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Carly OBD2 Scanner

Bewertung
3,6
Downloads
1.000.000+
Alter
USK ab 0 Jahren
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Zusätzliche Informationen

App-Name
Carly OBD2 Scanner
Paketname
com.iViNi.bmwhatLite
Entwickler
Carly Solutions GmbH & Co KG
Bewertung
3,6
Version
49.74
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Appcrazy Analyse von Appcrazy

Wer sein Auto nicht nur fahren, sondern auch besser verstehen möchte, landet schnell bei einem OBD2-Scanner. Ich habe mir dafür Carly als mobile Diagnose-App angesehen. Sie richtet sich an Fahrer von Audi, BMW, Mercedes, VW und weiteren Marken und verbindet die Smartphone-Nutzung mit einem passenden OBD2-Adapter. Mein Eindruck: Die App kann eine praktische Brücke zwischen einer leuchtenden Warnlampe und einer ersten verständlichen Einschätzung sein, verlangt aber Aufmerksamkeit bei Kompatibilität, Kosten und dem Umgang mit Fahrzeugdaten.

Im Bereich „Autos & Fahrzeuge“ gehört die Anwendung zu den bekannteren Lösungen. Entwickelt wird sie von Carly Solutions GmbH & Co KG. Im Google-Play-Angebot wird sie kostenlos geführt, wobei innerhalb der App Käufe von 3,00 € bis 109,99 € über Google Play möglich sind. Diese Kombination ist wichtig: Der Einstieg kostet zunächst nichts, die wirklich interessanten Diagnose- und Codiermöglichkeiten können jedoch vom gewählten Funktionsumfang abhängen.

Was Carly im Alltag tatsächlich leisten kann

Der Kern der App ist die Fahrzeugdiagnose über OBD2. Statt nur eine allgemeine Suchmaschine nach einem Fehlercode zu befragen, kann man das Auto mit dem Smartphone auslesen und die Ergebnisse näher am eigenen Fahrzeug betrachten. Das ist besonders hilfreich, wenn eine Kontrollleuchte erscheint und ich vor dem Werkstattbesuch besser einschätzen möchte, ob es um eine Kleinigkeit oder um einen dringenden Fehler geht.

Der entscheidende Punkt ist dabei der Adapter. Carly ist keine reine App, die ohne zusätzliche Verbindung jedes Fahrzeug automatisch diagnostiziert. Für die Kommunikation mit dem Auto braucht man kompatible Hardware. Wer bereits einen beliebigen OBD2-Stecker besitzt, sollte deshalb nicht einfach davon ausgehen, dass dieser mit allen Funktionen zusammenarbeitet. Vor dem Kauf würde ich die Fahrzeugkompatibilität und den vorgesehenen Adapter prüfen, denn genau hier kann sonst die erste Enttäuschung entstehen.

Die Anwendung deckt mehrere Bereiche ab: Diagnose, Wartungsinformationen und Codierung. Diese Kombination macht sie vielseitiger als einen einfachen Bluetooth-Fehlercode-Leser. Ein günstiger Standardscanner zeigt mir oft nur einen Code, während Carly stärker auf markenspezifische Fahrzeugfunktionen ausgerichtet ist. Dafür ist die Einrichtung weniger universell und die tatsächliche Tiefe hängt stärker vom konkreten Modell, Baujahr und Steuergerät ab.

Ich würde die App deshalb nicht als Ersatz für eine vollständige Werkstattdiagnose betrachten. Sie ist eher ein Werkzeug für die erste Orientierung, für wiederkehrende Wartungsfragen und für Nutzer, die bestimmte Einstellungen ihres Fahrzeugs bewusst verstehen und verändern möchten. Bei sicherheitsrelevanten Problemen, Bremsen, Lenkung oder unklaren Motorgeräuschen bleibt eine fachkundige Prüfung die bessere Wahl.

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Für wen sich der Einstieg lohnt

Am meisten profitieren technisch interessierte Autobesitzer, die ihr Fahrzeug länger behalten und nicht bei jeder kleinen Meldung sofort eine Werkstatt aufsuchen möchten. Auch beim Kauf eines gebrauchten Autos kann eine eigene Diagnose nützlich sein: Ich kann vor einer Probefahrt prüfen, ob Fehler gespeichert sind, und anschließend beobachten, ob sie nach dem Löschen wieder auftauchen. Das ersetzt keine Inspektion, liefert aber eine zusätzliche Gesprächsgrundlage.

Ein realistisches Alltagsszenario ist die gelbe Motorkontrollleuchte auf dem Weg zur Arbeit. Mit Carly kann ich an einem sicheren Ort anhalten, den Adapter anschließen und den Fehlerspeicher auslesen. Entscheidend ist danach nicht, einfach auf „Löschen“ zu tippen. Ich würde den Code zunächst dokumentieren, etwa mit einem Screenshot, und die Bedeutung im Zusammenhang mit dem Fahrzeug beurteilen. Verschwindet die Warnung nach dem Löschen, ist die Ursache nicht automatisch behoben.

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Weniger geeignet ist die App für jemanden, der nur einmalig einen Fehlercode lesen möchte und keine weitere Nutzung plant. In diesem Fall kann ein einfacher Scanner die günstigere und unkompliziertere Lösung sein. Wer dagegen regelmäßig selbst wartet, ein Fahrzeug mit vielen elektronischen Funktionen fährt oder sich für markenspezifische Einstellungen interessiert, bekommt mit Carly ein deutlich spannenderes Werkzeug.

Diagnose mit mehr Verantwortung als nur einem Knopfdruck

Eine Stärke der App liegt darin, dass sie Diagnose nicht ausschließlich als abstrakte Zahlenfolge behandelt. Für mich ist der praktische Wert am größten, wenn ich die Anzeige als Ausgangspunkt für eine Entscheidung nutze: Weiterfahren, zeitnah einen Termin vereinbaren oder das Auto stehen lassen. Die App kann dabei helfen, Informationen zu sammeln, aber sie nimmt mir die Verantwortung nicht ab.

Ein nützlicher Arbeitsablauf ist, vor jeder Änderung den Ausgangszustand festzuhalten. Dazu gehören gelesene Fehler, Kilometerstand und die betroffene Funktion. Wer Codierungen ausprobiert, sollte möglichst nur eine Einstellung nach der anderen verändern. So lässt sich später nachvollziehen, welche Änderung welchen Effekt hatte. Dieser vorsichtige Ablauf ist wichtiger als die bloße Anzahl verfügbarer Optionen.

Gerade beim Codieren sehe ich einen klaren Unterschied zwischen „möglich“ und „sinnvoll“. Eine Funktion kann technisch erreichbar sein, aber im Alltag stören, rechtliche Fragen aufwerfen oder die Bedienlogik des Autos verschlechtern. Ich würde daher keine Einstellung verändern, deren Zweck ich nicht vollständig verstehe. Vor längeren Fahrten sollte man eine neue Konfiguration außerdem testen, statt sie unmittelbar vor einer Reise zu aktivieren.

Ein weiterer unterschätzter Punkt ist die Stromversorgung. Diagnose und Codierung sollten nicht in einer Situation erfolgen, in der die Batterie bereits schwach ist. Während einer längeren Verbindung mit Steuergeräten ist ein stabiler Fahrzeugzustand wichtig. Carly selbst kann nicht verhindern, dass ein Nutzer eine riskante Änderung zum falschen Zeitpunkt startet. Die beste Sicherheitsfunktion bleibt hier ein ruhiger Arbeitsplatz, ausreichend Zeit und eine vorherige Sicherung der ursprünglichen Einstellungen, soweit die jeweilige Funktion das erlaubt.

Wartung, Fehlerhistorie und der Blick auf den Fahrzeugzustand

Bei Wartungsthemen ist für mich besonders wertvoll, dass man nicht nur auf das aktuelle Fahrgefühl angewiesen ist. Ein Auto kann sich normal fahren und trotzdem gespeicherte Hinweise enthalten. Umgekehrt bedeutet ein gespeicherter Eintrag nicht automatisch einen akuten Defekt. Deshalb sollte ich zwischen einem aktiven Fehler, einem sporadischen Ereignis und einem alten Eintrag unterscheiden, sofern die App diese Informationen für das jeweilige Fahrzeug entsprechend darstellt.

Vor einem Werkstattbesuch kann ich die Diagnoseergebnisse sammeln und gezielter schildern, was passiert ist. Das spart nicht zwingend Kosten, verhindert aber oft eine unklare Beschreibung wie „irgendwas mit dem Motor“. Beim privaten Verkauf eines Autos würde ich die Ergebnisse nicht als unabhängigen Zustandsnachweis präsentieren. Ein Käufer sollte wissen, dass eine App-Diagnose nur einen Ausschnitt der Fahrzeughistorie zeigt und manipulierte oder gelöschte Fehler nicht automatisch sichtbar macht.

Auch beim Zurücksetzen von Wartungshinweisen ist Zurückhaltung angebracht. Ein gelöschter Hinweis bestätigt nicht, dass Öl, Bremsen oder andere Komponenten tatsächlich geprüft wurden. Ich würde einen Reset erst durchführen, wenn die entsprechende Wartungsarbeit erledigt und dokumentiert ist. Genau an solchen Stellen zeigt sich, ob man die App als hilfreiches Protokoll oder als schnelle Möglichkeit zum Verbergen einer Meldung verwendet.

Codierung: reizvoll, aber nicht für jedes Fahrzeug gleich

Die Codierfunktionen sind vermutlich der Bereich, der Carly von einem einfachen OBD2-Leser am deutlichsten abhebt. Sie können für Nutzer interessant sein, die bestimmte Komfortfunktionen anpassen möchten, ohne sich sofort in eine professionelle Diagnosesoftware einzuarbeiten. Trotzdem sollte niemand erwarten, dass jedes Fahrzeug dieselben Optionen anbietet. Hersteller, Modell, Baujahr, Ausstattung und Steuergeräte bestimmen, was tatsächlich verfügbar ist.

Ich würde vor dem Kauf nicht nur nach der Marke suchen, sondern das exakte Fahrzeugprofil prüfen. „BMW“ oder „VW“ allein ist als Entscheidungshilfe zu grob. Zwei Fahrzeuge derselben Baureihe können wegen unterschiedlicher Ausstattung völlig andere Möglichkeiten bieten. Wer eine bestimmte Funktion sucht, sollte deshalb genau diese Funktion für das eigene Fahrzeug abgleichen, statt sich von allgemeinen Videos oder Forenbeiträgen leiten zu lassen.

Ein konkreter Vorteil der App ist die niedrigere Einstiegshürde gegenüber klassischer Werkstattsoftware. Ein Smartphone wirkt vertrauter als ein spezielles Diagnosegerät, und Änderungen lassen sich in einer verständlicheren Oberfläche durchführen. Der Nachteil ist, dass diese Einfachheit zu übermäßigem Vertrauen verleiten kann. Eine übersichtliche Schaltfläche macht eine Änderung nicht automatisch harmlos.

Für professionelle Schrauber, die Steuergeräte tiefgehend programmieren, Messwerte dauerhaft protokollieren oder herstellerübergreifend mit vielen Fahrzeugen arbeiten, ist eine spezialisierte Lösung wahrscheinlich passender. Carly ist eher für den privaten Besitzer gedacht, der sein eigenes Fahrzeug besser kennenlernen und ausgewählte Funktionen kontrolliert bearbeiten möchte.

Vertrauen beginnt bei Verbindung, Konto und sichtbaren Entscheidungen

Bei einer App, die mit dem eigenen Fahrzeug kommuniziert, achte ich nicht nur auf die Zahl der Funktionen. Vertrauen entsteht auch dadurch, dass ich erkenne, wann eine Verbindung zum Auto aktiv ist, welche Schritte eine Änderung auslösen und welche Auswahl ich selbst treffen kann. Vor einer Diagnose sollte klar sein, welches Fahrzeug ausgewählt wurde und ob der Adapter tatsächlich mit diesem Fahrzeug kommuniziert.

Ich würde die Anwendung nur aus der offiziellen Quelle installieren und die Konto- sowie Kaufentscheidungen bewusst prüfen. Der kostenlose Download bedeutet nicht, dass alle angebotenen Bereiche dauerhaft ohne zusätzliche Kosten nutzbar sind. Die Preisspanne der In-App-Käufe reicht von 3,00 € bis 109,99 €, daher lohnt sich ein Blick auf den konkreten Funktionsumfang, bevor ich einen Kauf bestätige.

Die App steht im Store mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,6 bei rund 32.000 Bewertungen. Das wirkt auf mich wie ein gemischtes Bild: Es gibt offenbar viele Nutzer, für die das Konzept funktioniert, aber auch genügend Reibungspunkte, um die Bewertung nicht als Selbstläufer zu sehen. Die Zahl von mehr als einer Million Installationen zeigt eine breite Verbreitung, sagt allein jedoch nichts darüber aus, ob die App mit meinem konkreten Fahrzeug gut zusammenspielt.

Positiv finde ich, dass eine Altersfreigabe ab null Jahren angegeben ist. Für die praktische Nutzung ist das weniger entscheidend als die Fahrzeug- und Kontoseite, aber es macht klar, dass die Anwendung nicht als gewalt- oder risikoorientiertes Unterhaltungsprodukt eingeordnet wird. Sie bleibt ein Werkzeug, dessen Folgen vor allem von den Entscheidungen des erwachsenen Fahrzeughalters abhängen.

Datensensible Momente bei der Fahrzeugdiagnose

Eine Diagnose kann mehr über ein Auto verraten als nur einen einzelnen Fehlercode. Je nach Fahrzeug und Nutzung können Wartungszustände, gespeicherte Ereignisse und technische Merkmale zusammenkommen. Deshalb würde ich die App nicht beiläufig auf einem fremden Fahrzeug verwenden, ohne vorher die Zustimmung des Besitzers einzuholen. Das gilt besonders bei Familienautos, Firmenwagen oder einem Fahrzeug, das gerade verkauft werden soll.

Auch beim Teilen von Screenshots ist Vorsicht sinnvoll. Ein Bild aus der Diagnose kann Fahrzeugdaten, Kennungen oder persönliche Notizen enthalten. Bevor ich es in ein Forum oder an eine Werkstatt sende, würde ich prüfen, ob darauf Informationen stehen, die nicht öffentlich werden sollten. Diese kleine Kontrolle kostet kaum Zeit und verhindert, dass ein eigentlich harmloser Fehlerbericht unnötig viele Details preisgibt.

Bei einem Werkstattbesuch kann ich die App als Ergänzung verwenden, aber nicht als Überwachung des Betriebs. Wenn mehrere Personen das Fahrzeug nutzen, sollte klar sein, wer Diagnosen startet, Fehler löscht oder Codierungen verändert. Ein gemeinsames Auto braucht deshalb eine gemeinsame Absprache. Sonst kann eine gut gemeinte Änderung später wie ein unerklärlicher Fahrzeugfehler wirken.

Ich würde außerdem nicht davon ausgehen, dass das Löschen eines Fehlers die dazugehörigen Informationen aus jeder möglichen Quelle entfernt. Ein Reset verändert den Zustand, den die App oder das Fahrzeug anzeigt, und kann die spätere Fehlersuche erschweren. Für eine saubere Diagnose ist es besser, zuerst zu lesen und zu dokumentieren und erst danach über einen Reset nachzudenken.

Bedienkomfort gegen technische Grenzen

Die App läuft auf Geräten ab Android 8.0. Das ist für viele noch verwendete Android-Smartphones eine brauchbare Grundlage, trotzdem hängt die praktische Erfahrung nicht nur vom Betriebssystem ab. Bluetooth, Adapter, Fahrzeugbatterie und die genaue Softwareausstattung des Autos müssen zusammenspielen. Wenn die Verbindung abbricht, ist nicht sofort klar, ob das Smartphone, der Adapter oder das Fahrzeug die Ursache ist.

Ich würde die erste Einrichtung nicht auf einem Parkplatz unter Zeitdruck erledigen. Besser ist ein ruhiger Ort mit ausgeschalteten anderen Bluetooth-Verbindungen und ausreichend Akku am Smartphone. Falls eine Funktion nicht erscheint, sollte man zuerst das Fahrzeugprofil, den Adapter und die unterstützte Ausstattung prüfen, bevor man von einem App-Fehler ausgeht.

Im Vergleich zu einem fest eingebauten Diagnosegerät ist das Smartphone flexibler, aber auch abhängiger von App-Version, Verbindung und Konto. Die aktuelle Version ist 49.74. Das spricht für eine laufend gepflegte Anwendung, bedeutet aber auch, dass sich Menüs und verfügbare Abläufe mit der Zeit verändern können. Wer eine bestimmte Ansicht regelmäßig braucht, sollte wichtige Ergebnisse nicht ausschließlich in einer App erwarten, sondern relevante Informationen zusätzlich notieren.

Die große Funktionsbreite kann ebenfalls zur Unübersichtlichkeit führen. Ein Nutzer, der nur einen Motorfehler auslesen möchte, begegnet möglicherweise Bereichen wie Codierung und Wartung, die für den Moment gar nicht gebraucht werden. Ich würde mich deshalb auf einen klaren Ablauf konzentrieren: Fahrzeug verbinden, Diagnose lesen, Ergebnis sichern, Bedeutung prüfen und erst danach weitere Funktionen öffnen.

Wo klassische Alternativen die bessere Wahl sind

Ein einfacher OBD2-Scanner ist oft sinnvoller, wenn es nur um grundlegende Motorfehler geht und keine markenspezifische Codierung benötigt wird. Solche Geräte können günstiger wirken und benötigen manchmal keine umfangreiche App-Umgebung. Dafür bieten sie meist weniger Kontext und weniger Möglichkeiten, fahrzeugspezifische Komfortfunktionen zu untersuchen.

Eine Werkstatt ist die bessere Wahl, wenn der Fehler sicherheitsrelevant ist, regelmäßig zurückkehrt oder mit mechanischen Symptomen verbunden ist. Auch bei einem Fahrzeug, das nicht sauber unterstützt wird, würde ich nicht versuchen, die Grenzen der App zu umgehen. Ein professionelles Diagnosesystem kann in solchen Fällen tiefer messen und die Ergebnisse mit einer Sichtprüfung verbinden.

Herstellernahe Software kann wiederum überlegen sein, wenn ich eine sehr genaue markenspezifische Diagnose benötige. Carly punktet eher bei der Mischung aus mobiler Bedienung, privater Nutzung und mehreren Themen rund um das eigene Auto. Der Kompromiss lautet: weniger Einstiegshürde als bei Profiwerkzeugen, aber auch keine Garantie, dass jede Werkstattfunktion oder jedes Steuergerät abgedeckt wird.

Mein Umgang mit Käufen, Kontrollen und Änderungen

Vor einem In-App-Kauf würde ich zuerst festlegen, welches Problem ich lösen möchte. Geht es um das Auslesen eines Fehlers, um Wartungsfunktionen oder um eine konkrete Codierung? Ohne diese Frage kann man leicht für Möglichkeiten bezahlen, die man später kaum verwendet. Gerade bei einer Preisspanne bis 109,99 € sollte die Entscheidung nicht aus Neugier während der ersten Einrichtung fallen.

Ich würde außerdem nur die Funktionen aktivieren, die ich verstehe, und nach jeder Änderung prüfen, ob sich das Fahrzeug wie erwartet verhält. Bei mehreren Nutzern sollte der Kontoinhaber wissen, welche Käufe und Einstellungen vorgenommen wurden. Diese Form von Nutzerkontrolle ist unspektakulär, verhindert aber Missverständnisse und macht die Diagnosehistorie nachvollziehbarer.

Mein wichtigster Tipp lautet daher: Carly als Mess- und Entscheidungshilfe verwenden, nicht als Zauberknopf. Erst lesen, dann dokumentieren, anschließend recherchieren oder fachlichen Rat einholen und erst zuletzt löschen oder codieren. Dieser Ablauf macht die App deutlich wertvoller und reduziert das Risiko, eine Warnung nur aus dem Blickfeld zu entfernen.

Mein vorsichtiges Urteil zu Carly

Ich sehe Carly als interessante App für private Autobesitzer, die mehr wollen als einen simplen Fehlercode und bereit sind, sich mit Adapter, Fahrzeugkompatibilität und den eigenen Entscheidungen auseinanderzusetzen. Die Verbindung aus Diagnose, Wartung und Codierung ist im Alltag vielseitig. Besonders beim eigenen Gebrauchtwagen, bei wiederkehrenden Warnmeldungen oder beim kontrollierten Anpassen bestimmter Komfortfunktionen kann sie einen echten Nutzen haben.

Gleichzeitig würde ich sie niemandem empfehlen, der eine vollständig kostenlose Einmalprüfung ohne zusätzliche Hardware erwartet. Auch wer bei Warnleuchten grundsätzlich keine technische Verantwortung übernehmen möchte, ist mit einer Werkstatt besser aufgehoben. Die gemischte Durchschnittsbewertung von 3,6 zeigt für mich, dass die Erfahrung stark vom Fahrzeug, Adapter und konkreten Ziel abhängen dürfte.

Die Anwendung ist kostenlos erhältlich, richtet sich an alle Altersgruppen ab null Jahren und wurde am 21.10.2012 veröffentlicht. Für Android-Geräte ab Version 8.0 ist sie eine etablierte Option mit mehr als einer Million Installationen. Diese Reichweite ist ein gutes Zeichen für Bekanntheit, ersetzt aber nicht die Prüfung des eigenen Modells.

Meine Empfehlung fällt deshalb bewusst differenziert aus: Wer sein eigenes Auto besser verstehen, Diagnoseergebnisse vor einem Werkstattbesuch einordnen und ausgewählte Codierungen vorsichtig testen möchte, sollte Carly in Betracht ziehen. Ich würde jedoch vor jedem Kauf die Fahrzeugunterstützung prüfen, vor Änderungen den Ausgangszustand sichern und bei sicherheitsrelevanten Problemen nicht allein auf die App vertrauen. Genau unter diesen Bedingungen ist sie ein nützliches Werkzeug statt einer riskanten Abkürzung.

Vorteile

  • Einfache Installation und Bedienung.
  • Umfassende Fahrzeugdiagnose möglich.
  • Regelmäßige Software-Updates.
  • Unterstützt viele Automarken.
  • Benutzerfreundliche Oberfläche.

Nachteile

  • Benötigt aktive Internetverbindung.
  • Einige Funktionen kostenpflichtig.
  • Nicht alle Fahrzeugmodelle unterstützt.
  • Verbindungsprobleme bei bestimmten Geräten.
  • Benötigt Bluetooth für die Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Hauptzweck der Carly OBD2 Scanner App?

Die Carly OBD2 Scanner App dient dazu, Fahrzeugbesitzern eine einfache Möglichkeit zu bieten, Diagnoseinformationen von ihrem Auto abzurufen. Mit dieser App können Benutzer Fehlercodes lesen und löschen, Echtzeitdaten überwachen und weitere Fahrzeugfunktionen anpassen. Sie ist besonders nützlich für Autofahrer, die sich ein tieferes Verständnis ihres Fahrzeugs wünschen.

Ist die Carly App mit meinem Fahrzeug kompatibel?

Die Carly App ist mit einer Vielzahl von Fahrzeugmarken und -modellen kompatibel. Es wird empfohlen, auf der offiziellen Website oder in der App selbst nachzusehen, ob Ihr spezifisches Fahrzeugmodell unterstützt wird. Einige Funktionen können je nach Hersteller und Modell eingeschränkt sein, daher ist eine vorherige Überprüfung sinnvoll.

Welche zusätzlichen Funktionen bietet die Carly App?

Neben der Standard-Diagnose bietet die Carly App Funktionen wie Codierung, Gebrauchtwagenprüfung und Wartungsrückstellung. Benutzer können bestimmte Fahrzeugparameter anpassen und auf tiefere Inspektionsberichte zugreifen, was die App zu einem wertvollen Werkzeug für Fahrzeugpflege und -anpassung macht.

Benötige ich zusätzliche Hardware, um die Carly App zu nutzen?

Ja, um die Carly App vollständig nutzen zu können, ist ein spezieller OBD2-Adapter erforderlich. Dieser Adapter wird mit dem OBD2-Anschluss Ihres Fahrzeugs verbunden und ermöglicht die Kommunikation zwischen Ihrem Auto und der App. Der Adapter kann über die Carly-Website oder andere Partner erworben werden.

Gibt es regelmäßige Updates für die Carly App?

Ja, die Entwickler der Carly App stellen regelmäßig Updates bereit, um die Funktionalität zu verbessern und neue Fahrzeugmodelle sowie Funktionen hinzuzufügen. Es wird empfohlen, die App auf dem neuesten Stand zu halten, um von den neuesten Verbesserungen und Sicherheitsupdates zu profitieren.

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