfalls Unterstützung vorhanden ist. Ich würde aber nicht pauschal behaupten, dass jeder Ablauf für jede Fähigkeit gleich gut zugänglich ist. Der Vertragspartner und der jeweilige Identifizierungsprozess beeinflussen, welche Alternativen verfügbar sind und wie viel Flexibilität es bei einzelnen Schritten gibt.
Auch sprachliche oder kognitive Belastung darf nicht unterschätzt werden. Finanzielle und rechtliche Texte sind oft schwieriger als die eigentliche App-Navigation. Wer langsam liest, eine andere Sprache bevorzugt oder bei mehreren Anweisungen schnell den Überblick verliert, sollte den Vorgang nicht unter Zeitdruck durchführen. Eine vertraute Person kann beim Verständnis helfen, sollte aber die Identität und Zustimmung der betroffenen Person nicht an sich ziehen.
Für mich wäre eine andere Lösung besser, wenn persönliche Betreuung, besonders große Darstellung oder eine vollständig analoge Alternative entscheidend sind. My WebID ist vor allem dann stark, wenn ich selbstständig mit einem Smartphone umgehen kann und der digitale Weg vom jeweiligen Anbieter vorgesehen ist. Sie ist kein Ersatz für jede Form von Beratung oder Assistenz.
Mein Urteil für verschiedene Nutzergruppen
Ich empfehle My WebID Menschen, die einen digitalen Vertrags- oder Finanzprozess ohne Filialbesuch abschließen möchten und mit Kamera, Dokumenten und Smartphone-Anweisungen sicher umgehen. Die kostenlose App kann den Weg zwischen Online-Antrag und fertiger Identifizierung deutlich verkürzen. Für viele Nutzer ist gerade die Kombination aus zeitlicher Freiheit und einem klar begrenzten Zweck überzeugend.
Weniger geeignet ist sie für Personen, die eine persönliche Erklärung benötigen, kein ruhiges und gut beleuchtetes Umfeld haben oder bei präzisen Kameraaufnahmen schnell an Grenzen stoßen. In solchen Fällen sollte ich nicht aus Bequemlichkeit am digitalen Verfahren festhalten. Ein persönlicher Termin oder ein anderes Verfahren kann zugänglicher und am Ende sogar schneller sein.
WebID Solutions GmbH liefert mit My WebID ein nützliches Werkzeug für einen sehr konkreten Bedarf. Die große Verbreitung mit mehr als einer Million Installationen zeigt, dass digitale Identifizierung für viele Menschen zum normalen Vertragsabschluss geworden ist. Für mich bleibt aber die wichtigste Empfehlung: Vorbereitung statt Eile. Die App ist dann am überzeugendsten, wenn sie Selbstständigkeit ermöglicht, nicht wenn sie Unterstützung ersetzt.
Unterm Strich sehe ich My WebID als praktische Finanz-App für klar definierte Identifizierungs- und Unterschriftsvorgänge. Sie ist kostenlos, ab iOS beziehungsweise Android 9 nutzbar und ab null Jahren freigegeben. Wer die eigenen Bedürfnisse, die Umgebung und die Anforderungen des Vertragspartners realistisch einschätzt, kann damit viel Zeit sparen. Wer besondere Unterstützung braucht, sollte vor dem Start nach einem alternativen Weg fragen – nicht erst nach mehreren erfolglosen Versuchen.
Vorteile
- Identitätsprüfung direkt per Smartphone ohne Filialbesuch möglich
- Unterstützt eine schnelle Verifizierung bei teilnehmenden Online-Diensten
- Geführter Ablauf erleichtert die Bedienung auch für weniger erfahrene Nutzer
- Video-Ident ermöglicht die Prüfung durch geschultes Personal
- Persönliche Daten müssen nicht bei jedem Anbieter erneut eingegeben werden
Nachteile
- Nur mit unterstützten Partnerdiensten und kompatiblen Verfahren nutzbar
- Stabile Internetverbindung und eine gute Kamera sind erforderlich
- Video-Ident ist meist nur innerhalb bestimmter Servicezeiten verfügbar
- Die Prüfung kann bei schlechter Beleuchtung oder undeutlichen Dokumenten scheitern
- Für die Identifizierung müssen sensible Ausweis- und Kontaktdaten verarbeitet werden
Häufig gestellte Fragen
Was ist My WebID und wofür wird die App verwendet?
My WebID ist eine Anwendung zur digitalen Identitätsprüfung von WebID. Sie wird verwendet, um die Identität einer Person online zu bestätigen, beispielsweise bei der Eröffnung eines Bankkontos, dem Abschluss eines Vertrags oder der Registrierung bei einem Dienst. Je nach Vorgang führt die App durch eine Video-Identifikation oder eine andere unterstützte Verifizierung und übermittelt die erforderlichen Daten sicher an den jeweiligen Anbieter.
Welche Voraussetzungen muss ich für die Identitätsprüfung mit My WebID erfüllen?
Für die Nutzung benötigen Sie in der Regel ein kompatibles Android- oder iOS-Gerät, eine stabile Internetverbindung sowie eine funktionierende Kamera und ein Mikrofon. Außerdem brauchen Sie ein gültiges Ausweisdokument, das vom jeweiligen Anbieter akzeptiert wird. Sorgen Sie für gute Beleuchtung, halten Sie das Dokument vollständig sichtbar und verwenden Sie möglichst eine ruhige Umgebung, damit die Prüfung ohne unnötige Unterbrechungen abgeschlossen werden kann.
Welche Ausweisdokumente werden von My WebID akzeptiert?
Welche Dokumente akzeptiert werden, hängt vom konkreten Identifikationsverfahren, Ihrem Land und dem Unternehmen ab, das die Prüfung beauftragt hat. Häufig werden gültige Personalausweise, Reisepässe oder bestimmte Aufenthaltstitel unterstützt. Abgelaufene, beschädigte oder nicht zugelassene Dokumente können abgelehnt werden. Vor dem Start sollten Sie die Hinweise im Auftrag sorgfältig lesen und das benötigte Originaldokument bereithalten.
Wie sicher und datenschutzfreundlich ist My WebID?
My WebID ist für die Überprüfung persönlicher Identitätsdaten konzipiert und nutzt dafür Sicherheitsmaßnahmen zur geschützten Übertragung der Informationen. Dennoch sollten Sie vor der Nutzung prüfen, welcher Anbieter die Identifizierung angefordert hat und welche Daten verarbeitet werden. Lesen Sie die Datenschutzinformationen sowie die Einwilligungen aufmerksam durch. Verwenden Sie die App nur aus einer vertrauenswürdigen Quelle und geben Sie keine Zugangsdaten an Dritte weiter.
Was kann ich tun, wenn die Identifizierung mit My WebID nicht funktioniert?
Wenn die Prüfung fehlschlägt, kontrollieren Sie zunächst Ihre Internetverbindung, Kamera- und Mikrofonberechtigungen sowie die Aktualität der App. Reinigen Sie die Kameralinse, verbessern Sie die Beleuchtung und entfernen Sie gegebenenfalls eine Hülle, die das Dokument verdeckt. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Angaben mit dem Ausweisdokument übereinstimmen. Bei wiederholten Problemen wenden Sie sich an den Support oder den Anbieter, der die Identifizierung gestartet hat.
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