BlackCam Pro - B&W Camera
- Bewertung
- 4,2
- Downloads
- 100.000+
- Alter
- USK ab 0 Jahren
Zusätzliche Informationen
- App-Name
- BlackCam Pro - B&W Camera
- Kategorie
- Fotografie
- Paketname
- com.xnview.xnblackcampro
- Entwickler
- XnView
- Bewertung
- 4,2
- Version
- 1.73
Analyse von Appcrazy
Schwarzweiß-Fotografie klingt zunächst nach einer einfachen Stilentscheidung: Farbe weg, fertig. In der Praxis entscheidet aber viel stärker, wie schnell ich den richtigen Bildausschnitt finde, wie gut ich Kontraste beurteilen kann und ob die App mich beim Fotografieren unterstützt, statt mich mit unnötigen Menüs aufzuhalten. Genau hier setzt BlackCam Pro an. Die Fotografie-App von XnView ist auf Schwarzweiß-Aufnahmen spezialisiert und richtet ihren gesamten Zweck auf diesen einen Look aus.
Ich finde diesen klaren Fokus angenehm. Wer mit der normalen Kamera-App schnell ein Farbfoto aufnehmen und später gelegentlich einen Filter ausprobieren möchte, braucht sie nicht unbedingt. Wer dagegen schon beim Auslösen sehen will, wie Licht, Schatten und Formen ohne Farbe wirken, bekommt einen direkteren Arbeitsablauf. Die Anwendung kostet 0,89 €, ist ab USK 0 Jahren freigegeben und läuft ab Android 6.0. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 bei über 3.000 Bewertungen und mehr als 100.000 Installationen ist sie keine völlig unbekannte Nischenlösung.
Ein direkter Blick auf Schwarzweiß statt nachträglicher Filterarbeit
Lesbarkeit und Navigation im täglichen Gebrauch
Mein erster Eindruck ist weniger der einer umfangreichen Bildbearbeitung als der einer spezialisierten Kamera. Das ist wichtig, weil die Bedienlogik dadurch leichter zu verstehen ist: Ich öffne die App mit einer konkreten Absicht, richte das Motiv aus und beurteile sofort die monochrome Wirkung. Für spontane Aufnahmen ist dieser Ansatz sinnvoller als eine allgemeine Kamera-App, in der ich erst durch mehrere Menüs gehen, ein Bild aufnehmen und anschließend einen Filter auswählen muss.
Die Oberfläche profitiert davon, dass Schwarzweiß nicht nur eine nachträgliche Option ist, sondern der zentrale Bildgedanke. Beim Fotografieren achte ich dadurch automatisch stärker auf helle und dunkle Flächen, Konturen und den Hintergrund. Das hilft besonders bei Motiven, die in Farbe unruhig wirken, aber durch klare Formen gewinnen. Architektur, Schatten auf einer Hauswand, ein einzelner Gegenstand auf einem Tisch oder ein Weg im Gegenlicht lassen sich so bewusster beurteilen.
Für Menschen, die ungern lange Anleitungen lesen, ist die Konzentration auf eine Aufgabe ein echter Vorteil. Ich muss nicht erst verstehen, wie eine komplette mobile Bildbearbeitung aufgebaut ist. Gleichzeitig sollte man keine vollwertige Dunkelkammer mit zahllosen Einstellungsebenen erwarten. Die App wirkt eher wie ein fokussiertes Werkzeug für die Aufnahme als wie ein umfangreiches Studio für die spätere Bearbeitung.
Bei der Lesbarkeit kommt es stark auf das verwendete Smartphone an. Kleine Bedienelemente oder kontrastarme Symbole können auf einem älteren oder sehr kompakten Display anstrengender sein als auf einem großen Bildschirm. Das ist kein spezielles Versprechen der Anwendung, sondern eine praktische Grenze vieler Kamera-Apps. Ich würde deshalb vor dem Fotografieren die Anzeigehelligkeit so einstellen, dass die Bedienelemente und das Livebild gut erkennbar bleiben, ohne mich auf die Darstellung bei direkter Sonne zu verlassen.
Ein nützlicher Arbeitsablauf ist, zunächst ein ruhiges Testmotiv zu wählen. Ich fotografiere gerne eine Ecke mit einem hellen Fenster, einer dunkleren Wand und einem klaren Gegenstand im Vordergrund. So sehe ich schnell, ob die Vorschau für meine Augen verständlich ist und ob ich die wichtigsten Flächen unterscheiden kann. Das ist hilfreicher, als die Bedienung erst in einer hektischen Situation, etwa bei einer Veranstaltung, kennenzulernen.
Kontraste, Wahrnehmung und unterschiedliche Fähigkeiten
Schwarzweiß kann die Bildgestaltung vereinfachen, aber es nimmt auch eine wichtige Orientierung weg: Farbe. Für mich ist das beim Komponieren manchmal befreiend, weil ich mich nicht von bunten Flächen ablenken lasse. Für andere kann genau dieser Verlust problematisch sein. Wer Farben benötigt, um Personen, Gegenstände oder räumliche Grenzen sicher auseinanderzuhalten, sollte die App nicht als einzige Kamera verwenden.
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Die monochrome Vorschau ist besonders dann hilfreich, wenn Farben die Helligkeitsverteilung eines Motivs verschleiern. Ein rotes und ein grünes Objekt können in Farbe deutlich verschieden aussehen, in Schwarzweiß aber ähnlich hell werden. Deshalb prüfe ich nicht nur den Gesamteindruck, sondern auch, ob sich benachbarte Flächen ausreichend voneinander abheben. Dieser Schritt ist für Personen mit eingeschränktem Kontrastsehen genauso sinnvoll wie für alle, die ausdrucksstarke Bilder planen.
Wer Schwierigkeiten mit kleinen Bedienelementen hat, kann die Aufnahme besser vorbereiten, statt während des Auslösens viele Korrekturen vorzunehmen. Ich positioniere das Smartphone zuerst mit beiden Händen, wähle einen klaren Bildausschnitt und drücke dann möglichst ruhig. Das reduziert die Notwendigkeit, gleichzeitig zu navigieren, das Motiv zu verfolgen und die Vorschau zu beurteilen.
Für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik liegt eine mögliche Stärke in diesem reduzierten Zweck: Es gibt weniger Gründe, während des entscheidenden Moments zwischen verschiedenen Bearbeitungsbereichen zu wechseln. Trotzdem bleibt eine Kamera grundsätzlich eine Tätigkeit, bei der das Gerät stabil gehalten und ein Auslöser präzise bedient werden muss. Wer dabei Unterstützung braucht, sollte die App vor einem wichtigen Einsatz in Ruhe testen und prüfen, ob die eigene Haltung und die Position der Bedienelemente gut funktionieren.
Auch akustische oder visuelle Hinweise sollte man nicht automatisch als selbstverständlich ansehen. Ich würde mich beim Fotografieren nicht ausschließlich auf einen Ton verlassen, sondern zusätzlich auf die sichtbare Reaktion der Oberfläche und die gespeicherte Aufnahme achten. In einer lauten Umgebung, bei eingeschränktem Hörvermögen oder wenn das Smartphone stummgeschaltet ist, ist diese doppelte Kontrolle ohnehin zuverlässiger.
Unterwegs, zu Hause und bei schwierigen Lichtverhältnissen
Im Alltag sehe ich den größten Nutzen in Situationen, in denen ich den Stil schon vor dem Auslösen festlegen möchte. Bei einem Spaziergang durch eine Altstadt kann ich Fassaden, Treppen und harte Schatten direkt als monochrome Formen betrachten. In einem Café lassen sich Tassen, Hände und Lichtstreifen auf dem Tisch ruhiger gestalten, wenn farbige Verpackungen oder Dekorationen nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren.
Ein konkretes Beispiel: Ich möchte auf dem Heimweg ein Fahrrad an einer Mauer fotografieren. Mit der gewöhnlichen Kamera sehe ich zunächst die Farbe des Rahmens und der Wand. In der Schwarzweiß-Vorschau prüfe ich stattdessen, ob sich das Fahrrad durch seine Kontur vom Hintergrund trennt. Wenn beide Bereiche ähnlich hell erscheinen, ändere ich meine Position oder warte auf einen anderen Lichtwinkel. Dadurch entsteht die Bildentscheidung vor der Aufnahme und nicht erst später in einer Bearbeitungs-App.
Für Personen, die sich in unbekannten Umgebungen schneller orientieren müssen, ist die Situation gemischt. Die App kann helfen, den visuellen Inhalt auf Formen und Hell-Dunkel-Verhältnisse zu konzentrieren. Sie ersetzt aber keine Orientierungshilfe und sollte nicht während des Gehens oder in einer unsicheren Umgebung bedient werden. Ich würde immer zuerst stehen bleiben, das Smartphone sicher halten und erst dann den Bildausschnitt wählen.
Bei hellem Tageslicht kann eine monochrome Vorschau sehr nützlich sein, weil harte Schatten und klare Linien schnell sichtbar werden. In der Dämmerung oder in Innenräumen mit wenig Licht wird die Beurteilung anspruchsvoller. Dunkle Bereiche können auf einem kleinen Display zulaufen, während helle Lichtquellen zu dominant wirken. Ich kontrolliere deshalb nach der Aufnahme nicht nur das Motiv, sondern auch, ob wichtige Details in den Schatten noch vorhanden sind.
Für Gruppenfotos oder Aufnahmen von Personen ist der direkte Schwarzweißblick eine Geschmacksfrage. Hauttöne und Kleidung verlieren ihre farbliche Unterscheidung, wodurch die Bildwirkung ruhiger, aber auch weniger eindeutig werden kann. Wenn jemand auf dem Foto ein bestimmtes Kleidungsstück oder eine Farbe zeigen möchte, ist die Anwendung nicht die passende erste Wahl. Für Stimmung, Silhouetten und grafische Porträts funktioniert der Ansatz dagegen deutlich besser.
Wo die App gegenüber normalen Kamera-Apps gewinnt
Die übliche Smartphone-Kamera ist vielseitiger. Sie ist meistens die bessere Wahl, wenn ich zwischen Foto, Video, Panorama, Porträt oder farbiger Dokumentation wechseln möchte. Auch wer seine Bilder erst später in einer Bearbeitungs-App umwandeln will, bleibt mit der Standardkamera flexibler. Dort kann ich die farbige Originalaufnahme behalten und verschiedene Schwarzweiß-Varianten ausprobieren.
Der Vorteil von BlackCam Pro liegt an einer anderen Stelle: Die App zwingt mich nicht, Farbe zunächst als Ausgangspunkt zu akzeptieren. Ich komponiere direkt in der späteren Bildsprache. Das kann Zeit sparen und verhindert, dass ich ein Motiv auswähle, das nur wegen seiner Farbe interessant aussieht. Für mich ist das vor allem bei Architektur und Schatten ein echter Unterschied.
Gegenüber einer allgemeinen Filter-App ist der Arbeitsablauf ebenfalls konzentrierter. Eine Filter-App bietet oft viele Stile, Rahmen und Nachbearbeitungsoptionen. Das ist praktisch, wenn ich experimentieren möchte, kann aber die Entscheidung verlangsamen. BlackCam Pro ist sinnvoller, wenn ich schon weiß, dass ich ein Schwarzweißbild aufnehmen will und keine große Auswahl an Effekten brauche.
Der Preis von 0,89 € wirkt für dieses klar abgegrenzte Werkzeug niedrig genug, um es als Ergänzung zur normalen Kamera zu betrachten. Trotzdem würde ich nicht allein wegen des geringen Preises zugreifen, wenn ich eigentlich eine umfassende Bearbeitung, RAW-Workflows oder eine vielseitige Kamera suche. Der Wert hängt hier stark davon ab, ob die direkte monochrome Vorschau wirklich zu meinem eigenen Fotografieren passt.
Praktische Grenzen und mögliche Stolperstellen
Die wichtigste Einschränkung ist der enge Fokus. Wer häufig zwischen Farbe und Schwarzweiß wechselt, muss mit zwei unterschiedlichen Arbeitsweisen rechnen oder die Standardkamera zusätzlich behalten. Das ist für mich kein schwerwiegendes Problem, aber es bedeutet, dass die App keine vollständige Ersetzung jeder Kamera-Funktion ist.
Eine weitere Grenze betrifft die Bildbeurteilung auf dem Smartphone. Ein kleines Display kann Kontraste anders wirken lassen als ein späterer Blick auf einem größeren Monitor. Ich verlasse mich deshalb nicht ausschließlich auf die Vorschau, wenn ein Bild für einen wichtigen Druck oder eine genaue Dokumentation gedacht ist. Für alltägliche Aufnahmen und soziale Beiträge reicht die direkte Kontrolle meist aus, für anspruchsvollere Projekte sollte ich die Ergebnisse anschließend noch einmal auf einem größeren Bildschirm prüfen.
Auch die persönliche Wahrnehmung spielt eine große Rolle. Manche Nutzerinnen und Nutzer empfinden ein kontrastreiches Schwarzweißbild als klarer, andere verlieren Details, sobald Farbinformationen fehlen. Die App kann diesen Unterschied nicht für mich entscheiden. Ich muss selbst testen, ob die Vorschau meine Aufmerksamkeit unterstützt oder ob sie die Orientierung erschwert.
Wer auf besonders große Bedienelemente, stark veränderbare Oberflächen oder umfassende Hilfen angewiesen ist, sollte die Anwendung vor dem Kauf ausprobieren, soweit das auf dem eigenen Gerät möglich ist. Die Altersfreigabe ab 0 Jahren sagt etwas über den Inhalt aus, nicht darüber, ob jede Person die Oberfläche gleich bequem bedienen kann. Für eine inklusive Nutzung ist daher der persönliche Test wichtiger als die bloße Kategorie im Store.
Das Alter der technischen Basis sollte ebenfalls bedacht werden. Die aktuelle Version 1.73 läuft ab Android 6.0, was die App grundsätzlich auch für ältere Geräte interessant macht. Auf einem älteren Smartphone können Kameraqualität, Displayhelligkeit und Reaktionsgeschwindigkeit aber stärker ins Gewicht fallen als die App selbst. Ich würde vor einer längeren Fototour prüfen, ob die Vorschau flüssig reagiert und ob genügend Speicher für die geplanten Aufnahmen vorhanden ist.
Tipps für einen zugänglicheren und zuverlässigeren Ablauf
Ich empfehle, für wiederkehrende Motive eine kleine persönliche Routine zu entwickeln. Erst das Smartphone stabil halten, dann den Hintergrund auf störende helle Flächen prüfen, anschließend die Hauptform suchen und erst zuletzt auslösen. Diese Reihenfolge reduziert die Zahl der Entscheidungen im entscheidenden Moment und ist besonders hilfreich, wenn schnelle Gesten oder längeres Halten des Geräts anstrengend sind.
Ein zweiter Tipp betrifft die Helligkeit. Bei Gegenlicht sollte ich nicht nur auf das hellste Element schauen, sondern bewusst kontrollieren, ob die Form meines Hauptmotivs noch lesbar bleibt. Bei einem Porträt kann eine Person sonst zu einer dunklen Fläche werden. Bei Gebäuden kann ein heller Himmel die Fassade optisch zurückdrängen. Die Schwarzweißdarstellung macht diese Probleme sichtbar, löst sie aber nicht automatisch.
Für Menschen mit eingeschränktem Kontrastsehen kann ein sehr ruhiges Motiv zum Einstieg besser sein als eine komplexe Straßenszene. Eine einzelne Pflanze vor einer hellen Wand oder ein deutlich beleuchteter Gegenstand zeigt schneller, ob die Vorschau verständlich ist. Danach kann ich mich an feinere Strukturen und stärkere Schatten herantasten.
Wenn die Bedienung unterwegs unsicher wird, ist ein kleiner Wechsel des Arbeitsumfelds oft effektiver als hektisches Nachjustieren. Ich suche mir eine stabile Fläche, halte das Gerät mit beiden Händen und fotografiere aus einer festen Position. Das verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern meist auch die Bildqualität. Gerade bei Schwarzweißaufnahmen fallen verwackelte Kanten und unklare Konturen schnell auf.
Wer farbliche Informationen später noch benötigt, sollte vor dem Einsatz klären, ob die Anwendung in den eigenen Ablauf passt. Für eine visuelle Notiz, bei der die genaue Farbe eines Kabels, Kleidungsstücks oder Produkts wichtig ist, würde ich die normale Kamera verwenden. Für eine Stimmungsskizze, ein Schattenmotiv oder eine formale Studie ist die direkte monochrome Arbeitsweise dagegen viel passender.
Für wen sich der Kauf lohnt
Ich würde BlackCam Pro vor allem Menschen empfehlen, die Schwarzweiß nicht nur als gelegentlichen Filter sehen. Fotografie-Einsteiger profitieren vom klaren Lernziel: Sie können sich auf Licht, Linien und Bildaufbau konzentrieren, ohne gleichzeitig eine große Sammlung an Farbeffekten zu verwalten. Auch erfahrene Hobbyfotografen können die App als schnelles Spezialwerkzeug neben ihrer normalen Kamera nutzen.
Besonders gut passt sie zu Personen, die vor dem Auslösen wissen möchten, wie ein Motiv ohne Farbinformation wirkt. Wer häufig Architektur, Schatten, Silhouetten oder ruhige Alltagsdetails fotografiert, bekommt dadurch eine unmittelbarere Entscheidungshilfe. Die App eignet sich außerdem für Situationen, in denen ich bewusst weniger Auswahl und mehr Konzentration möchte.
Weniger passend ist sie für Nutzerinnen und Nutzer, die eine einzige Kamera-App für möglichst viele Aufgaben suchen. Wer Videos, farbige Erinnerungsfotos, umfangreiche manuelle Kontrolle oder intensive Nachbearbeitung erwartet, sollte eher bei der Standardkamera oder einer umfassenderen Foto-App bleiben. Ebenso würde ich sie nicht als alleinige Lösung empfehlen, wenn Farbe zur sicheren Erkennung von Objekten oder zur Orientierung notwendig ist.
Die Zahl von über 100.000 Installationen zeigt, dass das Konzept eine eigene Zielgruppe erreicht. Die Bewertung von 4,2 ist für mich ein Hinweis auf ein insgesamt solides Nutzererlebnis, aber kein Ersatz für die Frage, ob die reduzierte Schwarzweiß-Arbeitsweise zu meinem eigenen Sehen und Fotografieren passt. Die 164 vorhandenen Rezensionen können zusätzlich einen Eindruck vermitteln, doch entscheidend bleibt der kurze Praxistest auf dem eigenen Smartphone.
Mein inklusives Fazit nach dem Ausprobieren
BlackCam Pro ist keine universelle Kamera und will das auch nicht sein. Seine Stärke liegt darin, Schwarzweiß als Ausgangspunkt zu behandeln und dadurch eine sehr bestimmte Art des Sehens zu fördern. Ich mag, dass ich nicht erst nach der Aufnahme überlegen muss, ob ein Motiv in monochrom funktioniert. Die direkte Vorschau lenkt meine Aufmerksamkeit auf Kontrast, Kontur und Licht.
Aus Sicht unterschiedlicher Fähigkeiten ist der klare Zweck hilfreich, weil er die Zahl der Entscheidungen reduziert. Gleichzeitig darf man nicht übersehen, dass der Verlust von Farbe, kleine Bedienelemente, wechselnde Lichtverhältnisse und die Abhängigkeit vom Smartphone-Display für manche Menschen echte Hürden darstellen können. Wer auf Farbe oder besonders deutliche Orientierung angewiesen ist, sollte die App nur ergänzend einsetzen.
Mein Urteil fällt deshalb positiv, aber gezielt aus: Für Schwarzweiß-Fans und für alle, die ihre Bildgestaltung bewusster auf Hell und Dunkel ausrichten möchten, ist der geringe Kaufpreis gut nachvollziehbar. Für eine möglichst zugängliche Allzweckkamera oder eine umfangreiche mobile Bildbearbeitung würde ich eine andere Lösung wählen. Wenn ich jedoch mit wenigen Schritten ein monochromes Motiv planen und aufnehmen möchte, erfüllt diese spezialisierte Fotografie-App ihren Zweck überzeugend.
Vorteile
- Hochwertige Schwarz-Weiß-Filter mit unterschiedlichen Filmstilen
- Live-Vorschau zeigt den Effekt bereits vor der Aufnahme
- Manuelle Anpassung von Kontrast
- Helligkeit und Belichtung
- Unterstützt verschiedene Seitenverhältnisse für kreative Bildkompositionen
- Exportierte Fotos lassen sich schnell in sozialen Netzwerken teilen
Nachteile
- Viele erweiterte Funktionen sind nur in der Pro-Version verfügbar
- Die Benutzeroberfläche wirkt auf kleineren Displays etwas überladen
- Keine vollwertige Videofunktion für Schwarz-Weiß-Aufnahmen
- Starke Filter können feine Bilddetails und Hauttöne verschlucken
- Ergebnisse hängen deutlich von der Qualität der Smartphone-Kamera ab
Häufig gestellte Fragen
Was ist BlackCam Pro – B&W Camera und für wen eignet sich die App?
BlackCam Pro ist eine Kamera-App für Android und iOS, die sich auf Schwarz-Weiß-Fotografie konzentriert. Sie richtet sich an Nutzer, die ihren Bildern bereits bei der Aufnahme einen klassischen, künstlerischen oder kontrastreichen Look verleihen möchten. Die App ist besonders interessant für Street-, Architektur-, Porträt- und Alltagsfotografie, wenn Farben eher ablenken oder eine bestimmte Stimmung erzeugen würden.
Welche Funktionen bietet BlackCam Pro für Schwarz-Weiß-Fotos?
Die App bietet verschiedene monochrome Filter und Bildstile, mit denen sich Kontrast, Helligkeit und die allgemeine Wirkung eines Fotos verändern lassen. Je nach Version können auch Vignettierung, Körnung oder weitere kreative Anpassungen verfügbar sein. Praktisch ist, dass man den gewünschten Stil direkt während der Aufnahme ausprobieren und anschließend ein fertiges Bild speichern oder teilen kann.
Kann ich mit BlackCam Pro auch bereits vorhandene Fotos bearbeiten?
Ja, BlackCam Pro ist nicht ausschließlich auf Live-Aufnahmen mit der Kamera beschränkt. In der Regel lassen sich auch Bilder aus der Galerie importieren und anschließend mit den Schwarz-Weiß-Filtern der App bearbeiten. Das ist hilfreich, wenn sich bereits gespeicherte Fotos nachträglich in monochrome Aufnahmen umwandeln lassen sollen, ohne dafür eine separate Bildbearbeitungs-App verwenden zu müssen.
Ist BlackCam Pro kostenlos oder entstehen Kosten für die Nutzung?
BlackCam Pro ist als kostenpflichtige beziehungsweise werbefreie Pro-Anwendung erhältlich, wobei Preis und verfügbare Funktionen je nach Plattform, Region und aktueller Version variieren können. Vor dem Download sollte man deshalb die Angaben im jeweiligen App Store prüfen. Besonders wichtig ist außerdem, ob bestimmte Zusatzfunktionen bereits enthalten sind oder durch weitere Käufe freigeschaltet werden müssen.
Welche Berechtigungen benötigt BlackCam Pro und werden meine Fotos online gespeichert?
Für die Aufnahmefunktion benötigt BlackCam Pro normalerweise Zugriff auf die Kamera. Wenn Fotos aus der Galerie importiert oder Bilder auf dem Gerät gespeichert werden sollen, kann zusätzlich ein Zugriff auf Fotos beziehungsweise Dateien erforderlich sein. Die konkrete Datenverarbeitung hängt von der aktuellen Datenschutzrichtlinie ab. Nutzer sollten vor der Installation die Berechtigungen und Datenschutzhinweise im jeweiligen Store kontrollieren.
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