Carista OBD2
- Bewertung
- 4,2
- Downloads
- 1.000.000+
- Alter
- USK ab 0 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- Carista OBD2
- Kategorie
- Autos & Fahrzeuge
- Paketname
- com.prizmos.carista
- Entwickler
- Prizmos Ltd.
- Bewertung
- 4,2
- Version
- 9.7.2
Analyse von Appcrazy
Wer sein Auto nicht nur fahren, sondern auch besser verstehen möchte, bekommt mit Carista OBD2 ein Werkzeug, das deutlich näher an einer Diagnose-App als an einer klassischen Tankstellen- oder Navigationsanwendung liegt. Ich habe die App als Begleiter für die Fahrzeugdiagnose betrachtet: Sie verbindet sich mit einem passenden OBD2-Adapter, liest Informationen aus dem Fahrzeug aus und führt Funktionen zusammen, für die man sonst oft mehrere Anlaufstellen braucht. Besonders interessant ist sie für Menschen, die Warnleuchten einordnen, bestimmte Fahrzeugfunktionen anpassen oder Live-Daten während eines Tests beobachten möchten.
Die Anwendung stammt von Prizmos Ltd. und ist im Bereich Auto und Fahrzeuge angesiedelt. Sie ist kostenlos erhältlich, wobei einzelne erweiterte Bereiche über In-App-Käufe zwischen 1,19 € und 59,99 € bei Abrechnung über Google Play angeboten werden. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 aus rund 19.000 Bewertungen und mehr als einer Million Installationen gehört sie nicht zu den völlig unbekannten Spezialwerkzeugen. Trotzdem ist sie keine App, die man einfach öffnet und ohne weitere Vorbereitung sinnvoll nutzt. Der entscheidende Teil der Erfahrung liegt in der Verbindung zwischen Smartphone, Adapter und Fahrzeug.
Die Verbindung entscheidet über den praktischen Nutzen
Beim ersten Einsatz merkt man schnell, dass Carista OBD2 nicht wie eine gewöhnliche Informations-App funktioniert. Die App allein kann am Fahrzeug nichts auslesen. Sie braucht einen kompatiblen OBD2-Adapter, der in die entsprechende Buchse des Autos gesteckt wird. Danach müssen Smartphone, Adapter und Fahrzeug miteinander zusammenspielen. Genau diese Kette ist der wichtigste Unterschied zu vielen Apps, die sofort nach dem Start Inhalte anzeigen.
In meinem Nutzungsszenario würde ich deshalb nicht erst am Straßenrand mit der Einrichtung beginnen. Besser ist es, den Adapter zu Hause anzuschließen, die Verbindung in Ruhe herzustellen und anschließend zu prüfen, welche Bereiche das eigene Fahrzeug tatsächlich anbietet. Das spart Zeit, besonders wenn eine Warnleuchte gerade auf dem Weg zur Arbeit auftaucht. Eine stabile Internetverbindung kann ebenfalls wichtig sein, wenn die App Inhalte lädt, ein Konto verarbeitet oder ein Kaufbereich geöffnet wird. Ich würde mich daher nicht darauf verlassen, dass jede Funktion in einer Tiefgarage oder an einem Ort mit schlechtem Empfang gleich reibungslos arbeitet.
Das bedeutet nicht, dass die Anwendung ständig kompliziert wirkt. Wenn Adapter und Fahrzeug zusammenpassen, ist der Ablauf grundsätzlich nachvollziehbar: verbinden, Fahrzeug auswählen oder erkennen lassen, Diagnosebereich öffnen und die verfügbaren Informationen prüfen. Die Qualität des Ergebnisses hängt aber nicht nur von der App ab. Ein günstiger oder inkompatibler Adapter kann die Erfahrung bremsen, Verbindungen unterbrechen oder bestimmte Steuergeräte nicht erreichen. Wer hier am falschen Ende spart, könnte anschließend der App die Schuld geben, obwohl die eigentliche Schwachstelle zwischen Smartphone und Fahrzeug liegt.
Gerade bei Live-Daten ist diese Verbindung besonders relevant. Während der Motor läuft, können Werte aus dem Fahrzeug nützlich sein, um ein Verhalten besser einzuordnen. Ich würde solche Daten jedoch eher als Hinweise verstehen, nicht als automatische Reparaturdiagnose. Ein ungewöhnlicher Wert kann eine weitere Prüfung erforderlich machen, während ein unauffälliger Wert nicht jedes mechanische Problem ausschließt. Die App liefert Orientierung, aber sie ersetzt keine Werkstatt für sicherheitsrelevante Entscheidungen.
Warnleuchten nicht einfach löschen
Die Diagnose von Warnleuchten ist wahrscheinlich der naheliegendste Grund, die Anwendung auszuprobieren. Wenn eine Kontrollleuchte erscheint, kann das Auslesen des Fehlers helfen, die Dringlichkeit besser einzuschätzen. Das ist im Alltag useful, weil man nicht völlig im Dunkeln bleibt und einer Werkstatt eine konkretere Ausgangsinformation geben kann. Ich finde diesen Schritt besonders hilfreich, wenn das Auto noch normal fährt, aber eine Leuchte plötzlich dauerhaft sichtbar ist.
Wichtig ist die Reihenfolge: Erst den Fehlercode und den Zusammenhang verstehen, dann über das Löschen nachdenken. Ein gelöschter Hinweis ist nicht automatisch ein behobener Fehler. Wenn die Ursache weiterhin besteht, kann die Warnung wiederkommen. Bei Bremsen, Lenkung, Airbags, Überhitzung oder anderen sicherheitskritischen Symptomen würde ich nicht versuchen, mich allein auf die App zu verlassen. Carista OBD2 kann die Kommunikation mit dem Fahrzeug erleichtern, aber sie kann weder eine Sichtprüfung noch eine fachkundige Beurteilung ersetzen.
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Ein realistischer Alltagseinsatz wäre ein älteres Zweitfahrzeug, bei dem gelegentlich eine Motorkontrollleuchte erscheint. Ich würde den Adapter vor einer längeren Fahrt anschließen, den Fehler auslesen und die Information notieren oder der Werkstatt zeigen. Wenn der Code auf ein bekanntes, bereits behobenes Problem zurückgeht, kann das Löschen sinnvoll sein. Wenn der Fehler neu ist oder das Fahrverhalten verändert wurde, wäre für mich die Diagnose nur der erste Schritt. Diese vorsichtige Arbeitsweise verhindert, dass die App zu einem Werkzeug wird, mit dem man Warnungen lediglich aus dem Blickfeld schiebt.
Unterwegs mit dem Smartphone
Die mobile Stärke der Anwendung liegt darin, dass das Diagnosewerkzeug nicht an einen festen Werkstattcomputer gebunden ist. Smartphone und Adapter passen ins Handschuhfach, und eine erste Prüfung lässt sich damit auch außerhalb der eigenen Garage beginnen. Das ist praktisch für Gebrauchtwagenbesitzer, die vor einer Probefahrt Fragen zum Fahrzeug haben, oder für Fahrer, die bei einer längeren Reise eine zusätzliche Informationsquelle dabeihaben möchten.
Ich würde die App allerdings nicht während der Fahrt bedienen. Live-Daten sind nur dann sinnvoll, wenn eine zweite Person das Smartphone beobachtet oder das Fahrzeug sicher steht. Wer selbst fährt und gleichzeitig durch Menüs wischt, schafft ein unnötiges Risiko. Für eine Messfahrt kann ein Beifahrer Werte beobachten und später gemeinsam mit dem Fahrer bewerten. Noch besser ist es, vorher festzulegen, welche Information überhaupt gebraucht wird, statt während der Fahrt wahllos zwischen Anzeigen zu wechseln.
Auch die Stromversorgung und die Verbindung verdienen Aufmerksamkeit. Ein Adapter, der dauerhaft eingesteckt bleibt, sollte nicht gedankenlos im Fahrzeug bleiben, wenn das Auto längere Zeit steht. Ich würde ihn nach der Nutzung entfernen, besonders bei einem Fahrzeug, dessen Verhalten im Standby unklar ist. Das ist keine spezielle Schwäche der App, sondern eine vernünftige Gewohnheit im Umgang mit zusätzlicher Fahrzeugelektronik. Die mobile Nutzung wird dadurch etwas weniger bequem, aber kontrollierter.
Für einen spontanen Kaufcheck kann Carista OBD2 nützlicher sein als ein bloßer Blick auf das Armaturenbrett. Dennoch würde ich mich nicht von einer kurzen, unauffälligen Diagnose zu einer Kaufentscheidung drängen lassen. Ein Fahrzeug kann gespeicherte Fehler, Verschleiß oder Probleme haben, die nicht durch einen einzigen App-Durchlauf sichtbar werden. Die Anwendung ist in diesem Zusammenhang ein zusätzlicher Prüfpunkt neben Probefahrt, Unterlagen, Sichtkontrolle und gegebenenfalls einer unabhängigen Inspektion.
Wenn die Verbindung abbricht
Bei einer App, die mit einem Fahrzeug kommuniziert, sind Fehler nicht immer eindeutig. Wenn keine Verbindung zustande kommt, kann die Ursache beim Adapter, beim Smartphone, bei der Fahrzeugauswahl, bei der Zündung oder bei der Netzwerkumgebung liegen. Ich würde deshalb nicht sofort mehrfach auf dieselbe Schaltfläche tippen. Sinnvoller ist ein kurzer Neustart des Ablaufs: Fahrzeug sicher abstellen, Zündung passend einschalten, Adapter prüfen, Bluetooth- oder WLAN-Verbindung des Adapters kontrollieren und die App erneut öffnen.
Ein weiterer praktischer Tipp ist, Diagnose und Anpassungen nicht gleichzeitig zu vermischen. Erst würde ich die Verbindung herstellen und die Fehler- oder Live-Daten ansehen. Danach kann ich mich um Komfortfunktionen kümmern. Wenn etwas nicht funktioniert, lässt sich so leichter erkennen, ob der Fehler schon bei der Verbindung auftritt oder erst in einem bestimmten Menü. Diese Trennung macht die Fehlersuche übersichtlicher und verhindert, dass man mehrere Änderungen vornimmt, deren Auswirkungen später schwer auseinanderzuhalten sind.
Bei Anpassungen sollte man außerdem vorher den aktuellen Zustand des Fahrzeugs dokumentieren. Ein Foto der relevanten Einstellung oder eine kurze Notiz kann helfen, wenn eine Änderung nicht gefällt. Das ist besonders wichtig, weil Komfortfunktionen je nach Fahrzeugmodell unterschiedlich reagieren können. Eine Option, die bei einem Auto sinnvoll ist, kann bei einem anderen Modell anders benannt sein, gar nicht erscheinen oder eine unerwartete Wirkung haben. Ich würde deshalb jede Änderung einzeln durchführen und anschließend prüfen, ob das Fahrzeug wie gewünscht reagiert.
Für die Wiederherstellung gilt dieselbe Vorsicht. Wenn eine Einstellung nicht passt, sollte man nicht hektisch weitere Optionen verändern. Besser ist es, zur vorher notierten Konfiguration zurückzukehren und nach jeder Änderung zu testen. Falls das Fahrzeug eine Warnung zeigt oder sich ungewöhnlich verhält, würde ich die Anpassung nicht weiter erzwingen. Die App ist am stärksten, wenn sie als kontrolliertes Diagnose- und Anpassungswerkzeug eingesetzt wird, nicht als Experimentierkasten ohne Rückweg.
Live-Daten richtig einordnen
Live-Daten wirken auf den ersten Blick beeindruckend, weil sie das Fahrzeug während des Betriebs weniger geheimnisvoll erscheinen lassen. Ihr echter Wert entsteht aber erst durch eine konkrete Frage. Möchte ich prüfen, ob sich ein Wert bei warmem Motor verändert? Will ich ein Problem nachvollziehen, das nur unter bestimmten Bedingungen auftritt? Oder möchte ich Werkstattinformationen besser verstehen? Ohne solche Fragestellungen kann die Anzeige schnell zu einer Sammlung bewegter Zahlen werden, aus der man falsche Schlüsse zieht.
Ich würde vor einer Messung festlegen, wann und unter welchen Bedingungen ich die Werte beobachte. Ein Vergleich zwischen kaltem und warmem Motor kann beispielsweise anders aussehen als eine Beobachtung während einer kurzen Fahrt. Dabei sollte man die Sicherheit nie dem Diagnoseinteresse unterordnen. Eine zweite Person kann die Anzeige verfolgen, während der Fahrer sich auf die Straße konzentriert. Alternativ lässt sich die Situation im Stand vorbereiten und anschließend in der Werkstatt besprechen.
Der nicht ganz offensichtliche Vorteil liegt darin, dass man mit solchen Beobachtungen präziser kommunizieren kann. Statt nur zu sagen, dass „etwas komisch“ ist, kann man beschreiben, wann ein Verhalten auftritt und welche Fahrzeugdaten dabei auffällig wirken. Das macht die App nicht zur endgültigen Diagnose, kann aber die Unterhaltung mit einer Fachperson strukturieren. Für technisch interessierte Besitzer ist genau diese Übersetzungsleistung oft wertvoller als das bloße Auslesen eines einzelnen Fehlercodes.
Anpassungen mit Augenmaß
Neben der Diagnose ist die Möglichkeit, bestimmte Funktionen anzupassen, ein Grund, warum sich die Anwendung von einfachen OBD2-Lesern abhebt. Ein herkömmlicher Leser konzentriert sich meist auf Fehlercodes und einige Standardwerte. Carista OBD2 zielt stärker auf die Verbindung aus Diagnose, Fahrzeugdaten, Serviceverfahren und konfigurierbaren Funktionen. Das macht sie vielseitiger, erhöht aber auch die Verantwortung des Nutzers.
Ich würde vor jeder Änderung drei Fragen stellen: Was genau soll sich ändern? Wie kann ich den ursprünglichen Zustand wiederherstellen? Und ist die Funktion für mein Fahrzeugmodell wirklich geeignet? Diese Fragen klingen banal, verhindern aber viele unnötige Probleme. Besonders bei Beleuchtung, Verriegelung, Anzeigeverhalten oder Komfortoptionen sollte man nicht nur nach einer attraktiven Einstellung suchen, sondern auch an Alltag, Zulässigkeit und andere Fahrer des Autos denken.
Für einen technisch versierten Besitzer kann diese Kontrolle angenehmer sein als der Weg zur Werkstatt für jede kleine Komfortanpassung. Für jemanden, der nur eine Warnleuchte auslesen möchte, können die zusätzlichen Menüs dagegen überladen wirken. Hier zeigt sich ein klarer Zielkonflikt: Je mehr Funktionen die App bündelt, desto größer ist der Nutzen für neugierige Nutzer, aber desto mehr Zeit braucht man, um die einzelnen Bereiche verantwortungsvoll zu verstehen.
Datennutzung und Kaufentscheidungen
Bei einer vernetzten Fahrzeug-App würde ich mir bewusst überlegen, wann ich eine Verbindung herstelle und welche Informationen ich anschließend weiterverwende. Fahrzeugdaten können im Gespräch mit einer Werkstatt hilfreich sein, sollten aber nicht automatisch als vollständige Fahrzeugakte verstanden werden. Ich würde relevante Fehlercodes, Zeitpunkte und Fahrbedingungen selbst notieren, statt mich darauf zu verlassen, später jede Einzelheit aus dem Gedächtnis rekonstruieren zu können.
Auch die kostenlose Grundidee sollte man realistisch betrachten. Die App kann ohne Kauf installiert werden, aber erweiterte Funktionen können zusätzliche Kosten verursachen. Ich würde daher zuerst prüfen, ob genau der benötigte Bereich für das eigene Fahrzeug verfügbar ist und ob dafür ein In-App-Kauf erforderlich wird. Das ist besonders wichtig, wenn man die Anwendung nur für einen einmaligen Diagnosefall installieren möchte. Für regelmäßige Nutzung kann sich der Funktionsumfang eher lohnen als für jemanden, der alle paar Jahre einmal einen Fehlercode sehen will.
Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 0 Jahren. Das sagt wenig über die technische Schwierigkeit aus: Auch wenn die App formal für alle Altersgruppen freigegeben ist, sollten Änderungen am Fahrzeug nur Personen vornehmen, die deren Bedeutung verstehen. Ein Kind kann die Oberfläche vielleicht öffnen, aber Fahrzeugkonfiguration und Diagnose gehören in verantwortungsvolle Hände. Für Familienfahrzeuge würde ich außerdem darauf achten, dass nicht mehrere Personen ohne Absprache Einstellungen verändern.
Die App läuft in der aktuellen Version 9.7.2 und setzt mindestens iOS 9 oder eine entsprechende Systemumgebung voraus, je nach genutzter Plattform. Für die konkrete Nutzung bleibt aber wichtiger, ob Smartphone, Adapter und Fahrzeug miteinander kompatibel sind. Eine moderne App-Version allein garantiert nicht, dass jedes Fahrzeug dieselben Menüs oder Serviceverfahren anbietet. Vor der Anschaffung eines Adapters würde ich deshalb die Kompatibilitätsangaben für das eigene Auto sorgfältig prüfen und nicht nur nach dem Namen der Marke entscheiden.
Für wen sie passt und wann eine andere Lösung besser ist
Carista OBD2 passt meiner Meinung nach besonders gut zu Autobesitzern, die gelegentlich selbst nachsehen möchten, was im Fahrzeug passiert, und die bereit sind, sich mit Adapter, Verbindung und den Grenzen von Diagnosecodes auseinanderzusetzen. Auch für Menschen, die Komfortfunktionen anpassen oder Serviceinformationen besser vorbereiten möchten, ist die Kombination aus mehreren Bereichen attraktiv. Die App kann dabei helfen, unabhängiger von einer ersten Einschätzung zu werden, ohne den Fachbetrieb grundsätzlich zu ersetzen.
Weniger geeignet ist sie für jemanden, der eine sofortige Diagnose ohne zusätzliche Hardware erwartet. Wer nur eine einfache Navigation, Tankstellensuche oder Wartungserinnerung sucht, wird mit dem Schwerpunkt der Anwendung wahrscheinlich wenig anfangen. Ebenso würde ich sie nicht als alleinige Lösung für sicherheitsrelevante Fehler empfehlen. In solchen Fällen ist eine Werkstatt oder ein spezialisiertes Diagnosegerät mit fachkundiger Bedienung die bessere Wahl.
Im Vergleich zu einem einfachen OBD2-Scanner bietet die App mehr Komfort und eine breitere Nutzung, sofern Adapter und Fahrzeug unterstützt werden. Ein klassischer Handscanner kann dagegen angenehmer sein, wenn man unabhängig vom Smartphone arbeiten möchte oder eine robuste Lösung für wiederholte Werkstatteinsätze braucht. Eine herstellerspezifische Diagnose beim Vertragspartner kann wiederum tiefer in bestimmte Systeme reichen, kostet aber in der Regel mehr Zeit oder Geld. Carista OBD2 sitzt für mich sinnvoll in der Mitte: vielseitiger als ein reiner Code-Leser, aber nicht automatisch gleichwertig mit professioneller Markendiagnose.
Der größte praktische Trade-off ist damit klar. Man erhält eine mobile und vergleichsweise zugängliche Oberfläche, muss aber die Qualität der Verbindung, die Fahrzeugkompatibilität und die Bedeutung der Ergebnisse selbst mitdenken. Wer diese Verantwortung akzeptiert, bekommt ein nützliches Werkzeug. Wer einfach nur eine eindeutige Antwort ohne technische Einordnung möchte, könnte von der zusätzlichen Komplexität enttäuscht sein.
Mein Fazit zur vernetzten Nutzung
Nach meiner Einschätzung ist Carista OBD2 eine interessante Auto-App für alle, die Diagnose nicht ausschließlich der Werkstatt überlassen möchten. Die Kombination aus Warnleuchten-Diagnose, Live-Daten, Funktionsanpassungen und Serviceverfahren macht sie vielseitiger als viele einfache OBD2-Anwendungen. Besonders gelungen finde ich den mobilen Ansatz: Ein Smartphone kann zur ersten Anlaufstelle werden, wenn man ein Fahrzeug besser verstehen oder einen Werkstattbesuch vorbereiten möchte.
Gleichzeitig entscheidet die Konnektivität über fast jeden wichtigen Moment. Ohne passenden Adapter, passende Fahrzeugunterstützung und einen gut vorbereiteten Ablauf bleibt der Nutzen begrenzt. Bei schlechtem Empfang oder einer instabilen Verbindung kann die mobile Freiheit schnell in zusätzliche Fehlersuche umschlagen. Deshalb würde ich die App nicht erst im Notfall kennenlernen, sondern sie einmal in einer ruhigen Situation einrichten und die wichtigsten Bereiche testen.
Mein persönlicher Rat lautet: Nutze sie zum Sammeln von Hinweisen, zum Beobachten von Fahrzeugdaten und für vorsichtige Komfortanpassungen. Dokumentiere den Ausgangszustand, ändere immer nur eine Sache und lösche Warnungen nicht reflexartig. Für regelmäßige Eigenkontrolle ist der kostenlose Einstieg interessant, während die möglichen Käufe erst dann sinnvoll wirken, wenn du die jeweilige Funktion wirklich brauchst. Als mobile Ergänzung zwischen Armaturenbrett und Werkstatt ist die App überzeugend; als Ersatz für fachkundige Reparaturdiagnose wäre sie die falsche Erwartung.
Vorteile
- Einfach zu bedienen und benutzerfreundlich.
- Unterstützt viele Fahrzeugmarken.
- Regelmäßige Updates und Verbesserungen.
- Erkennt und löscht Fehlercodes schnell.
- Integration mit anderen Apps möglich.
Nachteile
- Einige Funktionen sind kostenpflichtig.
- Nicht alle Autos werden vollständig unterstützt.
- Benötigt stabile Internetverbindung.
- Kann Batterie schnell entladen.
- Manche Menüs sind etwas versteckt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Carista OBD2 und welche Funktionen bietet es?
Carista OBD2 ist eine App, die es Nutzern ermöglicht, Fahrzeugdiagnosen durchzuführen, Einstellungen zu ändern und erweiterte Funktionen zu nutzen. Die App bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, um Fehlercodes auszulesen und zu löschen, Anpassungen an Fahrzeugfunktionen vorzunehmen und sogar spezielle Markenfunktionen zu aktivieren.
Ist Carista OBD2 mit meinem Fahrzeug kompatibel?
Carista OBD2 unterstützt eine Vielzahl von Fahrzeugmarken und -modellen, darunter Audi, BMW, Volkswagen und viele mehr. Es ist wichtig, die Kompatibilitätsliste auf der offiziellen Carista-Website zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Ihr Fahrzeug unterstützt wird. Regelmäßige Updates erweitern zudem die Kompatibilität.
Welche Kosten sind mit der Nutzung von Carista OBD2 verbunden?
Die Carista OBD2-App kann kostenlos heruntergeladen werden, bietet jedoch In-App-Käufe für bestimmte Premium-Funktionen. Nutzer können ein Abonnement abschließen, um Zugang zu erweiterten Diagnose- und Anpassungsfunktionen zu erhalten. Die Preismodelle variieren, daher ist es ratsam, die aktuellen Angebote innerhalb der App zu überprüfen.
Benötige ich zusätzliches Zubehör, um Carista OBD2 zu verwenden?
Ja, um Carista OBD2 effektiv zu nutzen, benötigen Sie einen kompatiblen OBD2-Adapter, der in den OBD2-Port Ihres Fahrzeugs eingesteckt wird. Carista vertreibt eigene Adapter, die für eine optimale Leistung empfohlen werden. Andere Adapter können ebenfalls funktionieren, sollten jedoch auf Kompatibilität geprüft werden.
Wie kann ich technische Probleme oder Fehler mit Carista OBD2 lösen?
Bei technischen Problemen oder Fehlern mit Carista OBD2 empfiehlt es sich, zuerst die App zu aktualisieren und sicherzustellen, dass Ihr OBD2-Adapter ordnungsgemäß angeschlossen ist. Sollte das Problem weiterhin bestehen, können Sie den Kundensupport von Carista kontaktieren oder deren Online-Hilfe und FAQ-Bereich konsultieren, um Lösungen zu finden.
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