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Mattermost

Bewertung
4,6
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1.000.000+
Alter
USK ab 0 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
Mattermost
Kategorie
Business
Paketname
com.mattermost.rn
Entwickler
Mattermost
Bewertung
4,6
Version
2.43.1
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Wer zum ersten Mal mit Mattermost arbeitet, sollte es nicht als gewöhnlichen Messenger für private Chats betrachten. Die App gehört in den beruflichen Alltag und verbindet Nachrichten, Teamgespräche und den Zugriff auf eine selbst gehostete Arbeitsumgebung. Genau dieser Punkt entscheidet darüber, ob sie zu dir passt: Du installierst sie nicht einfach, erstellst ein Konto und erwartest automatisch eine fertige Community. Normalerweise brauchst du die Adresse eines Mattermost-Servers und die Zugangsdaten, die dir dein Unternehmen, Verein oder Projektteam gibt.

Ich finde diesen Ansatz interessant, weil er mehr Kontrolle verspricht als viele klassische Cloud-Messenger. Gleichzeitig macht er den Einstieg etwas weniger spontan. Bei WhatsApp, Slack oder Microsoft Teams bist du oft schnell in einer bestehenden Umgebung; bei Mattermost hängt der erste Erfolg davon ab, ob die zuständige Organisation den Server sauber eingerichtet hat. Für Teams, die ihre Kommunikation selbst verwalten möchten, ist das ein sinnvoller Tausch. Für jemanden, der nur mit Freunden chatten will, wirkt der zusätzliche Schritt eher unnötig.

Vom ersten Start bis zur ersten nützlichen Nachricht

Was dich nach der Installation erwartet

Mattermost ist eine kostenlose Business-App des Entwicklers Mattermost. Im App Store beziehungsweise Play Store wird sie als Lösung für sicheres, selbst gehostetes Messaging am Arbeitsplatz eingeordnet. Die Anwendung ist für alle Altersgruppen freigegeben und läuft auf Geräten ab Android 7.0. Die aktuelle Version ist 2.43.1. Diese Angaben sind vor allem dann wichtig, wenn du ein älteres Smartphone verwendest oder die App auf einem dienstlichen Gerät installieren möchtest.

Die App selbst ist nicht der komplette Dienst, sondern dein mobiler Zugang zu einer Mattermost-Installation. Nach dem Öffnen solltest du deshalb nicht irritiert sein, wenn du zunächst nach einer Serveradresse gefragt wirst. Diese Adresse ist kein allgemeiner Mattermost-Login, sondern verweist auf die Umgebung deiner Organisation. Frage im Zweifel die IT-Abteilung oder die Person, die dich ins Team eingeladen hat. Ohne diese Information kannst du die App zwar installieren, aber noch nicht sinnvoll nutzen.

Die große Stärke liegt in der Trennung zwischen App und eigener Serverumgebung. Ein Unternehmen kann seine Kommunikationsplattform unter eigener Kontrolle betreiben, statt alle Arbeitsgespräche in einem beliebigen öffentlichen Konto zu bündeln. Das ist besonders interessant für Teams mit internen Projekten, technischen Arbeitsabläufen oder erhöhten Anforderungen an die Verwaltung ihrer Daten. Allerdings bedeutet Selbsthosting auch, dass die Qualität deiner Erfahrung nicht nur von der mobilen App abhängt. Ein schlecht gepflegter oder langsam erreichbarer Server kann sich direkt auf deinen Alltag auswirken.

Mit über einer Million Installationen und einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 Sternen ist die Anwendung keineswegs ein Nischenexperiment. Trotzdem solltest du sie nicht nach der Zahl der Installationen beurteilen, sondern danach, ob dein Team bereits Mattermost verwendet. Die rund zwanzigtausend Bewertungen zeigen, dass viele Menschen mit der App arbeiten, aber sie ersetzen nicht die wichtigste Voraussetzung: Es muss eine passende Serverumgebung geben.

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Die Einrichtung ohne unnötige Umwege

Für den ersten Start würde ich die Zugangsdaten bereitlegen, bevor ich die App öffne. Dazu gehören die Serveradresse und normalerweise die Anmeldemethode, die dein Team vorgibt. Manche Organisationen verwenden eine eigene Anmeldung, andere arbeiten mit einer Einladung oder einem bereits eingerichteten Benutzerkonto. Die App kann dir diese Entscheidung nicht abnehmen, weil sie von der jeweiligen Mattermost-Installation abhängt.

Mein praktischer Rat: Kopiere die Serveradresse sorgfältig und achte auf Schreibfehler. Ein falscher Eintrag sieht für Einsteiger schnell wie ein App-Problem aus, obwohl lediglich die falsche Umgebung angesprochen wird. Wenn die Anmeldung scheitert, solltest du nicht sofort das Passwort zurücksetzen. Prüfe zuerst, ob du wirklich die Adresse deines Teams verwendest und ob dein Konto dort bereits freigeschaltet wurde.

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Nach der Anmeldung lohnt es sich, nicht sofort in jede Unterhaltung zu springen. Verschaffe dir zunächst einen Überblick über die vorhandenen Teams und Kanäle. In einer gut organisierten Umgebung erkennst du meist schnell, welche Bereiche für Ankündigungen, Projekte, Support oder informelle Gespräche gedacht sind. Diese Orientierung spart später Zeit, denn eine Nachricht am falschen Ort kann leicht übersehen werden oder unnötige Rückfragen auslösen.

Ich würde außerdem zuerst die Benachrichtigungseinstellungen prüfen. Bei beruflichen Messengern ist nicht die maximale Anzahl an Hinweisen automatisch die beste Einstellung. Wenn jede neue Nachricht auf dem Telefon erscheint, wird der Arbeitsalltag schnell unruhig. Sinnvoller ist es, wichtige Kanäle aufmerksam zu verfolgen und weniger relevante Gespräche zurückhaltender zu behandeln. Welche Optionen dir genau zur Verfügung stehen, kann von der Version und der Konfiguration deines Servers abhängen; die Grundidee bleibt aber gleich: Richte die App so ein, dass sie dich informiert, ohne dich ständig aus anderen Aufgaben herauszureißen.

Der erste Erfolg: eine Nachricht, die wirklich ankommt

Der beste erste Test ist für mich keine lange Erkundung der Einstellungen, sondern eine kurze, gezielte Nachricht. Öffne den Kanal, in dem neue Mitglieder begrüßt werden oder in dem dein Team den Einstieg erklärt. Lies zunächst die angehefteten oder zuletzt veröffentlichten Hinweise, falls vorhanden, und schreibe dann eine knappe Vorstellung. Nenne deinen Namen, deine Rolle und das Projekt, an dem du arbeitest. So erhältst du direkt eine praktische Rückmeldung: Du siehst, ob du im richtigen Kanal bist, ob du schreiben darfst und ob andere deine Nachricht wahrnehmen.

Eine gute erste Nachricht könnte etwa erklären, dass du gerade Zugriff eingerichtet hast und für das Projekt zuständig bist. Vermeide am Anfang allgemeine Fragen wie „Was passiert hier?“. Eine konkrete Frage funktioniert besser, zum Beispiel: „In welchem Kanal werden Aufgaben für dieses Projekt gesammelt?“ Damit lenkst du die Unterhaltung an die richtige Stelle und lernst gleichzeitig die Struktur deines Teams kennen.

Der nächste sinnvolle Test ist eine direkte Nachricht an eine Person, die dir bei der Einrichtung helfen kann. Schreibe nicht nur „Hallo“, sondern formuliere dein Anliegen vollständig. So kannst du prüfen, ob private Kommunikation funktioniert, ohne eine wichtige Gruppe mit einem technischen Test zu unterbrechen. Wenn dein Team häufig zwischen Kanalgesprächen und persönlichen Rückfragen wechselt, wird diese Unterscheidung schnell zu einem wichtigen Teil deines Arbeitsablaufs.

Ein kleiner, aber nützlicher Arbeitsgriff ist das bewusste Trennen von Mitteilung und Diskussion. Eine kurze Statusmeldung gehört in den passenden Projektkanal, während ein längerer Austausch über ein Detail besser in einem dafür gedachten Gespräch bleibt. Dadurch bleibt der Kanal für andere lesbar. Gerade bei selbst verwalteten Teamumgebungen ist diese Disziplin wertvoll, weil die Struktur nicht nur von der Software, sondern auch vom Verhalten der Mitglieder lebt.

Wofür die App im Alltag besonders gut funktioniert

Ich sehe die größte Stärke in Teams, die ihre Kommunikation nach Themen ordnen möchten und nicht alles in einem einzigen Gruppenchat sammeln wollen. Ein Softwareprojekt kann beispielsweise getrennte Bereiche für Planung, Fehlerberichte und allgemeine Hinweise verwenden. Ein Verein kann Diskussionen für Vorstand, Veranstaltungen und Helfer aufteilen. Bei einem kleinen Unternehmen lassen sich Kundenprojekte voneinander trennen, ohne dass jede Information in einem endlosen Verlauf verschwindet.

Ein realistischer Arbeitstag könnte so aussehen: Am Morgen liest du im Ankündigungskanal eine wichtige Änderung, antwortest im Projektbereich auf eine Rückfrage und schreibst einer Kollegin direkt, weil du ein vertrauliches Detail klären musst. Später öffnest du die App nur noch für Erwähnungen oder für den Kanal, in dem dein Team den Tagesfortschritt dokumentiert. Diese Nutzung ist deutlich übersichtlicher als ein einziger Gruppenchat, in dem Termine, Dateien, spontane Kommentare und dringende Hinweise durcheinanderlaufen.

Auch für verteilte Teams kann der selbst gehostete Ansatz ein wichtiger Grund sein, Mattermost zu wählen. Die Organisation behält die Verantwortung für ihre Umgebung und kann die Plattform in ihre eigenen Abläufe einordnen. Das ist kein Vorteil, den jeder Nutzer unmittelbar auf dem Bildschirm spürt, aber für die Auswahl eines Arbeitsmessengers kann er entscheidend sein. Wenn dein Arbeitgeber Wert auf Kontrolle und eine eigene Infrastruktur legt, ist diese App deutlich passender als ein rein privat eingerichteter Chatdienst.

Im Vergleich zu WhatsApp wirkt Mattermost arbeitsbezogener und strukturierter. WhatsApp ist oft schneller für informelle Gruppen, aber nicht auf eine klar gegliederte Projektkommunikation ausgelegt. Gegenüber Slack oder Microsoft Teams ist der wichtigste Unterschied weniger die Idee von Kanälen als die Kontrolle über die Umgebung. Diese Alternativen können für Organisationen bequemer sein, die eine vollständig verwaltete Cloud-Lösung möchten. Mattermost ist dagegen interessant, wenn der eigene Server und die Hoheit über die Arbeitsumgebung ausdrücklich gewünscht sind.

Typische Verwirrung beim Einstieg

Die häufigste Irritation entsteht wahrscheinlich dadurch, dass die App nicht wie ein klassischer öffentlicher Messenger funktioniert. Wenn du keinen Servernamen hast, ist das kein Zeichen dafür, dass die Installation fehlgeschlagen ist. Du brauchst die Verbindung zu einer Organisation, die Mattermost einsetzt. Wer die App aus Neugier installiert, ohne zu einem Team zu gehören, wird deshalb weniger erleben als jemand, der bereits eine konkrete Einladung erhalten hat.

Eine zweite Stolperfalle ist die Frage, wo eine Nachricht hingehört. Ein Kanal ist nicht einfach nur eine große Gruppe mit vielen Personen. Er sollte einen erkennbaren Zweck haben. Wenn du eine Projektentscheidung in einem allgemeinen Plauderbereich veröffentlichst, finden andere sie später nur schwer. Wenn du hingegen jede kleine Rückfrage in einen offiziellen Ankündigungskanal schreibst, verwässerst du dessen Funktion. Nimm dir am Anfang die Zeit, die Namen und Beschreibungen der Bereiche zu lesen, bevor du etwas veröffentlichst.

Auch Benachrichtigungen können falsch verstanden werden. Wenn du eine Nachricht nicht sofort als Hinweis auf dem Telefon siehst, heißt das nicht automatisch, dass sie verloren gegangen ist. Umgekehrt ist eine Flut von Benachrichtigungen kein Beweis dafür, dass du besonders gut informiert bist. Prüfe, ob du wirklich alle Gespräche verfolgen musst. Für viele Nutzer ist eine Kombination aus wichtigen Projektkanälen und gezielten Erwähnungen angenehmer als eine permanente Aktivierung für alles.

Der selbst gehostete Charakter bringt eine weitere Besonderheit mit sich: Die Erfahrung kann je nach Organisation unterschiedlich ausfallen. Anmeldung, Verfügbarkeit und bestimmte Einstellungen hängen nicht allein von deinem Smartphone ab. Wenn Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig Probleme melden, liegt die Ursache wahrscheinlich eher bei der Serverumgebung oder deren Verwaltung als bei deiner mobilen Installation. In diesem Fall ist die richtige Anlaufstelle die interne Administration, nicht zwingend der App-Store-Support.

Ein weiterer Punkt betrifft die Erwartung an private Kommunikation. Eine direkte Nachricht ist zwar nicht dasselbe wie ein öffentlicher Kanal, aber du solltest berufliche Chats trotzdem nach den Regeln deiner Organisation nutzen. Schreibe dort keine Informationen, die laut internen Vorgaben nicht in den Messenger gehören. Die Tatsache, dass eine Plattform selbst gehostet wird, ersetzt keine klare Teamregel für vertrauliche Inhalte.

Praktische Arbeitsweisen, die sich erst nach einigen Tagen zeigen

Nach den ersten Nachrichten würde ich mir angewöhnen, vor dem Schreiben kurz zu suchen, ob ein Thema bereits besprochen wurde. In gewachsenen Teams wiederholen sich Fragen schnell, besonders wenn neue Mitglieder dazukommen. Eine vorhandene Diskussion zu finden und dort weiterzumachen, hält die Informationen zusammen. Das ist kein spektakuläres Extra, aber ein entscheidender Unterschied zwischen einem hilfreichen Arbeitsarchiv und einem Chat, der nur aus Wiederholungen besteht.

Für Projektarbeit lohnt es sich, Statusmeldungen mit einem klaren Anfang zu formulieren. Statt „Bin dran“ ist „Die Prüfung der offenen Punkte läuft, ich melde mich nach der Rückmeldung aus dem Fachteam“ hilfreicher. So können andere den Verlauf später verstehen, auch wenn sie nicht jede Nachricht live gelesen haben. Mattermost wird dadurch nicht nur zum Nachrichtenkanal, sondern zu einer nachvollziehbaren Dokumentation der Zusammenarbeit.

Eine unterschätzte Entscheidung ist die Wahl zwischen kurzer Antwort und neuem Thema. Wenn du auf eine bestehende Nachricht reagierst, bleibt der Zusammenhang erhalten. Wenn du ein neues Thema beginnst, wird es sichtbarer, kann aber den Kanal stärker füllen. Ich würde bei einer direkten Fortsetzung im bestehenden Gespräch bleiben und für eine neue Entscheidung einen eigenen, aussagekräftigen Einstieg wählen. Diese Gewohnheit hilft besonders in Kanälen, die mehrere Aufgaben gleichzeitig abdecken.

Wer Mattermost mobil nutzt, sollte außerdem darauf achten, wann eine längere Antwort besser am Computer geschrieben wird. Für kurze Rückmeldungen ist das Smartphone angenehm. Lange technische Erklärungen, sorgfältige Protokolle oder umfangreiche Projektupdates können auf dem kleinen Bildschirm jedoch anstrengend werden. Die mobile App ist für den schnellen Zugriff und die Kommunikation unterwegs stark, aber sie muss nicht jedes Schreibgerät ersetzen.

Für wen sich der Wechsel lohnt und wer besser eine andere Lösung wählt

Ich würde Mattermost vor allem Teams empfehlen, die bereits eine eigene Mattermost-Umgebung betreiben oder bewusst auf eine selbst verwaltete Kommunikationsplattform setzen. Dazu gehören Unternehmen mit internen Projekten, technische Gruppen, Organisationen mit klaren Administrationsvorgaben und Teams, die ihre Gespräche thematisch ordnen möchten. Auch wer mehrere Arbeitsbereiche auf dem Smartphone erreichen muss, kann von der mobilen Zugänglichkeit profitieren.

Weniger geeignet ist die App für jemanden, der ohne Einladung sofort mit anderen Menschen kommunizieren möchte. Sie ist auch nicht die naheliegendste Wahl für eine private Familiengruppe oder einen lockeren Freundeschat. Wenn dein Team bereits vollständig in Microsoft Teams arbeitet und dort Besprechungen, Dateien und Arbeitsprozesse gebündelt hat, kann ein zusätzlicher Messenger mehr Reibung als Nutzen erzeugen. In diesem Fall ist die bessere Entscheidung oft, bei der vorhandenen Plattform zu bleiben.

Slack kann für Teams angenehmer sein, die möglichst schnell eine verwaltete Arbeitsumgebung starten möchten. Microsoft Teams ist häufig die praktischere Wahl, wenn eine Organisation stark auf Microsoft-Dienste und deren Zusammenarbeit setzt. Mattermost spielt seine Vorteile dort aus, wo die Kontrolle über die eigene Installation nicht nur ein Nebengedanke, sondern ein echtes Auswahlkriterium ist. Der Preis „kostenlos“ bei der mobilen App bedeutet dabei nicht automatisch, dass der gesamte organisatorische Betrieb ohne Aufwand bleibt. Einrichtung, Pflege und Betreuung der Serverumgebung gehören zum Gesamtbild.

Mein Weg zum nächsten sinnvollen Schritt

Nach dem ersten erfolgreichen Beitrag würde ich nicht versuchen, sofort jede Funktion zu beherrschen. Wichtiger ist, die Kommunikationsregeln deines Teams zu verstehen: Welche Kanäle sind verbindlich, wo werden Entscheidungen festgehalten, wann ist eine direkte Nachricht angemessen und wie sollen dringende Themen gekennzeichnet werden? Diese Regeln machen den Unterschied zwischen einer übersichtlichen Arbeitsumgebung und einem weiteren Ort, an dem Nachrichten liegen bleiben.

Als nächsten Schritt kannst du einen wiederkehrenden Arbeitsablauf vollständig über die App begleiten. Lies eine relevante Ankündigung, stelle eine konkrete Frage im passenden Kanal, antworte auf eine Rückmeldung und fasse am Ende deinen Status zusammen. Wenn dieser Ablauf ohne Unsicherheit funktioniert, hast du den praktischen Kern verstanden. Danach kannst du die Benachrichtigungen feiner anpassen und prüfen, welche Gespräche du wirklich regelmäßig verfolgen musst.

Mein Gesamteindruck fällt deshalb ausgewogen aus: Mattermost ist kein Messenger, der seine Stärke durch maximale Einfachheit beim ersten Öffnen zeigt. Seine Qualität wird sichtbar, wenn ein Team eine eigene, geordnete und kontrollierte Arbeitsumgebung braucht. Die App führt dich zuverlässig auf dem Smartphone in diese Umgebung, verlangt aber, dass Serveradresse, Konto und Kommunikationsstruktur bereits sinnvoll vorbereitet sind. Wer diese Voraussetzung erfüllt, bekommt ein fokussiertes Werkzeug für berufliche Gespräche. Wer nur schnell einen privaten Chat starten möchte, findet bei den üblichen Alternativen wahrscheinlich den leichteren Weg.

Mit 266 Rezensionen im Store und einer großen installierten Nutzerbasis ist die Anwendung etabliert genug, um sie ernsthaft in Betracht zu ziehen. Für mich bleibt aber die wichtigste Empfehlung ganz praktisch: Installiere sie dann, wenn dein Team dir den Zugang und den vorgesehenen ersten Kanal nennen kann. So wird aus der Installation nicht nur ein leerer Startbildschirm, sondern innerhalb weniger Minuten eine erste echte Verbindung zu deiner Arbeit.

Vorteile

  • Open-Source-Code ermöglicht transparente Prüfung und individuelle Anpassungen.
  • Selbsthosting gibt Unternehmen volle Kontrolle über Daten und Serverstandort.
  • Viele Integrationen verbinden Mattermost mit Tools wie GitLab
  • Jira und Jenkins.
  • Threads
  • Kanäle und Suchfunktion erleichtern die Organisation großer Teams.
  • Mobile Apps bieten Push-Benachrichtigungen und Zugriff unterwegs.

Nachteile

  • Ein eigener Server verursacht zusätzlichen Aufwand für Einrichtung
  • Updates und Wartung.
  • Die Oberfläche wirkt für Einsteiger teilweise komplex und überladen.
  • Einige Komfortfunktionen sind nur in kostenpflichtigen Editionen verfügbar.
  • Die Qualität der mobilen Nutzung hängt stark von Server und Internetverbindung ab.
  • Für kleine Teams können Einrichtung und Administration unverhältnismäßig aufwendig sein.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Mattermost und für wen eignet sich die App?

Mattermost ist eine Open-Source-Plattform für Teamkommunikation, die Chat, Kanäle, Direktnachrichten und Dateiaustausch miteinander verbindet. Die Anwendung richtet sich vor allem an Unternehmen, Entwicklerteams, Bildungseinrichtungen und Organisationen, die ihre Kommunikation selbst kontrollieren möchten. Im Gegensatz zu vielen rein cloudbasierten Diensten kann Mattermost auf einem eigenen Server betrieben werden, was besonders für Datenschutz, Compliance und individuelle Anpassungen interessant ist.

Ist Mattermost kostenlos und welche Kosten können entstehen?

Mattermost kann grundsätzlich kostenlos genutzt werden, wenn eine eigene Open-Source-Installation eingesetzt wird und die benötigten Funktionen den eigenen Anforderungen entsprechen. Je nach Version, Hosting-Modell und Unternehmensbedarf können jedoch Kosten für Server, Wartung, Support oder zusätzliche professionelle Funktionen entstehen. Wer eine bereits bereitgestellte Mattermost-Instanz verwendet, sollte außerdem prüfen, welche Zugriffsrechte und Tarifbedingungen der jeweilige Betreiber festgelegt hat.

Benötige ich einen eigenen Mattermost-Server, um die App zu verwenden?

Die mobile Mattermost-App funktioniert normalerweise nicht als vollständig unabhängiger Messenger wie manche bekannten Chat-Apps. Sie verbindet sich mit einer Mattermost-Serverinstanz, die von einem Unternehmen, einer Organisation oder einem Dienstanbieter betrieben wird. Vor dem Download sollten Sie daher wissen, welche Serveradresse Sie verwenden müssen und ob Ihr Administrator die mobile Anmeldung erlaubt. Ohne gültigen Serverzugang können Sie die App nicht sinnvoll nutzen.

Welche Funktionen bietet Mattermost auf Android und iOS?

In der mobilen App können Sie unter anderem öffentliche und private Kanäle öffnen, Direktnachrichten senden, auf Beiträge antworten, Dateien teilen und Benachrichtigungen empfangen. Je nach Serverkonfiguration stehen außerdem Funktionen wie Threads, Erwähnungen, Suchmöglichkeiten und Integrationen zur Verfügung. Die genaue Ausstattung kann sich allerdings von einer Installation zur anderen unterscheiden, da Administratoren Funktionen aktivieren, einschränken oder durch Richtlinien beeinflussen können.

Wie sicher und datenschutzfreundlich ist Mattermost?

Mattermost legt großen Wert auf Kontrolle über Daten und Infrastruktur, da die Plattform selbst gehostet werden kann. Dadurch entscheidet die betreibende Organisation, wo Nachrichten und Dateien gespeichert werden und wer Zugriff erhält. Die tatsächliche Sicherheit hängt jedoch stark von Serverkonfiguration, Aktualisierungen, Zugriffsrechten und der Arbeit der Administratoren ab. Nutzer sollten deshalb zusätzlich auf Zwei-Faktor-Authentifizierung, sichere Passwörter und die Datenschutzregeln ihrer Organisation achten.

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